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U23
24.10.2010

Hochklassig und hochdramatisch: U23 erkämpft 3:3 in Freiburg

Mit am Ende nur noch sieben Feldspielern rettete die U23 beim SC Freiburg II immerhin noch einen Punkt. Adam Jabiri brachte die Hoffenheimer zwei Mal in Führung, Kai Herdling glich in einer hektischen Schlussphase zum 3:3 (2:2) aus.

Es war ein hochklassiges und am Ende hochdramatisches Match, das beide Mannschaften den 300 Zuschauern im Möslestadion boten. Die Anfangsphase gehörte dem Team von Trainer Markus Gisdol. Marco Terrazzino hatte die erste nennenswerte Möglichkeit, scheiterte jedoch aus 16 Metern an SC-Schlussmann Dominik Salz (8.). Nach einer Viertelstunde brachte Adam Jabiri seine Farben erstmals in Front, als er Philipp Klingmanns Hereingabe von der rechten Seite per Kopf zum 1:0 im Netz versenkte. Doch die Platzherren zeigten sich keineswegs geschockt. Im Gegenteil: Die Mannschaft von Trainer Marcus Sorg drängte auf den Ausgleich. Scipon Bektasis Schuss aus rund 20 Metern konnte 1899-Keeper Jens Grahl noch parieren (28.), doch zwei Minuten später war auch er machtlos, als Christian Bickel einen 25-Meter-Hammer in den Winkel platzierte. Nun ging es Schlag auf Schlag. Einen Querpass im Mittelfeld von Pascal Groß nahm Jabiri in vollem Lauf mit, um schließlich aus 20 Metern abzuziehen und über den Umweg Innenpfosten das 2:1 zu markieren (31.). Wieder währte die Freude allerdings nur kurz. Bickels Hereingabe von der linken Seite landete hinter der Hoffenheimer Abwehrreihe, Simone Brandstetter schaltete am schnellsten und knallte die Kugel direkt und unhaltbar zum 2:2-Pauenstand in die Maschen.

Im zweiten Abschnitt hagelte es gleich reihenweise Platzverweise. Zunächst stellte der etwas kleinlich pfeifende Schiedsrichter Thorben Siewer Manuel Gulde mit Gelb-Rot vom Platz (47.), drei weitere Spieler sollten folgen. Zunächst aber verhinderte Salz den dritten Rückstand seines Teams, als er bei Terrazzinos Versuch auf dem Posten war (50.) und auf der Gegenseite rettete die Latte gegen Bektasis Kopfball (59.). Nun war es an Freiburgs Kapitän Nicolas Höfler, das Feld zu räumen. Auch er sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. In dieser Phase hatten die Hausherren mehr vom Spiel. Grahl drehte einen scharfen Bickel-Freistoß um den Pfosten (65.) und entschärfte wenig später eine brenzlige 1:1-Situation gegen Brandstetter (69.). Dann wurde es hektisch. Jonathan Schmid war in der Mitte durchgebrochen, Wilson Kamavuaka wusste sich nur mit einer Notbremse zu helfen und sah dafür „glattrot". Doch damit nicht genug: Schmid rächte sich für dieses Foul auf seine Weise und versenkte auch noch den fälligen Freistoß zum 3:2 (79.). Ein klassischer „Genickbrecher" - eigentlich. Doch die Gisdol-Elf raffte sich noch einmal auf und bäumte sich gegen die drohende Niederlage. 81. Minute, Foul, Freistoß vor dem Freiburger Tor. Der Mann für diese Fälle heißt: Kai Herdling. Und der Kapitän zirkelte den Ball zum vielumjubelten 3:3 über die Mauer. Schließlich flog nach zwei Gelben Karten in der 85. und 90. Minute auch noch Herdling selbst vom Platz, so dass die Hoffenheimer drei unendlich lange Nachspielminuten überstehen mussten, doch dann war der unterm Streich verdiente Punkt endlich unter Dach und Fach.

„Ich bin mit diesem Punkt zufrieden", sagte Gisdol angesichts der mehrfachen Unterzahl nach der Partie. „Das war ein tolles Fußball-Spiel." Am kommenden Freitag kommt nun der Spitzenreiter Hessen Kassel ins Dietmar-Hopp-Stadion. Anpfiff ist um 19 Uhr. Gulde, Kamavuaka und Herdling werden dann allerdings gelbgesperrt fehlen.

SC Freiburg II - 1899 Hoffenheim 3:3 (2:2)
Freiburg: Salz - Lais, Scherer, Höhn, Budak - Höfler, Williams (46. Sorg) - Bickel (75. Zangl), Schmid - Bektasi, Brandstetter (73. Sautner).
Hoffenheim: Grahl - Klingmann (73. Hemlein), Nyenty, Gulde, Schäfer - Kamavuaka - Ludwig, P. Groß (46. Kaiser), Terrazzino (89. Szarka) - Herdling, Jabiri.
Tore: 0:1 Jabiri (15.), 1:1 Bickel (30.), 1:2 Jabiri (31.), 2:2 Brandstetter (33.), 3:2 Schmid (79.), 3:3 Herdling (81.). Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen). Karten: Gelb für Sautner / Ludwig, Jabiri; Gelb-Rot für Höfler (60., wegen wiederholten Foulspiels) / Gulde (47., wegen wiederholten Foulspiels), Herdling (90., wegen wiederholten Foulspiels); Rot für Kamavuaka (78., wegen Notbremse).

Daten & Fakten zum Spiel »

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