Alle Ergebnisse
PROFIS
19.08.2010

Bundesliga startet in 48. Auflage: 1899 empfängt Bremen zum Auftakt

Die lange Zeit des Wartens hat am Samstag, 15.30 Uhr ein Ende. Dann startet 1899 Hoffenheim in der Rhein-Neckar-Arena gegen Werder Bremen in die dritte Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte.

Die Anspannung steigt von Tag zu Tag bei den Spielern und Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten. Eine spannende Spielzeit steht den Rangnick-Schützlingen bevor, die die Fans wieder mit dem Fußball der Marke Hoffenheim verwöhnen und weniger durch Randgeschichten abseits des Rasens für Aufsehen sorgen wollen. Mit einem neuen Kapitän, der nach der „großen Enttäuschung" über die Nichtnominierung für die WM in Südafrika neue Kraft für die anstehenden Aufgaben geschöpft hat. „Ich freue mich über das Vertrauen und die Verantwortung, die mir durch dieses Amt verliehen wurde. Dieser Verantwortung bin ich mir bewusst und möchte diese neue Rolle so gut es geht mit Leben füllen", sagt Andreas Beck, der der Auftaktpartie gegen Bremen mit einem positiven Gefühl entgegenblickt. „Die erste Hälfte in Rostock war schon sehr gut von uns. Wir freuen uns jetzt auf die Partie am Samstag. Bremen lebt in erster Linie von ihrer starken Offensive, doch die haben wir auch und wollen versuchen, die Defensive der Bremer durcheinander zu wirbeln."

Spiel zwei nach Mesut Özil

Chef-Trainer Ralf Rangnick nahm die Bremer beim gestrigen Spiel in der Champions League-Qualifikation gegen Sampdoria Genua (3:1) unter die Lupe, allzu viele neue Erkenntnisse gab es allerdings nicht mitzunehmen. „Der Trainer ist ja immer noch der gleiche. Wir haben jetzt auch schon so oft gegeneinander gespielt. Die Art und Weiße wie Bremen Fußball spielt, hat sich nicht so sehr geändert. Es ging gestern einfach darum, mir einen Eindruck der aktuellen Leistungsfähigkeit zu verschaffen und zu sehen, wie sie das Spiel ohne Mesut Özil aufteilen", so Rangnick.

Ohne Gulde, Jaissle und Obasi gegen Bremen

Chef-Trainer Ralf Rangnick kann auf die gleiche Formation zurückgreifen, die im DFB-Pokal von Beginn an auflief. Lediglich Manuel Gulde (Probleme an der Patella-Sehne), Chinedu Obasi (Reha nach Stressfraktur im Schienbein) und Matthias Jaissle (Reha nach OP am Fersenbein) fehlen Rangnick zum Bundesliga-Auftakt. Doch die Personalie Carlos Eduardo, der in Rostock aufgrund der Reisestrapazen vom Länderspiel der Selecao noch von der Bank kam, könnte die Anfangself ein wenig verändern. Ob der Brasilianer jedoch von Beginn an auflaufen wird, ließ Rangnick noch offen. „Es ist eine sehr angenehme Situation, dass sich die Mannschaft nicht von alleine aufstellt, sondern dass wir Alternativen haben", sagte Rangnick und verwies auf weitere Spieler, die allesamt in die Startformation drängten. „Wir haben einige Spiele, die in einer richtig guten Form sind. Daher spielen neben der Leistung auf dem Platz auch die Eindrücke im Training eine Rolle. Da gibt es für niemanden Grund sich auszuruhen."

Rangnick dementiert Vollzug mit Sebastian Rudy

Hoffenheim steht kurz vor dem Abschluss des Transfers mit Sebastian Rudy von Ligakonkurrent VfB Stuttgart hieß es bereits in den Gazetten. Rangnick bestätigte wie zuvor bereits Manager Ernst Tanner das Interesse, erteilte jedoch den Spekulationen über eine Einigung eine Absage. „Da müsste schon etwas an mir vorbeigelaufen sein", sagte der 52-jährige Fußball-Lehrer. „Dass Sebastian Rudy ein Spieler ist, den wir viele andere auch in den letzten Wochen, Monaten und Jahren schon im Auge haben und seine Entwicklung verfolgen, ist richtig. Er hat in Stuttgart offensichtlich auch kaum die Chance zu spielen. Dass wir aber eine Summe in der Höhe bezahlen, wie sie in den Medien genannt wurde, das können sie getrost aus den Notizblöcken streichen."

Daten und Fakten zur Partie Hoffenheim gegen Bremen

Hoffenheim hat in der Bundesliga-Geschichte noch kein Auftakt-Spiel verloren. In der Premieren-Saison glückte ein 3:0-Erfolg in Cottbus, Bayern München trotzte man im letzten Jahr ein 1:1-Unentschieden ab. Die Bremer hingegen gewannen keines der letzten drei Partien zum Auftakt. In der abgelaufenen Spielzeit unterlag man im Weser-Stadion Eintracht Frankfurt mit 2:3. Doch der direkte Vergleich spricht klar für die Werderaner. In bisher fünf Aufeinandertreffen in der Bundesliga und DFB-Pokal konnte 1899 lediglich ein Remis bei vier Niederlagen einfahren. Die Vorzeichen für den ersten Sieg gegen Werder stehen jedoch gut, glaubt man Kapitän Andreas Beck. "Es ist kein Nachteil gegen die Top-Teams zu Beginn einer Saison zu spielen. Bei uns waren nicht ganz so viele bei der WM dabei, wir konnten uns optimal vorbereiten. Das könnte ein Vorteil sein. Wir sind in jedem Fall heiß auf die neue Bundesliga-Saison."

Spielvorschau »

Vorschaumappe »

Die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Werder Bremen gibt es auf achtzehn99.tv.

Jetzt Downloaden!
Seite Drucken nach oben