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08.08.2010

Simunic trifft doppelt – Hoffenheim schlägt AFC Sunderland

1899 Hoffenheim hat die Generalprobe für das DFB-Pokal-Spiel beim FC Hansa Rostock erfolgreich bestanden. Im Rahmen des großen Fan- und Familientages schlugen die Rangnick-Schützlinge den Premier-Ligisten AFC Sunderland mit 3:1.

Compper glänzt als Linksverteidiger

Rechtzeitig zum Anpfiff des ersten Aufeinandertreffens zwischen 1899 Hoffenheim und dem AFC Sunderland strahlte die Sonne über der Rhein-Neckar-Arena. Doch nicht nur die Sonnenstrahlen sorgten für eine positive Stimmung, die Kraichgauer trugen mit ihrer Spielfreude ihren Teil dazu bei. Bis auf die verletzten Matthias Jaissle und Chinedu Obasi konnte Chef-Trainer Ralf Rangnik aus dem Vollen schöpfen. Doch die Formation der Viererabwehrkette überraschte den geneigten Fußball-Fachmann. Rangnick bot Marvin Compper auf der Position des Linksverteidigers auf. Sowohl Eichner als auch Ibertsberger blieb zunächst nur ein Platz auf der Bank. In der Offensive gab es hingegen zu den vergangenen Testspielen keine Änderungen. Ibisevic, Ba und Neuzugang Mlapa bildeten die blau-weiße Angriffsreihe, die sogleich für Wirbel und Unsicherheiten in der Sunderland-Defensive sorgte.

Simunic-Doppelpack sorgt für klare Verhältnisse

Andreas Beck mit einer schönen Hereingabe in die Mitte, wo Ibisevic knapp verpasste und auch Mlapa lediglich noch die Haarspitzen an den Ball brachte. Hoffenheim spielte weiter druckvoll nach vorne und wurde für das Engagement belohnt. Erneut Andreas Beck, der im ersten Durchgang für alle Ecken von rechts und links verantwortlich war, zirkelte eine selbige auf den Kopf von Simunic, der mit einem präzisen Kopfball die 1:0-Führung besorgte. Sein zweiter Treffer in der bisherigen Vorbereitung. "Die beiden Treffer nach Standards von Joe Simunic haben mich nicht überrascht, denn wir haben die ruhenden Bälle in der Vorbereitung intensiv einstudiert. Das hat sich heute ausgezahlt", sagte Rangnick nach der Partie. 1899 steckte auch nach dem frühen Führungstreffer nicht auf und rannte gegen die im ersten Abschnitt überforderten Gäste ununterbrochen an. Ein schönes Zusammenspiel zwischen Ibisevic und Ba hätte beinahe zum zweiten Treffer geführt, der Winkel für den Senegalesen wurde aber zu spitz, so dass sein Schuss kein Problem für Sunderlands Schlussmann Simon Mignolet darstellte. AFC-Trainer Steve Bruce konnte mit der Vorstellung seiner Mannschaft ünerhaupt nicht zufrieden sein. In einer Woche wartet zum Premier League-Start Birmingham City auf die Black Cats. Besonders die torgefährliche Offensive mit Darren Bent und Kenwyne Jones fand überhaupt nicht in die Partie. Das mannschaftstaktische Pressing der Rangnick-Elf ließ kein Spielfluss der Gäste zu. Und so ging es vor den 16500 Zuschauern nur in eine Richtung. Ein kurz ausgeführter Freistoß von Salihovic auf Eduardo war Ausgangspunkt des zweiten Treffers. Eduardo ließ Zenden mit einer Körpertäuschung stehen und passte auf seinen Landsmann Luiz Gustavo, der den aufgerückten Simunic schön freispielte und der Innenverteidiger erhöhte auf 2:0 (28.). In der 37. Minute eroberte Marvin Compper den Ball an der gegnerischen Strafraumkante, legte uneigennützig quer auf Ibisevic, doch der Bosnier zielte etwas zu weit nach rechts- die letzte Chance des ersten Durchgangs.

Auch nach der Pause nur in eine Richtung

Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte Rangnick dreimal aus. Für Beck, Ibisevic und Carlos Eduardo kamen Ibertsberger, Weis und Vukcevic in die Partie. Die nächste Chance der Gastgeber ließ auch nicht lange auf sich warten. Mlapa setzte sich schön gegen Bramble durch, zögerte jedoch etwas zu lange mit dem Abschluss, so dass Sunderlands Neuzugang den Schuss gerade noch ablocken konnte (49.) Acht Minuten später hätte eine einstudierte Freistoßvariante beinahe zum dritten Treffer geführt. Salihovic legte den Ball quer auf Demba Ba, der sofort abzog, Simon Mignolet fischte das Leder aber toll aus der rechten unteren Ecke. In der 63. Minute kam Simunic dem Hattrick bedrohlich nahe. Eine schöne Hereingabe des kurz zuvor eingewechselten Prince Tagoe auf den langen Pfosten fand Simunic, doch sein Kopfball war zu schwach, um den Schlussmann ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. In der 65. Minute fand Sunderland mit einem schönen Freistoß überraschend zurück ins Spiel. Jordan Henderson zirkelte den Ball aus einem eigentlich viel zu spitzem Winkel unter Mithilfe des Innenpfostens in die Maschen. Doch es sollte nur ein kurzes Strohfeuer werden. Fast im Gegenzug stellte Prince Tagoe den alten Abstand wieder her. Mlapa ließ den Ball für den hinterlaufenden Christian Eichner passieren, der überlegt auf Salihovic zurücklegte. Salihovics Schuss wurde abgefälscht und prallte vor die Füße von Tagoe, der nur noch einzuschieben brauchte. Nur eine Minute später setzte der spielfreudige Mlapa das nächste Ausrufezeichen. Er tankte sich über die linke Seite durch und zog im Tempo in den Strafraum, fackelte nicht lange, scheiterte jedoch an Mignolet, der gerade noch die Fingerspitzen an den Ball bekam. In der Folge zeigte sich Hoffenheim zwar weiterhin spielbestimmend, doch die Chancen wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. "Über weite Strecken war das schon richtig gut heute, vor allem die erste Hälfte hat mir gut gefallen. Es war eine gelungene Generalprobe für den DFB-Pokal am kommenden Wochenende", fand Rangnick lobende Worte.

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