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18.04.2010

Hoffenheim zeigt Reaktion - Remis in Dortmund

Aufatmen bei 1899 Hoffenheim. Torjäger Vedad Ibisevic sicherte 1899 Hoffenheim letztlich einen Punkt bei Borussia Dortmund. Nelson Valdez hatte die Borussia zuvor in Führung gebracht.

Chef-Trainer Ralf Rangnick wartete mit einer faustdicken Überraschung auf. Für den zuletzt glücklosen Vedad Ibisevic rückte Prince Tagoe ins Sturmzentrum. Für den Ghanaer war es sein Startelf-Debüt für Hoffenheim. Rangnick nahm im Vergleich zum Köln-Spiel drei weitere Änderungen in der Startformation vor. Torhüter Timo Hildebrand stand nach überstandenen Rückenbeschwerden für Daniel Haas im Kasten. Marvin Compper verteidigte für Youngster Manuel Gulde und Andreas Ibertsberger kehrte für Eichner zurück auf die Position links in der Viererabwehrkette. Boris Vukcevic und Maicosuel kehrten ebenfalls in den Kader zurück, nachdem sie beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln nicht berücksichtigt wurden. Sie mussten sich jedoch zunächst mit einem Platz auf der Bank begnügen.

Keine Höhepunkte in Hälfte eins

Hoffenheim in der ersten Hälfte dominant im Mittelfeld, nach vorne jedoch ohne Ideen. Die einzige Spitze Prince Tagoe hing weitestgehend in der Luft. Die Dortmunder versuchten von Beginn an druckvoll nach vorne spielen, zeigten sich aber beeindruckt von der aggressiven Spielweise der Blau-Weißen. Jürgen Klopp musste im ersten Durchgang mit Sahin und Zidan zwei Schlüsselspieler aufgrund von Verletzungen ersetzen, was dem Angriffsspiel des BVB nicht zuträglich war. Hoffenheim stand kompakt in der Defensive und ließ lediglich zwei Halbchancen der ansonsten so offensivstarken Borussen durch Großkreutz (16.) und Barrios (20.) zu.

Valdez bringt Dortmund in Führung

Zur Pause musste Rangnick wechseln. Für den Gelb-Rot gefährdeten Luiz Gustavo kam Manuel Gulde in die Partie. Aufregung gleich nach Wiederanpfiff. Im Anschluss an eine Ecke drückte Lucas Barrios den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Doch Assistent Mike Pickel hatte etwas dagegen und hob zu Unrecht die Fahne und entschied auf Abseits (47.). Die Schrecksekunde schien die Hoffenheimer Offensive wachgerüttelt zu haben, nachdem man im gesamten ersten Durchgang keinen vorzeigbaren Angriff auf den Rasen brachte. Denn fortan drehte 1899 die Kräfteverhältnisse, schnürte den BVB in dessen eigene Hälfte - zu Möglichkeiten kam man jedoch nicht. In die beste Hoffenheimer Phase hinein glückte der Borussia die Führung. Eine verunglückte Flanke von Kuba erlief Großkreutz und zögerte nicht, die Hereingabe postwendend wieder zurück in den Strafraum zu befördern. Die Hoffenheimer Defensive war unsortiert und Nelson Valdez köpfte freistehend ein (58.).

Hoffenheim zeigt Reaktion

Doch die Mannschaft zeigte eine Reaktion, drängte auf den Ausgleich. Richtig gefährlich wurde es vor dem Tor von Roman Weidenfeller zwar nicht, doch 1899 kontrollierte die Partie, während die Borussia das Fußballspielen weitestgehen einstellte. Ein Treffer für die Hoffenheimer hatte sich nicht unbedingt angedeutet, doch die Passivität der Borussia lud zum Angreifen ein. In der 89. Minute passte Salihovic nach einem Ballgewinn im Mittelfeld auf die Außenposition zu Carlos Eduardo, der eine mustergültige Flanke an den Fünfmeterraum zog. Vedad Ibisevic war zur Stelle und drückte das Leder zum 1:1-Endstand über die Torlinie (89.).

Rangnick zurfrieden

„Man hat gesehen, dass die Mannschaft bereit war zu fighten. Es war klar, dass wir heute nicht glänzen werden, sondern über eine kompakte Defensive versuchen müssen zu punkten. Es war wichtig, dass wir noch einen Punkt mitgenommen haben. Wir müssen jetzt weiter versuchen, über den Kampf zu unserer alten Form zu finden", freut sich Chef-Trainer Ralf Rangnick über den Punktgewinn.

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