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27.07.2014

Ermin Bicakcic - Selbstzufriedenheit? Darf nicht sein! - #vorbereitung

Am Montag stieß Ermin Bicakcic nach der Weltmeisterschaft mit Bosnien-Herzegowina erstmals zur TSG. Seit Mittwoch weilt der Neuzugang aus Braunschweig nun mit der Mannschaft im Trainingslager in Brunnen. Mit achzehn99.de spricht er in seinem ersten Interview über seinen Spitznamen, die Gründe für seinen Wechsel in den Kraichgau und natürlich auch das Erlebnis WM.

Hallo, "Eisen-Ermin". Wie bist du eigentlich zu diesem Kosenamen gekommen?

Ermin Bicakcic: Der ist in Braunschweig entstanden. Die Fans haben ihn mir aufgrund meiner Spielweise "verpasst". Am Anfang musste ich ein bisschen darüber schmunzeln, aber es ist eine schöne Form der Anerkennung für meinen Stil. Ich kann mit "Eisen-Ermin" sehr gut leben (lacht).

Nach wenigen Tagen beim Team kann man bei dir noch von ersten Eindrücken sprechen. Wie sind sie?

Bicakcic: Sehr gut. Viele meiner jetzigen Teamkollegen kannte ich ja schon. "Sali" von der Nationalmannschaft, einige aus meiner Jungendzeit in Stuttgart und die anderen aus der Bundesliga. Das hat den Einstieg erleichtert. Ich wurde von allen - auch denen, die ich noch nicht kannte - sehr gut aufgenommen und habe sofort gemerkt, dass es in der Mannschaft stimmt. Es ist eine Harmonie da, die es mir und den anderen Neuzugängen leicht macht. Hier ist richtig Leben drin. Das gefällt mir.

Die WM mit Bosnien hat dir trotz des Ausscheidens in der Vorrunde sicherlich auch gefallen...

Bicakcic: Wir wären natürlich gerne über die Gruppenphase hinausgekommen. Vor allem, weil es mit Argentinien, Nigeria und dem Iran eine machbare Gruppe war. Aber das Spiel gegen Nigeria war der Knackpunkt. Leider hat der Sieg zum Abschluss gegen den Iran nichts mehr geholfen. Aber dennoch war es eine unglaubliche Erfahrung - für das ganze Land und für jeden einzelnen Spieler das Nonplusultra. Gegen Argentinien hatte ich es mit Sergio Agüero, Angel di Maria, Lionel Messi und Gonzalo Higuain zu tun. Da kam schon Qualität auf mich zu (lacht). Ich bin mit einer positiven Nervosität an die Sache herangegangen und habe viel mitgenommen.

Zurück nach Hoffenheim. Die TSG steht für eine bestimmte Art des Fußballs. Musst du dein Spiel dafür umstellen?

Bicakcic: Mir war bei meinem Wechsel ganz klar, welche Eigenschaften das Spiel der TSG hat. Aktiv, aggressiv, offensiv. Mit schnellen, präzisen Angriffen und einem starken Umschaltspiel. 72 Tore in der Vorsaison sprechen für sich. In der Mannschaft gibt es eine sehr hohe Qualität. Sicherlich werde ich mich anpassen müssen, aber das gehört dazu. Wenn ich das nicht tue, bleibe ich stehen und Selbstzufriedenheit schleicht sich ein. Das darf nie passieren. Letztlich ist Fußball Fußball. Und das mache ich als Innenverteidiger jetzt schon eine Weile. Da gehe ich selbstbewusst an neue Abläufe und Vorgaben heran.

Wie kam denn der Transfer in den Kraichgau zustande?

Bicakcic: Der Verein kam auf mich zu. Im Februar oder März. Da habe ich mich noch nicht so intensiv mit einem Wechsel auseinandergesetzt, weil ich mit Braunschweig in einer schwierigen Situation steckte und keine Energie für andere Dinge verschwenden wollte. Akut wurde es dann nach einem Gespräch mit Markus Gisdol. Er war in Stuttgart schon in der B-Jugend mein Trainer und daher kannte ich ihn. Damals war noch nicht klar, wohin mein, aber auch sein Weg führen würde. Ich erinnere mich sehr positiv an die Zusammenarbeit damals. Das war auch ein Grund für den Wechsel.

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