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FRAUEN
16.04.2014

Martina Tufekovic: "Die Mannschaft kann auf mich zählen"

Das vergangene Wochenende war für Martina Tufekovic ein besonderes. Beim 1. FFC Turbine Potsdam stand die 19-Jährige zum ersten Mal in der Bundesliga zwischen den Pfosten. Sie selbst war mit ihrem Auftritt zufrieden. Über ihr Debüt, die kommenden Spiele und ihren Part im Kader sprach Tufekovic mit achtzehn99.de.

Trotz des 0:3 habt ihr Euch in Potsdam gut verkauft – Wie war deine Sicht aufs Spiel?

Ich hatte ein gutes Gefühl während des Spiels, auch als das 0:1 gefallen ist, habe ich immer noch geglaubt, dass wir ein Unentschieden holen können. Wir haben uns gegen Potsdam gut geschlagen und versucht, mit zu halten. Wir können definitiv mit einem positiven Gefühl aus dem Spiel gehen, weil wir uns gut präsentiert und gekämpft haben, auch wenn uns die Kraft am Ende etwas ausging.

In Potsdam hast du dein Bundesliga-Debüt gefeiert – Wie war es?

Mein Bundesliga-Debüt habe ich sehr positiv erlebt. Es war die ganze Zeit zwar nicht sicher, ob Carina oder ich spiele. Aber ich wusste, sollte ich spielen, würde ich alles geben. Und in diesem Fall konnte ich das auch umsetzen. Ich wusste, dass Potsdam ein harter Gegner ist und mir war bewusst, dass ich viel zu tun bekommen würde. Entsprechend habe ich mich auch darauf eingestellt. In den ersten Minuten kam Potsdam gleich mehrfach vor unser Tor und ich konnte mein Können unter Beweis stellen. Mir sind einige Aktionen gut gelungen. Das hat mir natürlich zusätzliche Motivation gegeben. In den letzten Wochen lief es im Training nicht immer so gut. Deshalb war das Spiel gegen Potsdam sehr wichtig für mich. Ich wusste, was meine Aufgabe war und habe diese gut umgesetzt.

Kleine Verletzungen haben dich immer wieder zurückgeworfen. Wie anstrengend ist es, sich immer wieder zurückzuarbeiten?

Es ist sehr anstrengend, weil das Training in der Reha natürlich ein ganz anderes ist wie auf dem Platz. Wenn man über mehrere Wochen verletzt ist, so wie es bei mir der Fall war, verliert man auch das Gefühl für das Spiel. Um wieder meine volle Leistungsfähigkeit zu erreichen, muss ich versuchen, in jedem Training mehr als 100 Prozent zu geben. Es ist immer sehr anstrengend, weil nicht immer alles gleich glatt läuft. Deswegen ist es für mich sehr wichtig, nicht aufzugeben, wenn ein Training mal nicht so gut läuft.

In den kommenden Wochen spielt ihr in Freiburg, gegen Essen und in Cloppenburg. Drei sehr wichtige Spiele für den Klassenerhalt…

Ja, das stimmt. Die Spiele werden hart – physisch wie auch psychisch. Alle drei Mannschaften kämpfen wie wir darum, die Klasse zu halten. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir gegen alle Teams Punkte holen können. Wir sollten an das Spiel in Potsdam anknüpfen, dort sind wir trotz der Niederlage sehr gut aufgetreten.

Auch wenn ihr in Potsdam verloren habt. Über einige Strecken des Spiels konntet ihr auch mithalten – Wieviel Selbstbewusstsein gibt das für die kommenden Spiele?

Wir nehmen sehr viel Selbstbewusstsein mit. In Potsdam haben wir bewiesen, dass wir den Abstiegskampf angenommen haben und eine Mannschaft sind, die zusammenhält, kämpft und auch gegen stärkere Gegner mithalten kann und nicht chancenlos ist.

Wie siehst du deinen Part in der Mannschaft?

Das ist schwer zu beurteilen. Das Spiel in Potsdam war mein erster Einsatz in der ersten Mannschaft in dieser Saison. Zuvor habe ich immer in der zweiten Mannschaft gespielt. Dennoch denke ich, dass auch ich für den Bundesligakader wichtig bin. In Potsdam habe ich bewiesen, dass die Mannschaft auf mich zählen kann.

Am 27. April spielt ihr in Freiburg. Auch der SC braucht Punkte im Abstiegskampf. Warum entscheidet ihr die Partie trotzdem für euch?

Wir entscheiden die Partie für uns, weil wir einen großen Kampfgeist und Zusammenhalt haben. Wir wollen in der 1. Bundesliga bleiben, deswegen werden wir versuchen, in jedem Spiel und Training über uns hinauszuwachsen. Es wird nicht leicht werden gegen Freiburg, aber ich bin mir sicher, dass wir die bessere Mannschaft sein werden.

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