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23.01.2011

Alaba-Treffer rettet 1899 einen Punkt

Das achte Unentschieden der Saison. 1899 Hoffenheim bleiben die ersten drei Punkte im neuen Jahr auch zu Hause verwehrt. Gegen St. Pauli kamen die Kraichgauer nicht über ein 2:2-Remis hinaus. Marvin Compper erzielte die Führung für 1899. Pauli drehte das Spiel, doch David Alaba glich in der 90. Minute aus.

Im Vergleich zur Partie in Bremen veränderte Marco Pezzaiuoli seine Mannschaft bei seinem Heimspieldebüt als Cheftrainer nur auf einer Position. Der gegen Werder Gelbgesperrte Sejad Salihovic stand in der Startelf, Peniel Mlapa musste vorerst auf der Bank Platz nehmen. Ansonsten lief gegen St. Pauli die gleiche Elf auf wie am vergangenen Wochenende. Tom Starke im Tor, Andreas Beck, Isaac Vorsah, Marvin Compper und Andreas Ibertsberger bildeten die Viererkette. Neben Salihovic spielten Tobias Weis und Sebastian Rudy im Mittelfeld. Für Wirbel in der Offensivabteilung waren zunächst Boris Vukcevic, David Alaba und Vedad Ibisevic verantwortlich.

Die ersten zehn Minuten waren ein Suchen nach Ideen und Anspielstationen, bei welchem Hoffenheim deutlich schneller und häufiger fündig wurde. Wie von Pezzaiuoli vorhergesagt, entwickelte sich ein Geduldsspiel. St. Pauli machte die eigene Spielhälfte dicht und überließ den Gastgebern das Spielgeschehen. Konter lautete der Plan der Hamburger. Einen Ersten schloss Max Kruse in der neunten Minute mit einem Linksschuss ab. Kurz zuvor wollte Pauli nach einem Freistoß von Salihovic den gesamten Hoffenheimer Angriff ins Abseits stellen. Die Aktion missglückte laut Linienrichter, der die Fahne unten ließ. Doch Compper schoss den Ball freistehend übers Tor. 1899 konnte, wollte und musste das Spiel bestimmen. Tormöglichkeiten gab es für die Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena in der ersten halben Stunde nur selten zu sehen, weil Pauli seine Defensivaufgaben bestens verstand. Die Chancen entstanden vor allem dank kleiner Geschenke der Gäste. Viele Fouls rund um den Hamburger Strafraum führten zu vielen Freistößen. In der 29. Minute wurde einer zur verdienten Führung genutzt. Sebastian Rudy trat den Ball gefühlvoll in den 16er. Compper mogelte sich blitzschnell durch die Abwehr und schob zum 1:0 über die Linie. Plötzlich, vier Minuten nach der Führung, tauchte St. Pauli vor dem gegnerischen Tor auf. Kruse hielt drauf, aber Starke faustete das Leder weg. Bis zur Pause passierte nichts mehr: keine erfolgsversprechenden Angriffe, keine Torchancen.

Grund zum Wechseln gab es nicht. Pezzaiuoli ließ die ersten Elf zunächst weitermachen. Da die Hamburger sich an ihre Spielphilosophie hielten und sich weiter zurückzogen, hatten die Gastgeber die nächste Chance. Ibisevic' Schuss prallte an die Hacke eines Paulianers. Der Ball trudelte Richtung Toreck, kurz vor der Linie kratzte ihn Thomas Kessler ins Toraus. Dann tauchte St. Pauli in der Nähe des Hoffenheimer Strafraums auf und der Ball zappelte in der 51. Minute im Netz - Ausgleich. Vorsah riss seinen Gegenspieler um, aus dem Hinterhalt sprintete Kruse heran und schoss zum 1:1 ein. Der Treffer sorgte für spielerischen Aufwind bei den Gästen. Oczipkas Versuch landete aber am Außennetz. Die Partie nahm an Fahrt auf. Auf der einen Seite vergab Ibisevic, auf der anderen Seite setzte Vorsah Paulis zwischenzeitlichem One-Touch-Fußball ein Ende. Für Hoffenheim begann in den letzten 20 Minuten wieder das Geduldsspiel. Pauli verlegte sich aufs Kontern, 1899 rannte an. Die Hamburger spürten jedoch bald, dass durchaus mehr als ein Unentschieden drin war. Charles Takyi nagelte den Ball in der 75. Minute an die Querlatte. Zehn Minuten vor Schluss stocherten Takyi, Vorsah und Compper im Hoffenheimer 16er, Starke beendete die Aktion. In der 82. Minute war der Keeper machtlos. Eine Hereingabe von der linken Seite verwertete Gerald Asamoah zum 2:1-Führungstreffer für die Gäste. Mit den Einwechslungen von Gylfi Sigurdsson und Peniel Mlapa hoffte Pezzaiuoli auf mehr Schwung und Durchschlagskraft in der Offensive. Nach vorne ging nach dem Rückstand aber kaum noch was. Dann erzielte Hoffenheim doch noch den Ausgleich - in der 90. Minute. David Alaba hielt drauf, das Leder landete im Tor.

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