CAMPUS
11.04.2015

U17 verliert das Topspiel klar

Die U17 hat das Spitzenspiel der B-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest gegen den VfB Stuttgart mit 1:4 (1:2) verloren und somit die erste Niederlage seit sieben Monaten kassiert. Zwar besteht noch eine theoretische Chance auf die Meisterschaft, aber anstatt selbst die Tabellenführung zu übernehmen, hat das Team von Trainer Jens Rasiejewski nun fünf Zähler Rückstand auf den VfB.

Die Ausgangssituation war perfekt. Zweiter gegen Erster, Dietmar-Hopp-Stadion statt Sportanlage Häuselgrund. Die Heimmannschaft seit sieben Monaten und 18 Spielen ungeschlagen, die Gäste sogar mit neun Siegen in Serie. 350 Zuschauer. Alles war angerichtet. Dann nach fünf Minuten schon das 0:1 für den VfB. Ein Eckball von Georgios Spanoudakis klatschte an den kurzen Pfosten und waberte durch den Fünfmeterraum, der aufgerückte Innenverteidiger Alexander Groiß reagierte am schnellsten und drückte die Kugel über die Linie – ein denkbar ungünstiger Start. „Gleich in der Anfangsphase nach einem Standard in Rückstand zu geraten, war natürlich blöd“, so Rasiejewski.

Die Hoffenheimer brauchten ein paar Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen und mit vier Spielern des jungen Jahrgangs in die Partie zu finden. Meris Skenderović hatte schließlich die große Chance zum Ausgleich, drosch die Kugel aber auf Zuspiel von Robin Hack aus fünf Metern über das Tor (20.). Es folgte die stärkste Phase der TSG, doch Hack, der die Hereingabe von Theodoros Politakis knapp verfehlte (23.), Skenderović, der in VfB-Keeper Furkan Sakur seinen Meister fand (28.), und Pasqual Pander, der in aussichtsreicher Position vertändelte (31.), ließen gute Gelegenheiten liegen.

Aus heiterem Himmel fiel dann das 0:2. Hoffenheims Schlussmann Paul Kruse setzte mit seinem schwachen Abwurf den von zwei Stuttgartern bedrängten Politakis unter Druck, Dylan Esmel luchste ihm den Ball ab und zimmerte die Kugel an Kruse vorbei in den Winkel (32.). Ein Gegentreffer der Marke „völlig unnötig“. Immerhin gelang den Hausherren fast im Gegenzug der Anschlusstreffer. Hacks Distanzschuss konnte Sakur nicht festhalten, Skenderović köpfte den Abpraller an die Latte, die zweite Chance nutzte schließlich Johannes Bender mit einem trockenen Schuss in die linke Ecke (34.). Zur Pause war noch alles offen, aber durch den frühen Rückstand hatten die Platzherren zu diesem Zeitpunkt bereits viel investiert und Kraft gelassen.

Çevik hat das 2:2 auf dem Kopf

Mit viel Willenskraft kam die Rasiejewski-Elf aus der Kabine und drängte zunächst auf den Ausgleich. Hack sorgte mit zwei Distanzschüssen für Gefahr, scheiterte aber einmal an Sakur (34.) und verzog das zweite Mal knapp (38.).

Der VfB agierte nun zurückhaltender, blieb aber bei Kontern brandgefährlich und ließ zwei Riesenchancen zum 3:1 aus. Zunächst drosch ausgerechnet der auffälligste Akteur auf dem Platz, Dylan Esmel, eine Hereingabe von rechts aus drei Metern über das Tor (55.), dann parierte Kruse gegen den von Esmel freigespielten Azad Toptik im Eins gegen eins (59.).

Einmal noch hatten die Hoffenheimer den Torschrei auf den Lippen, doch der eingewechselte Furkan Çevik köpfte eine Skenderović-Flanke direkt auf Sakur. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf. Zwei Mal spielten die Stuttgarter eine Überzahlsituation nach einem Konter blitzsauber aus und erhöhten durch Benedict de Santos (72.) und Berkay Özcan (74.) auf 4:1. Ein alles in allem verdienter Sieg für das Team von Trainer Domenico Tedesco, dem die Meisterschaft bei fünf Punkten Vorsprung und nur noch drei ausstehenden Spielen kaum noch zu nehmen ist.

Auch Rasiejewski gab zu: „Wir haben am Schluss auf die Offensive gesetzt und dem VfB Räume angeboten. Zwar hatten wir unsere Phasen, in denen wir es richtig gut gemacht haben, aber die Stuttgarter haben ihre Chancen besser genutzt und waren einen Tick besser. Das Ergebnis geht in Ordnung.“

TSG 1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart 1:4 (1:2)

 

Hoffenheim: Kruse – Pander, Politakis, Amade, Schmidt, Wöhrle (60. Çevik), Tomas, Bender (54. Galstyan), Skenderović, Geiger (80. Mühlbauer), Hack.

Stuttgart: Sakur – Collinge, Nguisani, Kober, Groiß, dos Santos, Guarino (78. Arslan), Spanoudakis (73. Jurić), Esmel (63. Wiesheu, 76. Kunz), Özcan, Toptik.

Tore: 0:1 Groiß (5.), 0:2 Esmel (32.), 1:2 Bender (33.), 1:3 dos Santos (72.), 1:4 Özcan (74.). Zuschauer: 350. Schiedsrichter: Tobias Panzer (Butzbach). Karten: Gelb für Geiger / Spanoudakis, Esmel.

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