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AKADEMIE
22.11.2014

U19 bringtgegen SchlusslichtZittersieg ins Ziel

Gerade nochmal gut gegangen: Mit einem verdienten, aber am Ende sehr glücklichen 3:2 (0:1)-Erfolg gegen den Tabellenletzten SV Waldhof Mannheim hat die U19 ihre Mini-Durststrecke von zwei sieglosen Partien in der Bundesliga Süd/Südwest beendet und ihren Vorsprung an der Spitze sogar auf vier Zähler ausgebaut.

„Wir haben gut angefangen, aber dann kam der Klassiker“, so bezeichnete U19-Trainer Julian Nagelsmann den frühen 0:1-Rückstand. Der Ex-Hoffenheimer Maximilian Schilling wollte in der Mitte Abdullah Köse bedienen, doch Simon Lorenz – der für den gelbgesperrten Patrick Kapp auf der Innenverteidigerposition spielte – fälschte unglücklich ab (6.). „Danach war völlig unnötig Nervosität in unserem Spiel“, so Nagelsmann, der zwar bis zur Pause viele Chancen seiner Elf, aber keine weiteren Tore mehr sah. Nicolas Sessa scheiterte an SVW-Schlussmann Patrik Zwingenberger (8.), Joshua Mees verzog nach Sessas Zuspiel knapp links (15.) und kurz darauf freistehend etwas deutlicher (21.). In der 33. Minute hatte Mees Pech, dass ihn Waldhofs Clement Glässer bei seinem Schuss aus kurzer Distanz entscheidend störte.

Im zweiten Abschnitt sorgte Nagelsmann mit einigen Wechseln für mehr Aggressivität in der Offensive. Philipp Ochs, der bereits im ersten Durchgang eingewechselt worden war, bediente nach einer Stunde den ebenfalls eingewechselten Maximilian Waack, der die Kugel an den Innenpfosten beförderte, von wo sie ins Tor rollte (61.). Es war die stärkste Phase der Platzherren, die in dieser Szene aber auch Glück hatten, dass Glässer, der kurz vor dem 1:1 bereits signalisiert hatte, ausgewechselt werden zu müssen, nicht mehr vernünftig klären konnte. Dann der vermeintliche K.o.-Schlag: Johannes Kölmel spielte Mees frei, und der vollstreckte im Stile eines Torjägers zum 2:1 (65.).

Dramatische Schlussphase

Wer aber dachte, der Tabellenletzte würde nun einbrechen, sah sich getäuscht. Yonathan Domingos prüfte TSG-Keeper Dominik Draband, der zur Ecke klärte und dann Glück hatte, dass Ronaldo Rudovic den hereinfliegenden Eckball an die Latte köpfte (71.). Als Erdal Öztürk mit einem starken Pass den ebenfalls eingewechselten Matthias Stüber auf der linken Seite freispielte und der Zwingenberger zum 3:1 überwand, schien die Begegnung endgültig entschieden (79.).

Das war sie aber noch lange nicht. „In der Schlussphase stellen wir uns unfassbar dämlich an“, bemängelte Nagelsmann. In der 86. Minute verkürzte Marius Schilling, ebenfalls ein ehemaliger Hoffenheimer, auf 3:2, nachdem erst im Spielaufbau geschlampt und anschließend nicht konsequent geklärt worden war. Nun begann erneut das Nervenflattern. „Der Waldhof hat die wenigen Situationen, die sich ihm geboten haben, sehr gut genutzt“, erkannte Nagelsmann an.

Nachdem Öztürk einen von ihm eingeleiteten Konter mit einem Schuss ans Außennetz abgeschlossen hatte (90.), durchlebte die Trainerbank ein Wechselbad der Gefühle. Waldhofs Sascha Zlatovic kam in einer turbulenten Situation, in der die TSG-Defensive nicht gut aussah, im Strafraum zu Fall, der Schiedsrichter deutete auf den Punkt, die Proteste blieben aus. Nach langer Behandlungszeit trat schließlich Domingos zum Elfmeter an … den Draband stark aus der linken unteren Ecke fischte (90.+4).

„Am Ende haben wir Glück gehabt“, gab Nagelsmann zu, während sich die Mannheimer nach der knapp verpassten Sensation die Haare rauften. „Von der Spielanlage her waren wir heute gar nicht so schlecht“, zeigte sich der Coach trotz des Zittersiegs einigermaßen zufrieden. „Allerdings haben wir wieder einmal zu viele Chancen zugelassen. Ein langer Ball reicht da schon, das ist zu einfach.“

TSG 1899 Hoffenheim – SV Waldhof Mannheim 3:2 (0:1)

 

Hoffenheim: Draband – Eiben, Rossipal (33. Ochs), Lorenz, Gimber, Rapp, Sessa (57. Kölmel), Luis Carlos (75. Stüber), Beck (54. Waack), Öztürk, Mees.

Waldhof: Zwingenberger – Fleck, Max. Schilling, Zlatovic, Glässer (61. Tzimanis), Köse, Becker (52. Domingos), Mar. Schilling, Eßwein (67. Estifanos), Çavdaroğlu (80. Reinhard), Rudovic.

Tore: 0:1 Lorenz (6., Eigentor), 1:1 Waack (61.), 2:1 Mees (66.), 3:1 Stüber (79.), 3:2 Mar. Schilling (86.). Schiedsrichter: Jochen Gschwendtner. Zuschauer: 300. Karten: Gelb für Eiben, Gimber, Luis Carlos, Öztürk / Zlatovic, Köse, Eßwein. Besondere Vorkommnisse: Draband hält Foulelfmeter von Domingos (90.+4).

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