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U23
11.11.2010

U23-Gegnerporträt: Greuther Fürth II

Am Samstag, 14 Uhr, trifft die U23 im Dietmar-Hopp-Stadion auf die SpVgg Greuther Fürth II. Wir stellen die Mannschaft vor, die am vergangenen Wochenende aufhorchen ließ, als sie im Franken-Derby gegen den 1.FC Nürnberg II schon zur Pause 5:0 führte – und am Ende 6:1 gewann.

Die zweite Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth hat es erst in den letzten Jahren auf die Sportseiten der überregionalen Presse geschafft. Durch die Liga-Reform 2007/08 qualifizierte sich die U23 der „Kleeblätter" als Zweiter der Bayern-Liga gemeinsam mit der SpVgg Bayreuth (1.), dem 1.FC Nürnberg II (3.) und dem TSV Großbardorf (4.) für die neue Regionalliga Süd. Während die Bayreuther allerdings aufgrund finanzieller Engpässe die Lizenz nicht erhielten (Bamberg rückte nach) und auch die Großbardorfer nach nur einer Spielzeit kapitulieren mussten, sind Fürth und Nürnberg noch immer dabei. Und dass Derbys zwischen diesen beiden Mannschaften immer etwas Besonderes sind, wurde nicht nur beim 6:1-Erfolg der „Kleeblätter" am vergangenen Samstag klar. In der Pionierzeit des Fußballs spielten die gerade mal zehn Kilometer voneinander entfernten Städte regelmäßig um die deutsche Meisterschaft mit. Doch während bei den Erstvertretungen die „Clubberer" seit Jahren die Nase vorn haben - die Fürther kratzten zwar immer mal wieder am Bundesliga-Aufstieg, scheiterten aber zumeist knapp -, hat bei der U23 die SpVgg die Nase vorn. Zumindest aktuell, in den vergangenen beiden Spielzeiten standen jeweils die Nürnberger besser da. Doch nicht zuletzt durch die 1:6-Schlappe am vergangenen Samstag trennen die Erzrivalen acht Tabellenplätze und fünf Punkte.

Mit nur einem Zähler Rückstand auf 1899 Hoffenheim kommt das Team von Trainer Frank Kramer als Tabellendritter ins Dietmar-Hopp-Stadion. Mit dabei ist ein alter Bekannter: Innenverteidiger Benjamin Maas gehörte in der vergangenen Runde zum Hoffenheimer U23-Meister-Kader, wechselte aber im Sommer ins Frankenland. Bislang kam Maas allerdings nur zu vier Kurzeinsätzen von der Bank.

Coach Kramer, ein gebürtiger Memminger, verbrachte seine gesamte aktive Karriere in Bayern, spielte unter anderem für den FCM, den FC Bayern München und den TSV Vestenbergsgreuth, war aber nicht Teil jener Mannschaft, die im DFB-Pokal 1994/95 die Bayern sensationell schlug. Er verließ den TSV kurz bevor dessen Fußballabteilung mit der SpVgg Fürth 1996 fusionierte. Seit Januar 2004 ist Kramer mit einigen Unterbrechungen - zum Teil bei der eigenen U19 - als Trainer für die Fürther U23 verantwortlich. In diesem Sommer musste der 36-Jährige etwas umkrempeln. Elf Spieler verließen das Team, genauso viele - darunter drei aus der eigenen Jugend - kamen neu hinzu und mussten integriert werden.

Gefährlichster Torschütze der Franken ist Stefan Vogler, der in neun Partien sechs Mal traf und den Hoffenheimern aus der vergangenen Saison, als er noch für den Bahlinger SC stürmte (und gegen die U23 ohne Torerfolg blieb), bestens bekannt ist. Jim-Patrick Müller und Christopher Schaab, Neuzugang vom FSV Erlangen-Bruck, folgen mit je fünf Toren. Der U19-Nationalspieler Felix Klaus, der noch A-Jugend spielen kann, netzte auch schon zwei Mal ein. Interessant ist auch der 20-jährige Kevin Kampl. In Solingen geboren und bei Bayer Leverkusen ausgebildet, wurde der Mittelfeldspieler im Sommer für das Zweitliga-Team verpflichtet. Zwar bestritt er bislang nur einen Profi-Einsatz (vier in der U23), wurde aber nun für die slowenische U21-Nationalmannschaft berufen, die am kommenden Dienstag ein Testspiel in Kroatien absolviert.

Nach zwei Siegen zum Saisonstart gab es zwischendurch ein kleines Tief, aus dem die Kramer-Elf längst wieder raus ist. Die letzte Niederlage kassierte sie bei der unglücklichen 1:2-Heimniederlage am 2. Oktober gegen den SC Pfullendorf, als sie bis vier Minuten vor Schluss noch 1:0 führte. Seither ist sie in fünf Partien ungeschlagen geblieben. Die „Kleeblätter" kommen also mit breiter Brust nach Hoffenheim. Kramer ist sich allerdings bewusst, dass der Angriff auf Platz zwei kein Zuckerschlecken wird: „Hoffenheim ist spielerisch mit das Beste, was die Liga zu bieten hat. Sie haben hochtalentierte Jungs, von denen etliche die Qualität haben, in der zweiten Liga zu spielen. Und wenn man sie spielen lässt, dann wird es gefährlich."

SpVgg Greuther Fürth II
Tor: Jasmin Fejzić (24), Christian Krüger (20), Sebastian Lechner (19).
Abwehr: Fabian Baumgärtel (21), Stefan Kleineheismann (22), Philipp Langen (24), Benjamin Maas (21), Michael Mayr (20), Mario Zitzmann (19).
Mittelfeld: Florian Bauer (22), Kristian Böhnlein (20), Kevin Kampl (20), Nico Roth (20), Dominik Stolz (20), Marius Strangl (20), Maximilian Welzmüller (20).
Angriff: Martin Giermeier (19), Matthias Katerna (19), Felix Klaus (18), Jim-Patrick Müller (21), Ronny Philp (21), Christopher Schaab (23), Dani Schahin (21), Stefan Vogler (20).
Trainer: Frank Kramer (36).

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