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10.09.2011

1899 feiert ersten Sieg gegen Mainz

Ein Novum in der Bundesliga: 1899 Hoffenheim hat zum ersten Mal gegen den FSV 05 Mainz gewonnen. Im fünften Anlauf und in der neuen Coface ARENA besiegte 1899 die 05er mit 4:0. Ryan Babel war mit einem Doppelpack erfolgreich. Außerdem traf Roberto Firmino, der Hoffenheim in Führung gebracht hatte. Ein Eigentor von Noveski stellte den 4:0-Endstand her.

Die Länderspiele hinterließen ihre Spuren: Cheftrainer Holger Stanislawski musste seine Stammformation auf zwei Positionen umbauen. Sejad Salihovic zog sich im Länderspiel der bosnischen Nationalmannschaft gegen Weißrussland eine Knieverletzung zu und musste einige Tage pausieren. Für ihn rückte Dominik Kaiser an die Seite von Sebastian Rudy. Auch im Angriff war „Stani“ gezwungen seine Elf zu verändern. Chinedu Obasi, der mit Nigeria eine halbe Weltreise absolvierte, blieb zunächst auf der Bank. Peniel Mlapa, der für die U21 gegen San Marino getroffen hatte, ersetzte den Nigerianer im Angriff. Die noch verbleibenden Positionen besetzte der Hamburger mit dem gewohnten Personal.

Ausgeglichene Partie, aber zwei Tore für Hoffenheim

Knapp 2000 Zuschauer begleiteten 1899 Hoffenheim nach Rheinhessen und boten dem Mainzer Publikum Paroli. Hoffenheim hatte mit dem eigenen Anhang im Rücken auch die erste gute Gelegenheit der Partie. Kaiser mit der Balleroberung im Mittelfeld und dem schnellen Pass auf Firmino, der Babel bediente, der Niederländer scheiterte jedoch aus aussichtsreicher Position mit seinem Flachschuss an Müller (6.). Mainz war ab sofort spielbestimmend, 1899 lauerte auf Konterchancen. In der 12. Minute verschaffte sich Choupo-Moting auf der Außenbahn Platz, setzte seinen Sololauf im Strafraum fort und legte in den Rückraum auf Allagui, der seinen Schuss nicht auf das Tor von Starke bringen konnte (12.). Die individuelle Klasse von Roberto Firmino blitzte nach rund einer Viertelstunde bereits zum zweiten Mal auf. Er eroberte das Leder im Mittelfeld, machte sich alleine in Richtung Tor auf, behielt die Ruhe und schob zur Führung für die Kraichgauer ein (16.). Das Bild veränderte sich nur unwesentlich bis zur 30. Minute. Hoffenheim stand tief, Mainz rannte ran und bot 1899 schon zu diesem frühen Zeitpunkt Räume. So auch in der 25. Minute, als Braafheid in den Lauf des gestarteten Babels flankte, dieser wiederum Johnson im Strafraum bediente und Johnson am Ende klar über das Gehäuse von Schlussmann Heinz Müller. Das Spiel plätscherte vor sich hin, doch einen Aufreger hatte die erste Hälfte noch bereit. Der spielfreudige Babel hatte sich für die Nachspielzeit noch einen Sololauf aufgehoben. Er umkurvte zwei Gegenspieler und wurde von Pospech unsauber gestoppt. Für Schiedsrichter Winkmann eine klare Sache – Foulelfmeter für Hoffenheim. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher zum 2:0 (45.).

Hoffenheim bringt Sieg sicher nach Hause

Stanislawski schien mit der Vorstellung seiner Mannschaft in den ersten 45 Minuten nicht gänzlich zufrieden gewesen zu sein, schickte jedoch ebenso wie sein Trainerkollege Thomas Tuchel die gleiche Elf wieder auf den Rasen. Wieder erwischte Hoffenheim den besseren Start. In der 51. Minute tauchte Mlapa nach schönem Zuspiel von Johnson völlig frei vor Müller auf, schob den Ball aber Zentimeter am Tor vorbei. Diese Nachlässigkeit wäre beinahe im Gegenzug bestraft worden, als Allagui Tom Starke mit einem platzierten Schlenzer prüfte (52.). Stanislawski stabilisierte die Defensive, schenkte Neuzugang Daniel Williams sein Hoffenheim-Debüt. Mlapa musste weichen. Hoffenheim beschränkte sich auch fortan auf die Defensive und schaffte es zumeist die Mainzer vom eigenen Tor wegzuhalten. Chancen boten sich auf beiden Seiten keine – zur Freude von Stanislawski. Die erste Hälfte schien sich auch gegen Ende der Partie zu wiederholen. Ryan Babel machte sich erneut alleine auf die Reise, umspielte zwei Gegenspieler und schob den Ball gegen die Laufrichtung von Müller ins lange Eck – die Vorentscheidung (74.). Mainz stellte seine Angriffsbemühungen nach dem dritten Gegentreffer fast komplett ein und musste wenig später noch das vierte Gegentor hinnehmen. Firmino hatte den eingewechselten Sven Schipplock freigespielt. Dessen Schuss wurde von Mainz' Noveski noch abgefälscht und als Eigentor gewertet. Das war den Hoffenheimern egal, denn sie jubelten über das 4:0. Das war gleichzeitig der Schlusspunkt, der den ersten Sieg gegen Mainz in der Bundesliga besiegelte.

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