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17.05.2017

Premiere: Löw nominiert Demirbay & Wagner

Gleich vier Spieler der TSG stehen im Kader, den Bundestrainer Joachim Löw am Mittwoch für das Testspiel der deutschen A-Nationalmannschaft gegen Dänemark, das WM-Qualifikationsspiel gegen San Marino und den Confed-Cup in Russland (17. Juni bis 2. Juli) nominiert hat. Dabei feiern Kerem Demirbay und Sandro Wagner ihr Debüt im Kreis der deutschen Elite-Kicker. Es ist der verdiente Lohn für ihre starken Leistungen in der am Samstag zu Ende gehenden Saison. Das gilt auch für Niklas Süle und Sebastian Rudy, die ebenfalls berufen wurden.

"Ich freue mich sehr über die Nominierung von Bundestrainer Joachim Löw für den Confed-Cup in Russland. Für mich ist klar, dass ich der Einladung folge und für mich ein Traum in Erfüllung geht. Ich habe mich entschieden, für Deutschland zu spielen, da ich hier geboren wurde und aufgewachsen bin und mich auch mit der Deutschen Nationalmannschaft identifiziere. Als der Anruf kam, konnte ich es zuerst gar nicht richtig glauben", beschrieb er den Moment, in dem sich Joachim Löw am anderen Ende der Leitung meldete. Für den 23 Jahre alten Edeltechniker ist diese "Überraschung" aber auch die Bestätigung einer Reihe von Entscheidungen, die er zuletzt getroffen hatte. "Der Wechsel zur TSG war genau der richtige Schritt“, betont Demirbay noch einmal. "Ich habe mich im vergangenen Jahr enorm weiterentwickelt und konnte meine Stärken unter Julian Nagelsmann ins Team einbringen. Dass ich nun für die deutsche Nationalmannschaft nominiert werde, ist außergewöhnlich."

Der Aufstieg des "feinen Fußballers" (Julian Nagelsmann) ist fast schon atemberaubend zu nennen. Vom Hamburger SV in den vergangenen beiden Spielzeiten gleich zweimal in die zweite Liga nach Kaiserslautern und Düsseldorf ausgeliehen, hatten die Hanseaten vor dieser Saison für den technisch versierten und laufstarken Mittelfeldspieler keinen Platz im Kader. Schön für die TSG, die Demirbay im Juli 2016 unter Vertrag nahm. Schnell entpuppte sich der Transfer als Volltreffer - der 23-Jährige erzielte in 28 Pflichtspielen sechs Tore selbst und bereitete acht weitere vor.

Der offensive Mittelfeldspieler legte all jene Tugenden an den Tag, die Alexander Rosen, Direktor Profifußball bei der TSG, schon bei seiner Verpflichtung hervorhob: "Kerem ist ein laufstarker und ideenreicher Offensivspieler mit großer Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor." Zehn Monate später ergänzt er nun: "Kerem hat sich in seinem ersten kompletten Jahr in der Bundesliga weiterentwickelt und die Erwartungen, die wir an ihn hatten, übertroffen. Wir glauben, dass noch größeres Potenzial in ihm steckt. Dass er nun erstmalig für die deutsche Nationalmannschaft berufen wurde, ist eine Auszeichnung seiner und unserer Arbeit."

Wagner trifft und trifft...

Auch Sandro Wagner stieß im vergangenen Sommer zur TSG. Der 29 Jahre alte Stürmer, der zuvor für den SV Darmstadt 98 gleich 14 Saisontore erzielte hatte. machte bei der TSG dort weiter, wo er bei den "Lilien" aufgehört hatte. Er erzielte Tor um Tor - vor allem in der Hinrunde. "Sandro hat gerade zu Beginn sehr viele, bedeutende Tore gemacht und ist von einem unglaublichen Siegeswillen geprägt. Auf dem Platz polarisiert er. Das ist gut, weil er Freiräume für seine Mitspieler schafft. Er hat vor allem zu Beginn der Saison viel aufgesaugt und sich im Kombinationsspiel verbessert", sagt Julian Nagelsmann über einen seiner Leader auf dem Platz.

Auch Alexander Rosen spricht in den höchsten Tönen von Wagner: "Sandro ist ein Typ, ein Charakterkopf, der auf dem Platz durch seine Spielweise polarisiert. In seinem ersten Jahr bei der TSG hat er nahtlos an die starken Leistungen aus Darmstadt angeschlossen. Wir sind alle froh, dass uns dieser Transfer im vergangenen Sommer gelungen ist. Seine Nominierung für die Nationalmannschaft ist die Konsequenz aus seinen konstant guten Leistungen über die vergangenen zwei Spielzeiten hinweg." Zwölf Tore und zwei Vorlagen stehen für den Angreifer nach 32 Spielen im TSG-Dress auf der Habenseite - eine Quote, die sich sehen lassen kann. "Für die DFB-Elf zu spielen, ist immer einer meiner Träume gewesen. Ich werde mich auch im Nationalteam voll mit meinen Qualitäten einbringen und freue mich auf die Zeit mit der Mannschaft", erklärte Wagner nach seiner erstmaligen Nominierung.

Toljan & Amiri zur U21-EM

Darüber hinaus hat Bundestrainer Löw auch Sebastian Rudy und Niklas Süle nominiert. Beide bestreiten am Samstag gegen den FC Augsburg ihr letztes Spiel für die TSG, ehe sie zum FC Bayern München wechseln. Vier Hoffenheimer für Deutschland - die Konsequenz aus einer starken Bundesliga-Saison, die "Hoffe" mit einem Sieg gegen Augsburg und etwas Schützenhilfe von Werder Bremen gegen Borussia Dortmund noch auf Platz drei abschließen kann. Aber auch Rang vier wäre die beste Bundesliga-Platzierung in der Klub-Geschichte. Eine Saison, die noch nicht Geschichte ist, aber schon Klub-Geschichte schreibt.

Bei der Pressekonferenz in Frankfurt am Main gab zudem auch Stefan Kuntz den Kader für die U21-Europameisterschaft bekannt. Das kontinentale Kräftemesen findet vom 16. bis zum 30. Juni in Polen statt. Zwei Hoffenheimer werden mit von der Partie sein - Jeremy Toljan und Nadiem Amiri. Der älteste deutsche Nachwuchs trifft in der Gruppe C auf Tschechien, Dänemark und Italien. Der Kader des Teams umfasst aktuell 25 Spieler; er wird vor dem Turnier noch auf 23 Akteure reduziert.

Im vorläufigen Aufgebot steht auch Marvin Schwäbe. Der 22 Jahre alte Keeper ist aktuell von der TSG an den Zweitligisten Dynamo Dresden ausgeliehen.

Eine Übersicht zu allen nominierten TSG-Profis folgt am Freitag auf achtzehn99.de.

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