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AKADEMIE
29.02.2012

„Mutmach“-Programm in der achtzehn99 AKADEMIE

„Wir waren von der positiven Resonanz der Jungs und Mädchen überrascht. Schon innerhalb der ersten Tage war die Veranstaltung ausgebucht, so dass wir auch im März weitere Kurse anbieten“, sieht sich „Anpfiff ins Leben“-Mitarbeiterin Dorothea Müller mit ihrem Sicherheitstraining für Kinder bestätigt.

Im Februar bot das Kinderzentrum der achtzehn99 AKADEMIE zum ersten Mal ein Training an, das Kindern hilft, alterstypische Gefahren besser einzuschätzen. Inhaltlich gestreift wurden dabei alltägliche Situationen wie Konflikte auf dem Schulhof genauso wie das Erlernen von konkreten Abwehrtechniken gegen einen tätlichen Angriff beispielsweise auf dem Weg zur Schule. Mehr als 60 Eltern bekundeten starkes Interesse, aktiv etwas zum Schutz ihrer Kinder zu tun. Die Teilnehmer stammen aus den Kindermannschaften von 1899 Hoffenheim und des FC Zuzenhausen sowie aus den Grundschulen der beiden Elsenz-Gemeinden. „Anpfiff ins Leben“ führte den Kurs an der Hoffenheimer Grund- und Hauptschule gemeinsam mit der Organisation „SeSiSta“ (Selbstbewusst – Sicher – Stark) aus Waghäusel durch.

Die Kinder lernten bei Seminarleiter Jürgen Mörixbauer, der Selbstverteidigungslehrer ist, feste Grundregeln, beispielsweise „Greifst Du mich, dann beiß' ich Dich“. Ziel dieser Grundregeln ist es, den Kindern durch Spaß und leicht verständliche Handlungsmethoden eine schnelle Reaktion in unerwarteten Situationen zu demonstrieren. So zeigte der Seminarleiter den Teilnehmern, wie sie sich schnell aus ihrem Schulranzen befreien und sensibilisierte sie dafür, nicht auf fiktive Geschichten hereinzufallen und in fremde Autos einzusteigen. Mit Hilfe eines Mitarbeiters stellte Mörixbauer Situationen nach und animierte die Schüler in praktischen Übungen dazu, Mut zu zeigen und nicht immer Erwachsenen zu vertrauen.

In unterschiedlichen, alterstypischen Alltagssituationen gab Mörixbauer Antworten auf die Fragen „Wie verhalte ich mich in Gefahrensituationen?“, „Wo bekomme ich Hilfe?“ oder „Wie kann ich mich wehren?“. Zudem übte er mit jedem Teilnehmer einfache, aber wirksame Handlungsweisen ein und trichterte den Schülern ein, dass ihre Eltern immer der erste Ansprechpartner sein müssen. Geklärt wurde auch, dass Geschäfte und öffentliche Einrichtungen zu den sogenannten „Kinderschutzräumen“ zählen und man sich in einer Notsituation dorthin wenden kann. Der positive Umgang mit Angst oder Aggression zieht sich dabei wie ein roter Faden durch alle Lerneinheiten.

Trotz der lockeren und guten Stimmung wurde der Ernst dieses Kurses nicht außer Acht gelassen und Mörixbauer wies die Schüler immer wieder auf die Gefahren in der Schule und auf dem Heimweg hin. „Solche Situationen müssen natürlich häufiger wiederholt werden, auch parallele Elternarbeit empfiehlt sich. So wird das sichere Auftreten Stück für Stück gefestigt“, betonte Mörixbauer.

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