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04.04.2010

1899 unterliegt in Wolfsburg

1899 Hoffenheim hat das Gastspiel beim VfL Wolfsburg am Ende deutlich mit 0:4 verloren. Doch im ersten Durchgang dominierte die Mannschaft von Ralf Rangnick das Geschehen, hatte die besseren Chancen, der VfL nutzte die einzige Möglichkeit zur Führung durch Dzeko. Nach dem zweiten Treffer durch Barzagli brach Hoffenheim ein und kassierte noch zwei weitere Gegentreffer durch Misimovic und Dzeko.

Chef-Trainer Ralf Rangnick musste seine Startformation einmal mehr umbauen. Im Vergleich zum 1:1 gegen den Sport-Club Freiburg musste der 51-Jährige sein Team auf drei Positionen verändern. Josip Simunic musste aufgrund seiner 10. Gelben Karte pausieren, Torhüter Timo Hildebrand plagten unter der Woche Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und fiel ebenfalls für die Partie beim Deutschen Meister aus. Tobias Weis hatte sich nicht rechtzeitig von einem grippalen Infekt erholt und stand ebenfalls nicht zur Verfügung. Kapitän Per Nilsson, Ersatzkeeper Daniel Haas und Boris Vukcevic rückten ins Team.

Überzeugende erste Hälfte von 1899

Trotz der zahlreichen Ausfälle dominierte 1899 Hoffenheim das Geschehen im ersten Durchgang. Äußerst druckvoll und ballsicher präsentierte sich die Rangnick-Elf in der Volkswagen-Arena. Die Wölfe fanden nur schleppend in die Partie und überließen den Gästen aus dem Kraichgau die Spielkontrolle. In der 12. Minute tauchte 1899 auch zum ersten Mal im Strafraum von Benaglio auf, als Carlos Eduardo den Schweizer Nationaltorhüter zur ersten Parade der Partie zwang. Nur vier Minuten später verpasste Kapitän Per Nilsson die Führung. Maicosuel spielte eine Ecke kurz zu Carlos Eduardo, der präzise auf den Kopf von Nilsson flankte, der Kopfball des Schweden verpasste das Tor jedoch knapp. Wiederum nur acht Minuten später passte Ibisevic den Ball mit der Hacke auf den völlig freistehenden Maicosuel, der aus kurzer Distanz an Benaglio scheiterte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte Hoffenheim in Führung gehen müssen. Wolfsburg zeigte sich hingegen effizienter im Ausnutzen der Torchancen. Christian Gentner auf den Kopf von Edin Dzeko - die Führung für die Wölfe (25.). Das 400. Heimtor für den VfL in der Bundesliga. Lange brauchten die Blau-Weißen jedoch nicht, um sich von dem Schock zu erholen. Die Schlussphase der ersten Hälfte gehörte wieder Hoffenheim. Zunächst verpasste es Boris Vukcevic mit einem Schuss aus zehn Metern den Ausgleich herbeizuführen (38.), ehe Carlos Eduardo nach schöner Vorlage von Ibisevic an Benaglio scheiterte (42.). „In einer Phase, in der wir das Spiel bestimmt haben, kassieren wir das Gegentor. Ich hoffe, dass wir an die Leistung der ersten Hälfte anknüpfen können", sagte Manager Jan Schindelmeiser zur Pause.

Barzagli-Treffer bringt die Vorentscheidung

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Rangnick Chinedu Obasi für Andreas Ibertsberger. Doch die offensivere Ausrichtung eröffnete den Wölfen mehr Räume, die sie zunächst jedoch nicht zu nutzen wussten, eine Standardsituation führte zum 2:0 für den VfL. Eine Freistoß-Flanke von Misimovic fand Barzagli in der Mitte, der Italiener ließ Daniel Haas mit einem wuchtigen Kopfball keine Abwehrchance (51.). Fortan ging im Spiel der Hoffenheime nur noch wenig zusammen, der Offensivschwung aus den ersten 45 Minuten war mit dem zweiten Gegentreffer dahin. Nach rund 20 Minuten Leerlauf im Spiel, erhöhten die Wölfe nochmals das Tempo und kamen zu zwei weiteren Toren innerhalb von nur 120 Sekunden. Zunächst überwand Misimovic den chancenlosen Daniel Haas mit einem schönen Schlenzer (74.), ehe Grafite seinen Sturmpartner Dzeko schön bediente und der Bosnier seinen Doppelpack perfekt machte (75.). „Wir hatten in den ersten 20 Minuten klare Möglichkeiten, wo wir unbedrängt zum Abschluss gekommen sind. Da müssen wir einfach in Führung gehen. Es gab in der Halbzeit auch nichts auszusetzen. Wir hatten uns viel vorgenommen für die zweite Hälfte, wollten den Rückstand drehen. Nach dem zweiten Gegentor war das Spiel dann fast schon gelaufen", zieht Rangnick Bilanz.

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