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U23
26.09.2010

U23 klettert mit 2:0 über Junglöwen auf Platz vier

Mit einem verdienten 2:0 (0:0)-Erfolg gegen die Reserve des TSV 1860 München hat die U23 den Kontakt zur Spitzengruppe in der Regionalliga Süd wiederhergestellt. Die Tore für das Team von Trainer Markus Gisdol erzielten Andreas Ludwig und Christoph Hemlein.

Nach dem 0:0 unter der Woche beim Tabellenletzten SpVgg Weiden stellte Gisdol gegen den Tabellenzeiten um und bot Wilson Kamavuaka, der erstmals in dieser Saison in der Startelf stand, zusammen mit Manuel Gulde im defensiven Mittelfeld auf, um gegen die körperlich robusten Junglöwen besser dagegenhalten zu können. Dominik Kaiser blieb zunächst draußen. In einer ereignisarmen, stark von taktischen Zwängen geprägten ersten Hälfte hatte Adam Jabiri noch die beste Chance, als er den Ball im Mittelfeld eroberte und auf der rechten Seite auf das Tor der Münchner zulief, dann aber in Bedrängnis am linken Pfosten vorbei schoss (8.). Die Gäste aus Bayern standen dicht gestaffelt und waren nicht unbedingt darauf aus, das Spiel in die Hand zu nehmen. Hoffenheims Schlussmann Jens Grahl blieb in den ersten 45 Minuten beschäftigungslos

„In der ersten Halbzeit haben sich meine Jungs das Selbstvertrauen für die zweite geholt", sagte Gisdol, der die Parole ausgegeben hatte, jetzt früher anzulaufen und Druck sowie Risiko zu erhöhen. Und es ging gut los. Keine 30 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, als sich Jabiri schön durchgetankt hatte, dann aber einen verunglückten Querpass auf Denis Thomalla spielte, anstatt selbst den Abschluss zu suchen. Nun wurde die Partie interessanter - und ruppiger. Verlief der erste Durchgang noch nahezu ohne Fouls, zückte Schiedsrichter Philipp Schmitt nun vier Mal Gelb. Grahl war bei einer Direktabnahme von Gökhan Gümüssu auf dem Posten (55.) und drei Minuten später belohnte Andreas Ludwig die gestiegenen Bemühungen mit dem Führungstreffer. Zunächst spielte er mit einem kurzen Freistoß Kai Herdling frei, der aber den Ball nicht richtig traf. Die Münchner bekamen allerdings das Spielgerät nicht aus Gefahrenzone, es landete erneut bei Herdling, der nun seinerseits schön auf Ludwig auflegte - 1:0 (58.). Nun hatten die Hoffenheimer Oberwasser: Herdling (68.) und Ludwig (72.) sorgten per Freistoß für Torgefahr, die größte Möglichkeit vergab erneut Ludwig, der nach tollem Pass Herdlings freistehend aus acht Metern übers Tor schoss, anstatt es mit dem schwachen rechten Fuß zu probieren (76.). „Da hätten wir den Sack zu machen müssen", sagte Gisdol, der aber nun noch eine Viertelstunde zittern musste, weil die Sechziger jetzt auch ihre stärkste Phase hatten. Eine Direktabnahme von Tobias Strobl lenkte Grahl mit den Fingerspitzen an die Latte (77.), zwei Minuten später hatte er Glück, dass der Kopfball des eingewechselten Bobby Wood nach einem langen Freistoß ebenfalls nur an die Querstange klatschte. Robin Neupert klärte schließlich den durch den Fünfmeterraum wabernden Ball zur Ecke. Wood brachte noch einmal Belebung ins Münchner Offensivspiel, doch nun stand die Hoffenheimer Defensive sicher.

In der Schlussphase wechselte Gisdol noch Marco Terrazzino ein, um für Entlastung im Angriffsspiel zu sorgen. Der ebenfalls eingewechselte Christoph Hemlein schickte dann Terrazzino nach einem Ballgewinn in einen Konter, doch der Stürmer rutschte weg und verpasste es, alleine auf das Sechziger-Gehäuse zuzulaufen. Aber Terrazzino behielt die Nerven und schickte nun wiederum den aufgerückten Hemlein auf die Reise, der trotz des drei Minuten vor dem Ende einsetzenden Platzregens 1860-Keeper Vitus Eicher eiskalt austanzte und in der Nachspielzeit für die endgültige Entscheidung sorgte.

„Ich bin richtig zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft", freute sich Gisdol über den Sprung auf Platz vier. „Unser Plan ist aufgegangen und wir hatten deutlich mehr Spielanteile. Wenn wir die Konter noch richtig ausspielen und ruhiger werden, können wir auch höher gewinnen."

1899 Hoffenheim - TSV 1860 München II 2:0 (0:0)
Hoffenheim: Grahl - Klingmann, Vestergaard, Neupert, Szarka - Ludwig (84. Terrazzino), Gulde, Kamavuaka, Herdling (87. Kaiser) - Thomalla (70. Hemlein), Jabiri.
München: Eicher - Strobl, Čolak (73. Trkulja), Hofstetter, Kappelmaier - Schindler, Pazurek - Çamdal, Ziereis (58. Wood), Knartz (66. Willsch) - Gümüssu.
Tore: 1:0 Ludwig (58.), 2:0 Hemlein (90.+1). Zuschauer: 450. Schiedsrichter: Philipp Schmitt (Rockenhausen). Karten: Gelb für Vestergaard, Herdling, Jabiri / Schindler.

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