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28.04.2011

Erster Derbysieg im 100. Spiel?

Es ist wieder Derbyzeit. Baden gegen Schwaben. Das sechste Baden-Württemberg-Derby zwischen 1899 Hoffenheim und dem VfB Stuttgart steht an. Während es für Hoffenheim nur noch darum geht, die letzten drei Spiele dieser Spielzeit positiv zu gestalten, braucht der VfB noch Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Zwar liegt die Elf von Trainer Bruno Labbadia mit 36 Zählern nur vier Punkte hinter Hoffenheim. Vier Zähler weniger bedeuten aber Platz 14 und vier Punkte Abstand auf den Relegationsplatz. Auch Marco Pezzaiuoli weiß, dass Stuttgart noch nicht gerettet ist und Hoffenheim selbst in den letzten drei Spielen entscheidend eingreifen kann: „Der VfB spielt noch gegen den Abstieg, genauso wie Wolfsburg. Nürnberg will in die Europa League. Deshalb sind es noch drei wichtige Spiele, auch für uns, denn wir wollen noch so viele Punkte wie möglich sammeln und die beste Rückrunde in Hoffenheims Bundesligageschichte hinlegen", erklärt der Coach.

1899 noch sieglos gegen Stuttgart

Fünf Duelle gab es in der Bundesliga bisher zwischen den Nordbadenern und den Schwaben. Keines davon konnte Hoffenheim für sich entscheiden. Gelingt der Pezzaiuoli-Elf im sechsten Anlauf der erste Derbysieg? „Für unsere Fans ist es wohl das Spiel des Jahres. Bei einem Derby sind immer viele Emotionen dabei, aber wir sind sehr motiviert und wollen gegen den VfB dreifach punkten", sagt Pezzaiuoli. Der Derbycharakter der anstehenden Partie am 32. Spieltag ist auch Gylfi Sigurdsson und Isaac Vorsah nicht entgangen. „Ein Derby ist wichtig für die Fans und den Verein. Wir sind sehr motiviert das kommende Spiel zu gewinnen", sagt Sigurdsson und Vorsah fügt an: „Wir wollen für die Fans und den Trainer spielen und auf jeden Fall drei Punkte holen."

Die Schwaben befinden sich in der Rückrunde auf einer Erfolgswelle und auswärts fühlen sie sich besonders wohl. Zehn von zwölf möglichen Punkten holten die Stuttgarter aus den letzten vier Auswärtsspielen. „Der VfB spielt eine sehr erfolgreiche Rückrunde und ist auswärtsstark. Auf die Offensive müssen wir aufpassen und wenn möglich, den Kontern aus dem Weg gehen", fordert Pezzaiuoli. Gelingen soll das mit dem Spiel über die Flügel und Pressing von der ersten Minute an. „In Leverkusen hat das in der ersten Halbzeit gut funktioniert", ruft der gebürtige Mannheimer in Erinnerung. Offensivspieler Sigurdsson, der in Leverkusen seinen achten Saisontreffer erzielte, soll dabei helfen und ist selbst heiß auf mehr Tore: „Ich will noch ein, zwei Tore in dieser Saison schießen."

Ibertsberger wieder fit

Im Vergleich zum Spiel bei Bayer Leverkusen, als Pezzaiuoli nur 16 Spieler zur Verfügung hatte, steht dem 42-Jährigen gegen Stuttgart wieder ein 18-köpfiger Kader zur Verfügung. Andreas Ibertsberger konnte wieder voll trainieren und ist eine Option für die erste Elf. Auch Matthias Jaissle hat sich zurückgemeldet. Weiterhin ausfallen werden Boris Vukcevic, Tobias Weis, Manuel Gulde, Sejad Salihovic, Denis Thomalla und Chinedu Obasi.

Daten und Fakten

1899 Hoffenheim bestreitet im Derby sein 100. Bundesligaspiel und gleichzeitig das 50. Heimspiel. Unter Marco Pezzaiuoli verloren die Kraichgauer nur eines der letzten sieben Heimspiele und kassierten seit drei Spielen in der Rhein-Neckar-Arena kein Gegentor mehr. Der VfB erweist sich als auswärtsstark. Aus den letzten vier Auswärtsspielen holten die Schwaben zehn von zwölf möglichen Punkten.

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