PROFIS
20.08.2016

Silber! Brasilien im Finale vom Punkt glücklicher

Brasilien hat sich im Elfmeterschießen (5:4) gegen Deutschland Olympia-Gold gesichert. Nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Superstar Neymar brachte den Gastgeber vor der Pause per Freistoß in Führung, Max Meyer glich nach dem Seitenwechsel nach Vorarbeit von Jeremy Toljan aus.

Die deutsche Olympia-Mannschaft muss sich bei den Spielen in Rio mit Silber zufrieden geben. Brasilien war im Maracana Stadion von Rio de Janeiro im Elfmeterschießen das glücklichere Team. Auf der Seite des deutschen Teams wurde Nils Petersen zum Pechvogel. Als einziger konnte er seinen Elfmeter als fünfter Schütze nicht verwerten. Zuvor hatte unter anderem Niklas Süle für Deutschland souverän getroffen. Neymar war es vorbehalten, mit dem letzten Elfmeter, Gold für den Rekord-Weltmeister zu holen. Zuvor spielte sich ein wahrer Fußball-Krimi ab...

Horst Hrubesch schickte im Finale die elf Spieler auf den Rasen, die auch im Halbfinale gegen Nigeria zu Spielbeginn auf dem Platz gestanden hatten. Also auch die beiden Hoffenheimer Niklas Süle und Jeremy Toljan in der Defensive.

Die erste große Chance der Partie hatte dann auch die deutsche Mannschaft nach zehn Minuten. Leverkusen-Stürmer Julian Brandt schlenzte den Ball aus 18 Metern von halblinks auf die lange Ecke - das Spielgerät klatschte an die Latte. Es fehlten nur Zentimeter zur Führung.

Superstar Neymar trifft

Kurz darauf (14.) kam auch Brasilien zur ersten guten Möglichkeit - eine Direktabnahme von Luan aus zehn Metern klärte Niklas Süle aber am Fünfmeterraum souverän mit dem Kopf. Mehr Glück mit der Latte als Brandt hatte in der 27. Minuten Brasiliens Superstar Neymar. Freistoß aus 25 Metern von halblinks. Unterkante Latte. Drin. Das 1:0 für die Gastgeber.

Schon kurz darauf hatte Max Meyer nach einer Ecke die große Chance zum Ausgleich, aber Weverton im Tor Brasiliens konnte den Aufsetzer aus zirka 13 Metern parieren. Danach herrschte Chaos im Strafraum des Gastgebers, aber die deutsche Olympia-Auswahl kam nicht mehr kontrolliert zum Abschluss. Kontrolle über einen Kopfball hatte Sven Bender dann in der 35. Minute. Wieder Latte. Wieder nicht drin.

Meyer gleicht aus

Nach dem Seitenwechsel war die deutsche Auswahl deutlich aktiver, konnte sich aber zunächst - im Gegensatz zur ersten Halbzeit - keine Abschlusschancen erspielen. Brasilien stand gut und hielt die Räume eng. Das änderte sich in der 59. Minute schlagartig. Jeremy Toljan wurde auf dem rechten Flügel freigespielt; der Hoffenheimer gab den Ball flach punktgenau in die Mitte und fand Max Meyer. Direktabnahme mit rechts aus elf Metern. Lange Ecke. Unhaltbar für Weverton. Das verdiente 1:1 für das Team von Horst Hrubesch.

In der 68. Minute wurde der ehemalige Hoffenheimer Grischa Prömel für den angeschlagenen Lars Bender eingewechselt - damit standen im olympischen Finale alle vier Spieler aus der achtzehn99 AKADEMIE auf dem Platz (neben Prömel natürlich Süle, Toljan und der heutige Leipziger Davie Selke).

Im Anschluss wirkte das deutsche Team müde. Die Hausherren drückten im Maracana und kamen zu vielen Chancen. Die DFB-Auswahl konnte sich kaum noch aus der Defensive befreien, Süle, Toljan & Co. hatten in der eigenen Hälfte alle Hände voll zu tun. Nur selten gelang es, das Spiel im eigenen Ballbesitz zu kontrollieren und so das Tempo der Brasilianer einzudämmen. Doch Deutschland überstand auch dies und rettete sich mit letzter Kraft in die Verlängerung.

Abnutzungskampf

In der Verlängerung dann dasselbe Bild - Brasilien hatte noch mehr Körner und tat mehr für die Partie. Die deutsche Mannschaft beschränkte sich fast ausschließlich auf das Verteidigen. Immer wieder verschleppte das Hrubesch-Team in Ballbesitz das Tempo. Da Brasilien die Müdigkeit  doch auch anzumerken war und die Gastgeber nicht mehr so früh attackierten wie zu Beginn der Begegnung, gelang das immer wieder.

In den wenigen brenzligen Situationen warfen sich Süle, Ginter, Toljan und Klostermann mit vollem Körpereinsatz in jeden Ball. So erreichte die deutsche Olympia-Mannschaft in einem intensiven, teilweise hochhklassigen Finale das Elfmeterschießen.

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