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08.05.2010

Remis zum Abschluss - Hoffenheim und Stuttgart trennen sich 1:1

1899 Hoffenheim hat sich mit einem 1:1-Unentschieden gegen den VfB Stuttgart aus der Saison 2009/10 verabschiedet. Vor 30150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Nekar-Arena erzielten Cacau (19.) und Vukcevic (44.) die Treffer.

Chef-Trainer Ralf Rangnick musste kurzfristig auf Tobias Weis verzichten, der mit Knieproblemen passen musste. Für Weis rückte Boris Vukcevic in die Startelf. Timo Hildebrand, Per Nilsson, Demba Ba, Matthias Jaissle, Andreas Ibertsberger und Franco Zuculini fielen ebenfalls aus. Auf Seiten der Stuttgarter musste Trainer Christian Gross Timo Gebhart aufgrund einer Gelb-Sperre ersetzen. Sven Ulreich, Sebastian Rudy und Stefano Celozzi fielen weiterhin aus.

Abschied nehmen

Mit einem weinenden Auge wurden vor dem Anpfiff Team-Arzt Dr. Pieter Beks und Sportpsychologe Hans-Dieter Hermann offiziell verabschiedet. Beide verlassen 1899 Hoffenheim nach ereignisreichen vier Jahren im Kraichgau und widmen sich neben ihren beruflichen Tätigkeiten wieder mehr ihrer Familie. Auch Timo Hildebrand wurde mit viel Applaus bedacht, wohin sein Weg geht, ist noch unklar. Abschließend beendete Jens Lehmann seine bewegte Karriere und erhielt von 1899-Geschäftsfüher Jochen A. Rotthaus, Manager Jan Schindelmeiser und Präsident Peter Hofmann ein Abschiedspräsent.

Torpremiere für Vukcevic

Pünktlich um 15.30 Uhr wurde auch Fußball gespielt. Lange Zeit schien es, als hätten beide Teams einen Nichtangriffspakt abgeschlossen, doch als der VfB selbigen in der 19. Minute gebrochen hatte, schien das Spiel endlich an Fahrt aufzunehmen. Marica passte in den Lauf seinen Sturmpartners Cacau, der den Ball an Daniel Haas vorbei ins Tor schob - eine Führung, die sich nicht unbedingt angedeutet hatte. Fortan agierte Hoffenheim druckvoller und erspielte sich nach einer verhaltenen Anfangsphase auch erste Tormöglichkeiten. In der 33. Minute legte Beck für den heran stürmenden Salihovic ab, doch der Schuss des Bosniers mit der Innenseite flog genau in die Arme von Lehmann. Drei Minuten später wurde es erneut gefährlich vor dem Tor von Jens Lehmann. Ein Doppelpass zwischen Salihovic und Ibisevic brachte den Angreifer in gute Schussposition, doch in letzter Sekunde blockte ein Stuttgarter Abwehrbein den Schuss des Bosniers zur Ecke (36.). In den Schlussminuten des ersten Durchgangs folgte ein Hoffenheimer Sturmlauf. Zunächst vernaschte Carlos Eduardo Stuttgarts Molinaro mit einer schönen Körpertäuschung, um dann das Leder scharf an den Fünfmeterraum zu spielen, wo jedoch kein Blau-Weißer mitgelaufen war (42.). Das letzte Tor nach einer Standardsituation lag schon eine Weile zurück, am letzten Spieltag sollte mal wieder eines gelingen. Eine Salihovic-Ecke fand den einlaufenden Vukcevic, dessen Kopfball vorbei an Lehmann im Tor einschlug - der überfällige Ausgleich für Hoffenheim und das erste Bundesliga-Tor für den Youngster. Nur eine Minute später hatte Salihovic Pech, dass sein Schuss nur am Innenpfosten landete (45.).

Salihovic Gelb-Rot gefährdet ausgewechselt

Rangnick musste zur Pause wechseln, für Salihovic, der früh Gelb gesehen hatte, kam Maicosuel und mit ihm viel Schwung ins Angriffsspiel von 1899. Doch die erste Chance des zweiten Durchgangs gehörte dem VfB. Marica setzte sich gegen Simunic durch und machte sich auf in Richtung Daniel Haas, Compper störte den Rumänen in höchster Not, so dass Haas mit einer Fußabwehr klären konnte (51.). Hoffenheim nach gut einer Stunde mit mehr Druck in Richtung Lehmann und mit Pech im Abschluss. Der starke Maicosuel mit einem schönen Sololauf im Strafraum und einer präzisen Hereingabe auf Carlos Eduardo, der Schuss des Brasilianers klatschte an die Unterkannte der Latte - kein Tor. Die letzten 30 Minuten gehörten der Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick. Zahlreichen Angriffen fehlte es jedoch an der letzten Präzision oder an der Gedankenschnelligkeit der Abnehmer. So auch in der 76. Minute, als sich Beck auf der Außenbahn gegen Boka durchsetzte und den völlig allein gelassenen Maicosuel bediente, der Brasilianer jedoch zu lange überlegte und sich schließlich für die falsche Variante eines Dribblings entschied und entscheidend gestört werden konnte. In der Nachspielzeit sorgte ein Kopfball des eingewechselten Prince Tagoe noch einmal für Gefahr, doch der Ball ging drüber. „Wir haben genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben - nämlich dort weiterzumachen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Leider sind wir wieder in Rückstand geraten. Doch wir haben gut auf das Gegentor geantwortet. Dass wir unsere eigenen Chancen nicht konsequent genutzt haben, ist das einzig ärgerliche. Wir hätten die drei Punkte heute verdient gehabt", zieht Rangnick Bilanz.

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