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FRAUEN
26.02.2014

Katharina Kiel: „Die Mühe wurde belohnt“

Katharina Kiel ist eine der Gewinnerinnen der Vorbereitung. Im Sommer wechselte sie zur TSG, spielte in der Hinrunde im Regionalligateam und wusste dort zu überzeugen. Chefcoach Jürgen Ehrmann gab ihr in der ersten Mannschaft eine Chance, Kiel nutzte sie. Im Interview spricht die 21-Jährige über den Auftakt in Jena, ihr Bundesligadebüt im TSG-Dress und die kommenden Spiele.

Hallo Kathi, der Auftakt in Jena lief nicht gut. Wie schnell kannst du so ein Spiel abhaken?

Ja das stimmt, in Jena lief es alles andere als gut. Wir wussten, dass das Spiel in Jena nicht leicht werden würde. Dennoch war ich optimistisch für die Partie. Umso enttäuschender war letztendlich wie wir uns präsentiert haben. Wir haben das Spiel aber ausreichend analysiert und wissen, woran wir noch arbeiten müssen. Das Gefühl einer Niederlage und Enttäuschung sollte man so schnell wie möglich abhaken. Natürlich war auch ich enttäuscht, aber mein Fokus liegt auf dem nächsten Spiel.

Konntest du die Enttäuschung des Trainerteams nach dem Spiel nachvollziehen?

Natürlich. Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, haben im Vorfeld viel und intensiv gearbeitet, konnten dann aber nur wenig davon umsetzen. Eine Niederlage an sich ist natürlich nichts Schönes, aber wenn die Art und Weise unseres Auftretens gestimmt hätte, wäre es weniger tragisch gewesen.

Du bist zum ersten Mal in der Bundesliga für die TSG aufgelaufen. Hattest du mit einer Startelfnominierung gerechnet und wie hast du das Spiel erlebt?

Ich habe mich über das Vertrauen der Trainer und meine Nominierung gefreut. Ich versuche mich in jedem Training zu verbessern, arbeite hart an mir und möchte mich so mit meiner Leistung für den Kader empfehlen. Umso schöner war, dass diese Mühe belohnt wurde. Trotz der Niederlage war es ein schönes Gefühl für die TSG in der 1. Liga zu spielen und Teil der Mannschaft zu sein.

Am Sonntag (02.03., 14 Uhr) spielt ihr in Sindelfingen, dann zuhause gegen Duisburg und Leverkusen – drei wichtige Spiele im Abstiegskampf. Was nehmt ihr euch vor?

Die kommenden Spiele sind enorm wichtig, aber das gilt auch für alle anderen Spiele. Das Feld der Frauen Bundesliga ist über die Jahre hinweg immer enger zusammengerückt und es ist durchaus möglich, den einen oder anderen Punkt auch bei vermeintlich stärkeren Gegnern zu holen. Wir müssen den Fokus nicht unbedingt auf den Gegner haben, auf den wir am Spieltag treffen. Vielmehr liegt der Fokus auf uns selbst. Ich bin mir sicher, dass wir gegen jede Mannschaft ein gutes Spiel abliefern können. Wir haben eine enorme Qualität und wenn wir unsere Stärken alle zusammen als Einheit mobilisieren, können wir jeden schlagen. Ich glaube, dass wir den Klassenerhalt gemeinsam erreichen werden.

Sindelfingen hat als einziges Team noch kein Spiel gewonnen. Kein Grund, den VfL zu unterschätzen, oder?

Wir werden keinen Gegner unterschätzen. Wie gesagt, wir fokussieren uns auf unsere Leistung und Stärken, da spielt der Gegner keine Rolle.

Du bist seit dem Sommer im Verein, hast die Hinrunde in der Regionalliga gespielt und jetzt den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Wie zufrieden bist du mit dir?

Die Umstellung von zweiter zu erster Mannschaft war anfangs nicht einfach. Nach meiner langen Verletzungspause habe ich die Zeit in der Regionalliga als Chance gesehen, mich weiterzuentwickeln und zu meinen alten Stärken zurückzufinden. Durch Zusatzeinheiten und den regelmäßigen Spielzeiten in der Regionalliga, die enorm wichtig für meine Entwicklung sind, habe ich es geschafft, mich für die erste Mannschaft zu empfehlen. Als Sportlerin weiß ich, dass es nicht reicht, an einem gewissen Punkt aufzuhören, an sich zu arbeiten. Man sollte nie aufhören, sich weiterentwickeln zu wollen.

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