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22.10.2011

Ibisevic beendet Torflaute – Hoffenheim schlägt Mönchengladbach

1899 Hoffenheim hat nach drei sieglosen Spielen wieder einen Sieg eingefahren. Vor 30150 Zuschauern in der ausverkauften WIRSOL Rhein-Neckar-Arena sorgte Vedad Ibisevic bei seinem Startelfdebüt für den wichtigen 1:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach.

Cheftrainer Holger Stanislawski veränderte sein Team auf drei Positionen. Rückkehrer Fabian Johnson ersetzte Dominik Kaiser und Vedad Ibisevic rückte für Chinedu Obasi in die Startelf. Zudem ersetzte Daniel Haas den verletzten Tom Starke. „Die Ärzte haben kein grünes Licht gegeben. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass noch mehr passieren könnte“, sagte Starke vor der Partie. Im Training hatte sich der 30-Jährige nach einem Schuss von Kapitän Andreas Beck eine Gehirnerschütterung zugezogen. Auch für Sebastian Rudy (Adduktoren) und Sejad Salihovic (Aufbautraining) kam diese Partie noch zu früh.

Chancenplus für Hoffenheim

Stanislawski kündigte bereits auf der donnerstätigen Pressekonferenz ein Geduldsspiel an. Er sollte Recht behalten. Die Borussia agierte mit breiter Brust und dem Rückenwind eines Zweitplatzierten. Die ersten Annäherungsversuche von Marco Reus und Juan Arango an das Gehäuse von Schlussmann Daniel Haas fanden jedoch nicht das Ziel (3./4.). Hoffenheim brauchte eine Viertelstunde, bis man in der Offensive erste Akzente setzen konnte. Die tiefstehenden und konterstarken Gäste machten der TSG das Leben schwer. Kaum hatte sich 1899 in der gegnerischen Hälfte versammelt, lauerten die Gäste bereits auf den schnellen Ballgewinn. Hoffenheim stellte sich nach einer durchwachsenen Anfangsphase auf das Spiel der „Fohlen“ ein und hatte durch Ryan Babel die erste Einschussmöglichkeit. Babel überrannte Verteidiger Tony Jantschke, zog den Ball aufs kurze Ecke, wo Torhüter Marc André ter Stegen mit einer Fußabwehr rettete (19.). Nur wenige Augenblicke später verzog Ibisevic am langen Pfosten (20.). Der Bosnier war es auch in der 22. Minute, der eine Hereingabe von Roberto Firmino aus kurzer Distanz in die Arme von ter Stegen köpfte – Pech für Ibisevic, der erstmals in dieser Saison in der Startelf stand und für Belebung im Angriff sorgte. In der 34. Minute bot sich Ibisevic die nächste Chance zur Führung. Er scheiterte jedoch zum wiederholten Mal am starken Gladbacher Schlussmann. Die Borussia zog sich nach einer überzeugenden Anfangsphase komplett zurück, überlies Hoffenheim das Spiel, sorgte jedoch bei Kontern ständig für Unruhe.

Ibisevic trifft nach 331 torlosen Minuten

Unverändert kamen beide Teams aus den Kabinen. Und wie im ersten Durchgang hatte die Borussia wieder die erste Gelegenheit. Oscar Wendt bediente den heranstürmenden Patrick Hermann im Sturmzentrum, doch Haas passte auf und parierte sicher (46.). Gylfi Sigurdsson versuchte es in der 53. Minute mit einem Schlenzer, der nur knapp das Ziel verfehlte. Hoffenheim blieb weiter dran. Braafheid flankte in den Strafraum, Dante tauchte darunter hinweg, und Ibisevic konnte zur Führung einschieben (56.). Es war das erste Tor der Kraichgauer nach drei torlosen Partien in Serie. In der Folge brachte „Stani“ frisches Blut. Musona ersetzte Johnson (67.) und Obasi kam für Firmino (75.). Auch der Hamburger spürte, dass die knappe Führung nicht so einfach über die Zeit zu bringen war und spielte auf einen zweiten Treffer. Auch Gästetrainer Favre versuchte seiner Elf neues Leben einzuhauchen. Doch von der Borussia kam wenig. 1899 war durch Standards gefährlich. In der 86. Minute prüfte Sigurdsson ter Stegen mit einem 20-Meter-Freistoß, den der Gladbacher zur Ecke klärte. Hoffenheim ließ in den Schlussminuten noch einige Konterchancen aus, brachte den wichtigen 1:0-Erfolg aber letztlich über die Zeit.

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