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20.08.2011

Hoffenheim siegt auch in Augsburg

1899 Hoffenheim hat den Sieg gegen Borussia Dortmund vergoldet und das Auswärtsspiel beim FC Augsburg mit 2:0 gewonnen. Nach dem frühen Treffer von Ryan Babel hielt Tom Starke mit einem gehaltenen Foulelfmeter die Führung fest, ehe Sejad Salihovic per Strafstoß die Vorentscheidung herbeiführte.

Holger Stanislawski hatte nach dem überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft beim 1:0-Sieg über den deutschen Meister Borussia Dortmund keinen Grund zu wechseln und schickte dieselbe Startelf auf den Platz. Anders dagegen Jos Luhukay. Der Trainer der Augsburger tauschte im Vergleich zum 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern auf vier Positionen. Hajime Hosogai und Akaki Gogia gaben ihr Startelfdebüt in der Bundesliga. Gibril Sankoh und Andrew Sinkala durften diesmal ebenfalls von Beginn an.

Babel mit erstem Saisontor

Hoffenheim begann die Partie vom Anstoß an mit Druck auf das gegnerische Tor. Edson Braafheid dribbelte sich das erste Mal bereits nach einer Minute in den Strafraum, verlor den Ball aber bevor er zum Schuss kam. Den ersten gab drei Minuten später Sebastian Rudy ab, verfehlte aber um ca. eineinhalb Meter. Keine Minute später erspielte sich die Kraichgauelf die nächste Chance. Ein herrlicher Doppelpass zwischen Fabian Johnson und Ryan Babel brachte Letzteren in eine gute Schussposition. Der Niederländer nahm Maß und hämmerte den Ball ins linke untere Eck. 1:0 für Hoffenheim nach gerade mal fünf Minuten. 1899 gab sich damit aber nicht zufrieden und spielte weiter als sei nichts passiert. Erneut Johnson brachte Chinedu Obasi in Schussposition auf Höhe des Elfmeterpunktes, Jonas de Roeck verhinderte aber jede Möglichkeit. Der FCA fand in den folgenden Minuten zwar besser ins Spiel, Hoffenheim aber wirkte spritziger und ließ den Fuggerstädtern kaum eine andere Wahl als ihr Glück in langen Bällen zu suchen.

Nach 16 Minuten kamen die Augsburger zu der ersten nennenswerten Gelegenheit. Edson Braafheid foulte Sascha Mölders an der rechten Strafraumecke. Den fälligen Freistoß zog Marcel De Jong in die Mitte, jedoch ohne einen seiner Mitspieler damit in Szene setzen zu können. Auch bei der anschließenden Ecke wurde Tom Starke nicht gefordert. Hoffenheim kombinierte weiter gefällig. Nach eigenem Ballverlust setzten die Jungs von „Stani“ hervorragend nach und eroberten sich das Spielgerät zurück. So zum Beispiel der in der Anfangsphase sehr auffällige Johnson, dessen Zuspiel auf Roberto Firmino diesen nur knapp verpasste. Es dauerte eine gute halbe Stunde, ehe der FC Augsburg sich Spielanteile erarbeiten konnte. Die gut sortierte Defensive der Hoffenheimer sorgte aber weiter dafür, dass Tom Starke einen sehr ruhigen Arbeitstag genießen konnte. Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe der Torwart der TSG erstmals seine Klasse unter Beweis stellen konnte. Ein strammer Distanzschuss von Daniel Baier bereitete Starke jedoch keine Schwierigkeiten. Trotz zwei weiterer Gelegenheiten zeichnete sich das Augsburger Spiel immer mehr durch Fehler in der eigenen Defensive aus, wodurch die Kraichgauoffensive zu weiteren ungenutzten Chancen kam. Die beste davon hatte erneut Johnson. Nach herrlichem Solo von Babel auf der rechten Außenbahn konnte FCA-Kapitän Paul Verhaeg ihn nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Freistoß brachte der Gefoulte selbst flach in die Mitte, wo Johnson in letztem Moment noch von De Roeck gestört wurde. Schiedsrichter Markus Wingenbach beendete die erste Hälfte, nach der sich Hoffenheim nur einen Vorwurf gefallen lassen musste: das zweite Tor fehlte.

Starke pariert Elfer

Beide Teams betraten nach der Pause unverändert den Rasen. Ein Fehlpass von Isaac Vorsah in der 49. Minute führte zum ersten Aufreger nach Wiederanpfiff. Doch Tom Starke drehte den gefährlichen Schuss von Mölders noch um den Pfosten. Die Partie wurde hektischer und von vielen Fouls auf beiden Seiten begleitet. Hoffenheim ließ sich zunehmend in die eigene Hälfte drängen und schien sich auf das Kontern zu verlassen. Echte Torchancen blieben in dieser Phase jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Bis in die 59. Minute. Andreas Beck wollte einen hohen Ball klären, ein Augsburger Spieler sprang in den Schuss und Schiri Wingenbach zeigte auf den Punkt. Toptorjäger Mölders legte sich den Ball zurecht, schoss in die rechte untere Ecke – und Teufelskerl Tom Starke hielt! Die Parade war der Weckruf, den die Kraichgau-Offensive offensichtlich nötig hatte. Zur Unterstützung dieser brachte Stanislawski Peniel Mlapa für den bemühten aber heute glücklosen Chinedu Obasi (62.). In der 64. Minute holte sich Rudy nach taktischem Foul eine verdiente gelbe Karte ab. Den Freistoß aus 18 Meter schoss Mölders jedoch ein gutes Stück über das Gehäuse. Hoffenheim tat wieder mehr und nutzte die Räume, die ihnen von den Augsburgern in deren eigenen Hälfte bereitwillig überlassen wurden. De Roeck sah Gelb nach einem Foul an Mlapa (67.), den ruhenden Ball setzte Kunstschütze Sejad Salihovic aber weit übers Tor.

Luhukay reagierte und ersetzte Marcel de Jong mit Tobias Werner. Der stand keine Minute auf dem Platz und hatte direkt die bis dato beste Chance zum Ausgleich aus dem Spiel heraus. Ein Abstimmungsfehler brachte Werner alleine vors Tor. Sein Schuss traf den Innenpfosten, sprang aber in fast unmöglichem Winkel wieder aus dem Tor heraus. Spätestens jetzt war die Führung wenn auch verdient, so doch glücklich. In der 74. Minute setzte sich Johnson gegen gleich drei Augsburger auf der Höhe der Torauslinie durch, dribbelte unnachahmlich in den Strafraum und konnte dort nur durch ein Foul gestoppt werden. Die logische Konsequenz: Elfmeter. Bei 1899 ist das Sache von Salihovic, der es besser machte als Mölders und die TSG mit 2:0 in Führung brachte. In der 76. Minute musste Johnson, heute einer der auffälligsten Akteure bei den Hoffenheimern, vom Platz und wurde von Dominik Kaiser ersetzt. Auch der FCA wechselte erneut und brachte Jan-Ingwer Callsen-Bracker für den unauffälligen Sinkala. Die letzten zehn Minuten der Partie brachen an. Zahlreiche Unterbrechungen durch Wechsel und Behandlungspausen ließen keinen Spielfluss mehr aufkommen, so dass am Ende einer aufregenden Partie der erste Auswärtssieg von 1899 fest stand.

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