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12.03.2011

Überraschung perfekt: 1899 besiegt den BVB

Dank einer deutlichen Leistungssteigerung und einem couragierten Auftreten gegen den Tabellenführer der Bundesliga darf 1899 Hoffenheim wieder über drei Punkte jubeln. Ein Treffer von Vedad Ibisevic reichte für den knappen 1:0-Sieg über Borussia Dortmund, der für das Team enorm wichtig war.

Auf die Niederlage in Mönchengladbach reagierte Trainer Marco Pezzaiuoli mit einigen Umstellungen. Isaac Vorsah war wieder fit und ersetzte Matthias Jaissle in der Innenverteidigung. Auf der linken Abwehrseite ersetzte Edson Braafheid, der sein erstes Ligaspiel für Hoffenheim von Anfang an machte, den verletzten Andreas Ibertsberger. In der Offensivabteilung durfte Vedad Ibisevic wieder von Beginn an ran. Ryan Babel beackerte die linke Seite. Gylfi Sigurdsson musste zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Matthias Jaissle fand vor der Partie die richtigen Worte für das Spiel gegen den Ligaprimus: „Eigentlich können wir nicht verlieren". Die ersten Minuten waren ein Abtasten beiderseits. Dortmund versuchte das Spiel zu kontrollieren. Die erste Möglichkeit bot sich den Gästen in der achten Minute. Von der rechten Seite zog Nuri Sahin nach einem kurz ausgeführten Freistoß ab. Der Ball wurde mehrmals abgefälscht und landete bei Felipe Santana. Dieser war zu überrascht und konnte das Leder nicht mehr unter Kontrolle bringen. Auf der anderen Seite hatte Hoffenheim zwei Minuten später eine erste Chance. Andreas Beck gelang eine schöne Hereingabe von rechts, die David Alaba in der Mitte per Kopf vollendete - knapp übers Tor. In der zwölften Minute setzte sich das bosnische Gespann auf Seiten von 1899 gegen die Borussen-Defensive durch. Nach der Flanke von Sejad Salihovic stand Vedad Ibisevic bei seinem Kopfball aber knapp im Abseits. Nach 15 Minuten war festzustellen: die hoch gelobte Offensive der Dortmunder fand kaum Mittel, sich gegen tief stehende Hoffenheimer durchzusetzen. Die Hausherren probierten es mit dem Konterspiel, Sebastian Rudy hatte in der 16. Minute eine Möglichkeit mit einem Fernschuss. Die Fouls von Hoffenheim waren nicht ohne, aber der BVB machte bislang nichts aus den sich daraus ergebenden Freistoßsituationen. Sahin versuchte es direkt, ärgerte sich aber nur, weil sein Schuss weit übers Tor ging. Dortmund blieb die spielbestimmende Mannschaft, Torchancen waren aber Mangelware. Hoffenheim verteidigte gut, mit unnötigen Fehlpässen brachte sie die Heimelf zwar immer wieder in Bedrängnis. Gut, dass Dortmund meistens nichts daraus machte. In der 33. Minute wurde es allerdings gefährlich. Marcel Schmelzer setzte sich auf der linken Seite durch, spielte den Ball in den Rückraum, wo Mario Götze schon lauerte. Mit einer Grätsche rettete Braafheid in höchster Not. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde der BVB stärker, Robert Lewandowski vergab die große Chance zur Führung freistehend aus fünf Metern. Es blieb beim torlosen Remis zur Pause.

Hoffenheim belohnt sich

Die erste Möglichkeit nach dem Pausentee hatte Hoffenheim. Ibisevic bekam den Ball in den Lauf gespielt, war alleine und zog von links ab. Roman Weidenfeller konnte nur nach vorne abwehren, wo leider kein Hoffenheimer stand. 1899 spielte in den ersten Minuten der zweiten Hälfte mutiger nach vorne, Dortmund blieb aber weiterhin gefährlich. So auch in der 54. Minute. Schmelzer bekam den Ball vor die Füße serviert und zog mit links Vollspann ab. Aus dem kurzen Eck kratzte Tom Starke das Leder gerade noch aus dem Tor. Die Partie lief so weiter wie in Hälfte eins. Der Tabellenführer machte das Spiel, Hoffenheim stand tief und setzte auf Konter. Völlig zu Recht. In der 63. Minute stand es 1:0 für die Hausherren. Kapitän Beck mit der perfekten Hereingabe auf Ibisevic von der rechten Seite. Der Bosnier hielt den linken Schlappen hin und drehte zum Torjubel ab. Auch nach dem Führungstreffer änderte sich nichts am Spielablauf. Dortmund spielte, Hoffenheim machte die Räume eng. Im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten konnte 1899 deutlich mehr Nadelstiche in der Offensive setzen. Nach 79 Minuten gelang Ibisevic fast das 2:0. Sein Kopfball nach einer Flanke von Salihovic strich aber knapp über die Latte. Und wieder Ibisevic mit dem Kopf, in der 82. Minute wieder knapp am Tor vorbei. In den letzten Minuten der Partie drehte sich das Geschehen. Hoffenheim hatte durch die Führung Aufwind und hielt sich deutlich häufiger in der Hälfte des BVB auf. Vukcevic und Alaba hatten Schusschancen, scheiterten aber beide. Und dann wieder Ibisevic. Der Stürmer zog aus 22 Metern ab. Der Ball senkte sich gefährlich und knallte an die Latte (85.). Zwei Minuten vor Schluss kam Gylfi Sigurdsson in die Partie. Mit seinem ersten Ballkontakt gelang dem Isländer fast der zweite Treffer, aber sein Linksschuss strich knapp am rechten Pfosten vorbei. In der Nachspielzeit musste Hoffenheim noch mal die Luft anhalten. Der Ball flog im 16er an Freund und Feind vorbei und landete am Ende, zum Glück für 1899, neben dem Tor. Danach war Schluss und Hoffenheim jubelte über wichtige drei Punkte.

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