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01.08.2018

Nagelsmann: "Wir sind weiter als im Vorjahr"

Seit Montag bereitet sich die TSG Hoffenheim in Windischgarsten in der oberösterreichischen Ferienregion Pyhrn-Priel bei idealen Bedingungen auf die Saison 2018/19 vor. Im Interview mit achtzehn99.de schildert Trainer Julian Nagelsmann seine Eindrücke aus der bisherigen Vorbereitung.

Der heutige Mittwoch ist der dritte Trainingstag in Windischgarsten. Wie beurteilst Du den Zustand der Mannschaft?

"Ich bin zufrieden. Alle Spieler machen bislang einen sehr guten Eindruck. Wir sind aktuell deutlich weiter als zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahrs. Die Jungs wirken alle total fokussiert, sind gierig und hungrig. Sie nehmen alles an wie vor einem Bundesligaspiel."

Die Spieler sind zu unterschiedlichen Zeitpunkten in die Vorbereitung eingestiegen. Wie bekommt man sie auf ein einheitliches körperliches Niveau bis zum Pflichtspielstart mit dem Pokalspiel in Kaiserslautern am 18. August?

"Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe für uns als Trainerteam. Wir müssen oft in Gruppen trainieren lassen. Man muss auch berücksichtigen, wer wie lange in den Testspielen zum Einsatz gekommen ist. Aber es ist kein großes Problem. In der Hinrunde der neuen Saison, wo wir viele Spiele mit englischen Wochen haben, ist das nicht so dramatisch."

"Andrej wird sehr motiviert zu uns kommen"

Ein Spieler fehlt sogar noch. Andrej Kramaric, der am 15. Juli mit Kroatien im WM-Finale stand, kommt erst nächste Woche dazu. Wie willst Du ihn in das Gruppentraining integrieren?

"Um Andrej mache ich mir keine großen Sorgen. Er hat die WM gespielt und war danach drei Wochen im Urlaub, den er sich verdient hat. Er wird sehr motiviert zu uns kommen. Man muss aber überlegen, ob ein Einsatz im DFB-Pokal schon sinnvoll ist."

Euer Training ist in Oberösterreich so anspruchsvoll wie immer. Neue Spieler erklärten schon häufiger, dass es für sie nicht einfach war, alles direkt zu verstehen, was verlangt wird. Wie klappt das diesmal?

"Viel besser, weil die Zahl der Spieler, die alles kennen, immer größer wird. Als ich mit meinem Trainerteam vor zwei Jahren erstmals eine Saisonvorbereitung gemacht habe, war alles neu. Neue Spieler, neues Programm. Im vorigen Jahr war es nur noch halb neu, weil einige Jungs dazu gekommen waren, das Training aber gleichblieb. Jetzt können auch Spieler wie Kevin Vogt oder Benjamin Hübner, die sich vor zwei Jahren umstellen mussten, unseren neuen Jungs schon einiges erklären, wie es laufen soll."

Auffällig ist auch, mit welch enormer Intensität die komplexen taktischen Übungen gemacht werden. Ist es das Ziel, dass die in zwei Teams aufgeteilten Spieler dieses absolute Wettkampfniveau zeigen?

"Gestern war ein ehemaliger Analyst eines Bundesligisten da und hat uns beobachtet. Wir haben am Vormittag eigentlich das schlechteste Training in dieser Vorbereitung gemacht, aber er sagte, da war so viel Zug drin, wie er es noch nie bei einem Bundesliga-Training gesehen hat. Da sieht man schon, welchen Anspruch ich habe."

Die Spieler stehen also schon gut vorbereitet und voll motiviert in den Startlöchern?

"Wenn die Saison morgen starten würde, wäre das für uns okay. Aber bis zum Pokalspiel in Lautern und dem Bundesliga-Start gegen die Bayern wollen wir noch weiter zulegen."

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