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U23
17.12.2010

Jahresausklang: Kampfsport und Abschlussspiel

Vor einem Jahr besuchten die Spieler und Funktionäre der U23 den Olympiastützpunkt der Fechter in Tauberbischofsheim. Und auch in diesem Jahr ließen sich die Verantwortlichen zum Jahresausklang eine schöne Teambuildingmaßnahme einfallen.

Im Racket Center Nußloch werden nicht - wie der Name vermuten lässt - nur Schlägersportarten wie Tennis, Squash oder Badminton angeboten. Auch die Freunde der vietnamesischen Kampfkunst kommen hier auf ihre Kosten. Für die Spieler und Funktionäre der U23 war die Gelegenheit, auf Einladung von Frank Hermann (2. Dang), dem Trainingsalltag in der sibirischen Kälte zu entfliehen, eine mehr als willkommene Abwechslung. Việt Võ Đạo nennt sich die Selbstverteidigungs- und Kampfsportart, die sich aus der Fülle der vietnamesischen Kampfkünste entwickelt hat - und in der sich die jungen Hoffenheimer versuchten. Sie beruht auf einer zeitgemäßen Lebensphilosophie und einer Reduzierung und Systematisierung von Kampftechniken verschiedener vietnamesischer Kampfstile. Rund eine Stunde führte Trainer Alexander Lüll die Jungs um Kapitän Kai Herdling, die sichtlich Spaß an dieser neuen Erfahrung hatten, auf dieses unbekannte Terrain. Im Anschluss daran wurde doch noch Fußball gespielt. Zusammen mit den „Drachenkindern", die vorher noch fleißig Autogramme ergattertern und abschließend zum gemeinsamen Gruppenfoto antreten durften, funktionierten die Hoffenheimer drei Squash-Courts kurzerhand in ein Hallen-Kleinspielfeld um. Die "Drachenkids" (ab 4 Jahre) trainieren regelmäßig im Bereich Việt-Võ-Đạo-Kampfsport und Ballschule/Psychomotorik. Die Schwerpunkte der Drachenkids sind: Hilfestellung und Förderung von Motorik und Sprache, Stärkung der Leistungsfähigkeit, Selbstvertrauen und Willenskraft, Umgang mit Konflikten, Kampfsport und Selbstverteidigung, Kleingruppen von maximal 6-8 Kindern und natürlich viel Spiel und Spaß am Sport.

Ehe es am Freitag endgültig in den Winterurlaub ging, stand noch das traditionsreiche Jahresabschluss-Spiel mit den Funktionären auf dem Programm, das aufgrund der Witterungsverhältnisse lange auf der Kippe stand. Doch während landauf landab wegen einiger gefrorener Schneeflöckchen eine Begegnung nach der anderen abgesagt wird, bissen die Hoffenheimer die Zähne zusammen. Nachdem kurzfristig mehrere Funktionäre abgesprungen waren („Ich habe einen Termin", „Pferdekuss", „Bin schon im Urlaub", „Muss arbeiten"), blieben unterm Strich mit Co-Trainer Otmar Rösch, Physiotherapeut Christian Neitzert und einem weiteren Akteur, der namentlich nicht genannt werden will, nur drei Funktionäre übrig. Letzterer war es auch, der für das Einteilen der Teams verantwortlich zeichnete und eine „Mannheimer Auswahl" zusammenstelle, die aus Jungs bestand, die entweder in der Quadratestadt geboren wurden oder für einen der dortigen Vereine das Trikot trugen. Unter der zunächst souveränen Schiedsrichterleitung von Co-Trainer Frank Fröhling lag diese Auswahl - nicht zuletzt dank einer überragenden Abwehrleistung - zur Pause mit 3:0 in Front. Marco Terrazzino erhöhte unmittelbar nach dem Wechsel gar auf 4:0, doch in der Folge überschlugen sich die Ereignisse. Durch zahlreiche Fehlentscheidungen begünstigt holte das gegnerische Team um Co-Trainer Rösch Tor um Tor auf, profitierte dabei aber auch vom immer rutschiger werdenden Geläuf im Förderzentrum Zuzenhausen, das einer Eisbahn glich und den Ausgang zu einem Lotteriespiel werden ließ. Rittberger und Toeloop statt Dribbling und Doppelpass waren angesagt. Als Fröhling beim Stand von 6:6 unfassbar lange nachspielen ließ, gelang der Rösch-Truppe durch einen Distanzschuss David Kienasts sogar noch der nicht mehr für möglich gehaltene 7:6-Siegtreffer. Während Kapitän Kai Herdling, der zur „Mannheimer Auswahl" gehörte, noch mit der Leistung des Unparteiischen haderte, wurde dieser unter Polizeischutz vom Platz begleitet. Cristiano Ronaldo (Name geändert), der kurz vor Schluss noch mit einem zweifachen Salchow für Furore sorgte, sagte: „Es hat Spaß gemacht, mal mit den Jungs mitkicken zu dürfen. Wichtig war, dass nicht ich den Fehler zum 6:7 gemacht habe."

Nun geht es für die U23 erstmal in den wohlverdienten Winterurlaub. Am Dienstag, 11. Januar, startet die Vorbereitung auf die Restrückrunde.

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