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AKADEMIE
04.04.2018

Turniersieg und viele Eindrücke: die U12 in Japan

Eine knappe Woche verbrachten unsere U12-Junioren über die Osterfeiertage in der japanischen Stadt Kōbe. Neben vielen kulturellen Höhepunkten und interessanten Begegnungen spielten die Akademie-Talente des Jahrgangs 2006 auch in Freundschaftsspielen und bei einem Turnier gegen japanische Teams und eine Mannschaft aus Australien. Dabei überzeugten sie über weite Strecken und fuhren zum Teil deutliche Siege ein.

Am Dienstag vor Ostern ging es für die U12-Jungs und das Trainerteam um Chefcoach Arne Stratmann mit dem Flugzeug über Amsterdam nach Osaka. Von dort ging es mit dem Bus in die 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt Kōbe. Da dem TSG-Tross aufgrund der Zeitverschiebung sieben Stunden und die halbe Nacht fehlten, nutzten die Jungs die Busfahrt für ein Nickerchen.

Auch nach der Ankunft im Hotel in Kōbe war zunächst eine Ruhepause angesagt. Untergebracht war die Reisegruppe auf einem schön angelegten Gelände, auf dem sich ein großer Park, ein japanischer Garten und mehrere Restaurants befanden. Auch der Rasenplatz, auf dem später das Turnier stattfinden sollte, lag direkt nebenan.

Als erste Aktivität auf japanischem Boden unternahmen die TSG-Jungs das, was sie am liebsten taten. Sie schnappten sich ein paar Bälle und spielten in dem Park ein kleines Drei-gegen-Drei-Spaßturnier, das am Abend noch fortgesetzt wurde.

Drei Mal zweistellig

Am Gründonnerstag wurde es dann etwas ernster, denn es waren Testspiele gegen den Nachwuchs von Podolski-Klub Vissel Kōbe und den japanischen Verein Ashiya SC ausgemacht. In der ersten Partie gegen Kōbe ließen sich die Stratmann-Schützlinge zunächst von der japanischen Spielweise überraschen, sodass sie schnell mit 0:1 zurücklagen. In einem offenen Spiel schaffte die TSG zwar den Ausgleich, kassierte jedoch nach einem Eckball auch noch das 1:2, was gleichzeitig das Endergebnis war.

Besser lief es dann gegen Ashiya. Klar und deutlich setzten sich die Kraichgauer gegen die Japaner durch. Am Ende hieß es 11:1. Den Nachmittag nach den beiden Spielen verbrachten die Jungs und ihre Trainer in Kōbe, wo sie sich zuerst einen Tempel und dann den Hafen ansahen.

Essen wie einst Ronaldo, Ronaldinho und Co.

Das Turnier begann dann am Karfreitag. Erster Gruppengegner war der japanische U12-Meister von 2016, Cem Ano Kōbe, den die Stratmann-Jungs nach mäßiger Leistung mit 4:0 besiegten. Weitere Spiele standen an diesem ersten Turniertag für die TSG nicht an.

Zum Abendessen ging es dann erneut an den Hafen von Kōbe, wo es sich das Team in einem brasilianischen Restaurant schmecken ließ, in dem auch schon Fußballgrößen wie Roberto Carlos, Ronaldo, Rivaldo oder Ronaldinho zu Gast waren.

Austausch mit japanischen Trainern

Fußballerisch endgültig im Land des Lächelns angekommen war die Stratmann-Truppe dann am Ostersamstag, dem zweiten Turniertag. Die beiden übrigen Gruppenspiele gegen die japanischen Teams Nishinomiya SC und Yasumuro SC gewannen die TSG-Jungs jeweils zweistellig – einmal mit 11:1 und einmal mit 12:0. Somit war klar, dass es als Gruppensieger in den letzten Turniertag am Ostersonntag gehen würde.

Den Samstagnachmittag verbrachten die TSG-Talente in einer typisch japanischen Spielhalle. Abends ging es für die Hoffenheimer Coaches dann auf die Trainerparty des Turniers, zu der alle Verantwortlichen und Trainer der Turnierteilnehmer eingeladen waren. Diese tauschten untereinander Geschenke aus und führten spannende Diskussionen über verschiedene Konzepte des Kinderfußballs.

Klare Siege – auch im Finale

Am darauffolgenden Tag ging es im Halbfinale gegen den Hyōgo FC, der klar mit 6:1 besiegt wurde. In dem anderen Semifinale schlug eine Hyōgo-Auswahl Vissel Kōbe mit 1:0, sodass den TSG-Jungs eine Revanche gegen den Podolski-Klub verwehrt blieb. Gegen die Auswahl der Präfektur Hyōgo gab es dann für die Gäste aus Deutschland ebenfalls einen ganz klaren Erfolg: 6:2.

Nach der Siegerehrung hatten Team und Trainer aber immer noch nicht genug und so spielten sie noch ein Freundschaftsspiel gegen den Nachwuchs des australischen Zweitligisten Brisbane Olympic FC, mit dessen Spielern sich die TSG-Talente zuvor schon angefreundet hatten. Gegen die körperlich starken Jungs aus „Down Under“ gab es dann zum Abschluss noch einen 8:0-Sieg.

Am Ostermontag stand schließlich der Heimflug über Paris nach Stuttgart an. Für Stratmann und sein Trainerteam sowie natürlich auch für die Jungs hat sich der Trip nach Fernost auf jeden Fall gelohnt: „Insgesamt war es eine tolle Erfahrung für die gesamte Mannschaft, bei der wir viele schöne Erlebnisse sammeln und einiges in puncto Selbstständigkeit und interkultureller Kompetenz lernen konnten“, so Stratmann, der auch von den sportlichen Leistungen seiner Jungs angetan war. „Besonders beeindruckend war es, wie sich die Mannschaft an die Spielweise der Japaner angepasst hat und dadurch ihre Leistung im Turnierverlauf kontinuierlich steigern konnte.“

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