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16.09.2010

Hoffenheim zu Gast auf dem Betzenberg

Drei Spiele, drei Siege – das ist die positive Bilanz von 1899 Hoffenheim dieser Saison. Zwei Spiele, zwei Siege - die positive Bilanz gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Ausgangslage vor der Partie am Samstag, 15:30 Uhr bei den „Roten Teufeln“ ist nahezu perfekt. Doch Vorsicht: Die heiße Atmosphäre auf dem „Betze“ ist gefürchtet.

„Unser Gegner wird die Emotionalität nutzen", warnte Trainer Ralf Rangnick und spielte damit ebenso auf die emotionale Kulisse auf dem Betzenberg an wie Josip Simunic, der das Stadion, die Fans und die Atmosphäre als „großen Vorteil für K‘lautern" sieht. Schon beim Spiel gegen die Münchner Bayern fungierten die Lauterer Anhänger als 12. Mann und peitschten ihr Team zum Sieg. Leidenschaft pur auf dem Betzenberg, deshalb lautet das Motto: Besser sein als die Bayern. Das Spiel gegen den Liganeuling wird keine leichte Aufgabe werden, dessen sind sich Trainer und Mannschaft durchaus bewusst. „Dass Kaiserslautern sechs Punkte geholt hat, verdient Respekt. Die Partie wird eine große Herausforderung für uns werden", erklärte Chef-Coach Rangnick.

Weiße Weste behalten

Mit neun Zählern aus drei Spielen reist Hoffenheim zu den „Roten Teufeln", steht nach Siegen gegen Bremen (4:1), St. Pauli (1:0) und Schalke 04 (2:0) an der Tabellenspitze, wo das Team auch nach dem heißen Tanz im Fritz-Walter-Stadion weiter verweilen möchte. „Wir haben das Bewusstsein, dass wir so ein Spiel gewinnen können und wollen unsere weiße Weste bewahren", verrät Rangnick. Zwei Aufeinandertreffen gab es in Liga zwei zwischen Hoffenheim und Kaiserslautern, beide Male ging 1899 als Sieger vom Platz (1:0, 2:0). Einzig Josip Simunic hat keine guten Erinnerungen an die Pfälzer. Mit Hertha BSC Berlin verlor der Kroate nach einer 2:0-Führung noch mit 2:4. „Das wird nicht noch mal passieren", betont Simunic.

Compper noch fraglich

Gegen den Tabellenfünften, den Simunic als zweikampfstark, aggressiv und schnell im Umschalten einschätzt, kann Rangnick nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig hinter dem Einsatz von Marvin Compper steht noch ein Fragezeichen. Der Abwehrspieler klagte zwei Tage vor dem Spiel über Rückenschmerzen und konnte am Donnerstag nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Sollte Compper gegen Kaiserslautern ausfallen, würde entweder Christian Eichner oder Andreas Ibertsberger in die Startelf rutschen. Simunic und Isaac Vorsah, die unter der Woche mit kleineren Probleme zu kämpfen hatten, sind wieder fit. Nur die Rekonvaleszenten Matthias Jaissle und Chinedu Obasi fallen weiterhin aus.

Mit den Neuzugängen Glyfi Sigurdsson und Sebastian Rudy hat sich im Kader eine Konkurrenzsituation entwickelt, was laut Rangnick aber positiv zu bewerten ist: „Die Jungs sind richtig gut drauf. Keiner kann sich im Training zurücknehmen. Die ersten Elf wissen, dass ihre Kollegen stark und kurz davor sind, in den „11er-Kader" zu rutschen." Ob es für Rudy und Sigurdsson schon gegen Kaiserslautern für die Anfangsformation reicht, ist noch fraglich. Aber „beide werden Woche für Woche besser und kommen ran", lobt der Trainer seine beiden Neulinge.

Daten und Fakten

Premiere in der Bundesliga. Noch nie trafen die beiden Teams in der höchsten deutschen Spielklasse aufeinander. Neben Mainz ist Hoffenheim das einzige verlustpunktfreie Team in dieser Saison, trifft nun aber auf heimstarke Lauterer. Die Pfälzer verloren nur eins der letzten 13 Heimspiele (acht Siege, vier Unentschieden). Um diese Serie zu halten, muss Kaiserslautern aber die beste Abwehr der Liga knacken. Seit vier Stunden und 27 Minuten sind die Hoffenheimer ohne Gegentor und kassierten erst einen Treffer - per Elfmeter. Gefährlich wird es für die Keeper beider Mannschaften aus der Distanz. Mit vier (Lautern) und drei (Hoffenheim) Toren von außerhalb des Strafraums treffen diesbezüglich die beiden gefährlichsten Teams der Liga aufeinander.

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