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28.08.2010

Hoffenheim bleibt Tabellenführer – 1:0-Erfolg beim FC St. Pauli

1899 Hoffenheim hat auch das zweite Spiel der neuen Saison gewonnen. Beim Aufsteiger FC St. Pauli glückte der Mannschaft von Chef-Trainer Ralf Rangnick ein 1:0-Erfolg.

"Wir kennen das Millerntor noch aus der 2. Liga. Schon damals herrschte eine unglaublich euphorische Stimmung. St. Pauli wird sehr selbstbewusst auftreten, aber auch wir werden mit breiter Brust in das Spiel gehen", sagte Hoffenheims Torjäger Vedad Ibisevic vor der Partie. Rechtzeitig zum ersten Heimspiel der Saison öffnete die neue Haupttribüne ihre Pforten und bot zusätzlich 4900 Zuschauern die Möglichkeit das Gastspiel der Kraichgauer beim Kiez-Klub zu verfolgen. Es war das erste Bundesliga-Heimspiel der Hamburger seit der Saison 2002/03 und gleichzeitig auch die Premiere im Oberhaus gegen 1899. In Liga zwei trafen sich beide Teams schon einmal. Im Aufstiegsjahr der Hoffenheimer gab es ein Remis und einen Erfolg für die Kiez-Kicker. Es war also noch eine Rechnung offen für Chef-Trainer Ralf Rangnick. Mit ordentlich Selbstvertrauen reisten die Blau-Weißen in die Hansestadt, führte man beim 4:1-Erfolg gegen Bremen die Werderaner im ersten Durchgang stellenweise vor. Mit aggressivem Spiel gegen den Ball und schnellem Umschalten von Defensive auf Offensive wollte man auch beim Aufsteiger drei Punkte einfahren. Ohne Chinedu Obasi, Matthias Jaissle, Manuel Gulde und Jukka Raitala war Hoffenheim nach Hamburg gereist. Neuzugang Sebastian Rudy nahm auf der Bank Platz, denn Rangnick ließ seine siegreiche Elf vom vergangenen Wochenende auflaufen. St. Pauli-Trainer Holger Stanislawski musste erneut auf Neuzugang Gerald Asamoah verzichten, der vor der Saison vom FC Schalke 04 kam.

1899 mit viel Stückwerk in Hälfte eins

Das Spiel brauchte auch nicht lange, um in Fahrt zu kommen. Ein Freistoß von Naki führte zur ersten dicken Gelegenheit der Partie. Doch Florian Bruns scheiterte mit einem Kopfball an der Querlatte (5.). Auch die zweite Chance gehörte St. Pauli. Ebbers führte einen Freistoß im Mittelfeld schnell aus und schickte Naki auf die Reise. Starke war jedoch aus dem Tor geeilt und verhinderte Schlimmeres (19.). Es dauerte eine ganze Weile, bis Hoffenheim gefährlich vor das Tor von Matthias Hain kam. Ein Schuss von Demba Ba konnte Hain in der 28. Minute nur unkontrolliert nach vorne abwehren, doch Tobias Weis schaffte es nicht, den Ball nach innen zu legen und die Chance war dahin. Drei Minuten zuvor war Weis schon einmal gefährlich in Erscheinung getreten, als er Salihovic am langen Pfosten mit einer schönen Hereingabe bediente, dem Bosnier aber die berühmten Zentimeter fehlten (25.). Viele Fehlpässe und verbissene Zweikämpfe sahen die knapp 25.000 Zuschauer bis zur Pause - die spielerischen Momente blieben etwas auf der Strecke.

Vorsahs Torpremiere

Beide Teams agierten mit offenem Visier zu Beginn des zweiten Durchgangs. Hoffenheim hatte sich einiges vorgenommen und suchte von Beginn an den Weg nach vorne. Doch man wurde gleich kalt erwischt. Ebbers mit der Flanke auf Hennings, der rutschte am Fünfmeterraum weg, rappelte sich jedoch blitzschnell auf und schob den Ball an Starke vorbei - zum Glück für 1899 rollte das Leder knapp am Tor vorbei (48.). Vier Minuten später lag dem 1899-Anhang der Torschrei schon auf den Lippen. Ein langer Ball auf Demba Ba wurde zur Vorlage für Ibisevic. St. Paulis Schlussmann Matthias Hain spielte in dieser Situation schön mit, köpfte jedoch den Ball direkt vor die Füße des Bosniers, dessen Lupfer das Gehäuse nur um Zentimeter verpasste (52.). Viel Stückwerk in der Offensive der Kraichgauer, auch die Hereinnahmen von Prince Tagoe und Boris Vukcveic brachte nicht die erhoffte Durchschlagskraft. Eine Standardsituation musste also herhalten, um das entscheidende Tor zu erzielen. Sejad Salihovic servierte den Ball auf den ausgestreckten Fuß von Isaac Vorsah, der das Leder aus kurzer Distanz über die Linie drückte - der erste Bundesliga-Treffer für den Ghanaer (86.). St. Pauli blieb nur wenig Zeit, um die drohende Niederlage abzuwenden. Und so ließ die Antwort auch nicht lange auf sich warten. Im Gegenzug verzog der eingewechselte Max Kruse völlig alleingelassen am langen Pfosten (88.). Es war die letzte Gelegenheit für die Gastgeber.

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