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14.05.2011

Hoffenheim unterliegt Wolfsburg zum Saisonabschluss

1899 Hoffenheim hat das letzte Saisonspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3 verloren. Vor 30150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena musste Wolfsburg lange um den Klassenerhalt bangen, drehte die Führung der Hoffenheimer durch Firmino in den letzten 20 Minuten noch in einen 3:1-Erfolg.

Ganz Deutschland schaute an diesem Samstagnachmittag mit Spannung in die Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena zum letzten Auftritt der Pezzaiuoli-Elf gegen den abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg. Bei einem Sieg von 1899 Hoffenheim drohte den „Wölfen" der direkte Gang in Liga zwei, vorausgesetzt Frankfurt und Mönchengladbach gewännen ihre Auswärtsspiele in Dortmund und Hamburg. Auf Schützenhilfe könne Magath nicht hoffen, sagte Pezzaiuoli am Donnerstag auf der Pressekonferenz und fügte an. „Im Abstiegskampf gibt es keine Freunde, wir wollen keinem der drei Teams helfen."

Es war nicht nur der letzte Auftritt von 1899 Hoffenheim in der Spielzeit 2010/11, für Cheftrainer Marco Pezzaiuoli und Torhüter Ramazan Özcan war es der Abschied aus dem Kraichgau. Der Österreicher wechselt nach dreieinhalb Jahren zum FC Ingolstadt und sucht dort eine neue Herausforderung.

Pezzaiuoli musste gegen den VfL auf Innenverteidiger Isaac Vorsah verzichten, der aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht zum Kader gehörte. Matthias Jaissle bekam seine Chance an der Seite von Marvin Compper. Die anderen Positionen besetzte der 42-Jährige mit der Siegerelf aus dem Nürnberg-Spiel. Sejad Salihovic konnte unter der Woche nur sporadisch trainieren und schaffte es ebenfalls nicht in den Kader.

Duell Grafite gegen Starke 0:2

Die erste Großchance gehörte prompt den Gästen, die ohne Diego angereist waren. Riether flankte unbedrängt in die Mitte, dort lauerte Grafite und köpfte das Leder denkbar knapp am langen Ecke vorbei - Starke wäre wohl machtlos gewesen (3.). Hoffenheim in der Anfangsphase mit leichten Feldvorteilen, die Wölfe hingegen agierten zielstrebiger nach vorne. Doch die Anfangseuphorie der Wolfsburger war schnell verflogen. Zahlreiche Ballverluste auf beiden Seiten sorgten nicht gerade für ein Offensivfeuerwerk. Lange mussten die Fans auf die nächste Torchance warten, doch dafür bot sich eine hochkarätige. Grafite tauchte in der 29. Minute völlig freistehend vor Tom Starke auf, doch Hoffes Nummer eins parierte glänzend mit dem Fuß.

Wolfsburg dreht Rückstand

Hoffenheim kam mit ordentlich Schwung aus der Kabine. Nur 120 Sekunden waren in Durchgang zwei absolviert als Gylfi Sigurdsson nach schöner Ablage von Firmino nur Zentimeter am langen Eck vorbei schoss. Keine 60 Sekunden später zauberte Rudy einen Pass aus dem Fußgelenk und schickte Firmino auf die Reise, der Bengalio keine Abwehrchance ließ und zum 1:0 einschob. Doch dem nicht genug: Nachdem Borussia Mönchengladbach schon zur Pause in Hamburg führte, glückte auch der Eintracht der Führungstreffer bei Borussia Dortmund. Magath reagierte, brachte den offensiveren Cicero für Kahlenberg. Doch Wolfsburg zunächst verunsichert, Hoffenheim mit dicken Chancen zum 2:0. Zunächst zielte Firmino zu ungenau, ehe Sigurdsson schön freigespielt von Babel aus zehn Metern genau in die Arme von Benaglio schoss. Wie schon des Öfteren in dieser Saison verpasste es Hoffenheim den Sack zu zumachen und wurde bestraft. Josue bediente Mandzukic, der Starke mit einem Lupfer überwinden konnte (61.). 1899 spielte jedoch weiter drauf los. Babel mit einer schönen Einzelleistung, doch Benaglio klärte mit dem Fuß zur Ecke (63.).

Magath hielt mittlerweile nichts mehr auf der Trainerbank, er peitschte seine Wölfe nach vorne. In der 69. Minute raufte sich der Meistertrainer die Haare. Eine Hereingabe von Mandzukic erreichte Riether nur noch mit den Zehenspitzen und konnte den Ball nicht mehr entscheidend in Richtung Tor befördern. Wolfsburg weiter druckvoll. Starke parierte glänzend gegen Grafite (72.). In der 73. Minute traf Wolfsburg dann doch zur Führung. Eine Ecke von Dejagah köpfte Mandzukic zum 2:1 für die Wölfe unter die Latte. Hoffenheim in der Folge geschockt. Erneut hatte man das 2:0 nicht nachlegen können und wurde zweimal dafür bestraft. Gegentor Nummer drei folgte nur wenig später. In der 78. Minute schoss Riether Grafite den Ball an die Brust, der dem Ball die entscheidende Richtungsänderung verpasste und Starke auf dem falschen Fuß erwischte.

Sieben Minute vor dem Ende gab es dann doch noch einmal etwas Erfreuliches aus Sicht von 1899 zu berichten. Pezzaiuoli schenkte Chinedu Obasi und Dominik Kaiser einige Minuten zum Abschluss der Saison. Für Kaiser waren es die ersten Bundesliga-Minuten seiner Karriere. In den Schlussminuten verwalteten die Wölfe das Ergebnis und feierten durch den 3.1-Erfolg den Klassenerhalt. Hoffenheim beendet eine lange Saison auf Platz elf, Wolfsburg bleibt in der Bundesliga. Frankfurt muss den bitteren Gang in Liga zwei antreten, Mönchengladbach muss in die Relegation.

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