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13.08.2011

Hoffenheim schlägt Borussia Dortmund

1899 Hoffenheim hat die ersten drei Punkte eingefahren. Vor 30150 Zuschauern in der ausverkauften WIRSOL Rhein-Neckar-Arena sorgte Sejad Salihovic mit einem Freistoßtreffer für den viel umjubelten 1:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund.

Sonnenschein, sommerliche warme Temperaturen und eine gelungene Darbietung der Fans in Form einer Choreographie – Fußballherz, was willst du mehr. Als da wären natürlich die drei Punkte gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund. Für diese Mammutaufgabe entschied sich Cheftrainer Holger Stanislawski für ein 4-3-3-System mit der einzigen Spitze Ryan Babel. Roberto Firmino kehrte in die Startelf zurück und bildete mit dem Niederländer und Chinedu Obasi die „Abteilung Attacke“. Im Dreier-Mittelfeld agierten Sebastian Rudy, Sejad Salihovic und Fabian Johnson. Die Viererkette blieb mit Andreas Beck, Marvin Compper, Isaac Vorsah und Edson Braafheid im Vergleich zum Hannover-Spiel unverändert. Auch Borussen-Trainer Jürgen Klopp setzte trotz zahlreicher Länderspiel-Abstellungen auf die gleiche Anfangself aus dem 3:1-Erfolg gegen den Hamburger SV.

Salihovic-Hammer bringt Hoffenheim in Führung

Hoffenheim schien sich für die erste Partie vor eigenem Publikum einiges vorgenommen zu haben. Zielstrebig, aggressiv und mit einer gesunden Portion Lockerheit ging die Anfangsviertelstunde klar an 1899. Scheiterte Roberto Firmino in der 7. Minute noch an der Unterkante der Latte, hatte Sejad Salihovic mehr Schussglück und hämmerte einen Freistoß aus 33 Meter Torentfernung in die Maschen – unhaltbar für BVB-Keeper Weidenfeller (9.). Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hielt es schon zu diesem frühen Zeitpunkt nicht mehr auf der Trainerbank. Er hatte noch so manche Ungereimtheit im Spiel seiner Schwarz-Gelben erkennen können. Die Dortmunder fanden nach anfänglichen Schwierigkeiten zu ihrem gefürchteten Tempofußball, besonders Nationalspieler Mario Götze bekam mehr Bindung zum Spiel. In der 30. Minute prüfte Kevin Großkreutz erstmals Tom Starke mit einem Schuss auf die lange Ecke, den der 30-Jährige Schlussmann aber sicher nach außen parierte. Großkreutz befeuerte nur 60 Sekunden erneut das Tor von 1899, fand in Starke jedoch seinen Meister. Der BVB bis zur Pause überlegen. Götze ließ sein Können einige Male aufblitzen, seine Zuspiele in den Strafraum fanden zum Glück für 1899 keine Abnehmer (38./43.).

Hoffenheim verpasst Vorentscheidung und zittert

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabinen. Stanislawski hatte auch wahrlich keinen Grund etwas an seiner Formation zu korrigieren. Hoffenheim begann erneut druckvoll, der BVB hingegen verschlief wie schon in Hälfte eins den Beginn. Klopp reagierte, brachte Blaszczykowski für Götze und Neuzugang Perisic für den defensiveren Gündogan. Der Wechsel hätte nur wenige Minuten später beinahe Früchte getragen. Eine Flanke von Blaszczykowski auf den zweiten Pfosten köpfte Perisic unbedrängt und aus kürzester Distanz am Tor vorbei (59.) Vier Minuten später wurde es noch knapper. Perisic scheiterte mit einem Kopfball an der Querlatte, der Nachschuss von Santana stellte Starke vor keine Probleme (63.). So langsam entwickelte sich die Partie zu einer One-Man-Show mit Ivan Perisic in der Hauptrolle. Denn in der 65. Minute versuchte sich der Kroate erneut, zielte mit diesem Versuch jedoch etwas zu hoch. Der BVB verlagerte das Geschehen immer mehr in die Hälfte der Hoffenheimer und schob die Viererkette weiter nach vorne. Dies ermöglichte 1899 mehr Räume, doch zahlreiche Abspielfehler verhinderten in dieser Phase die Möglichkeit eines finalen Konters. Stanislawski, der zuvor bereits Mlapa für Salihovic brachte, nahm auch Firmino runter und ersetzte ihn durch Sven Schipplock. Und auch Stani hätte wie Klopp auf der Gegenseite beinahe ein glückliches Händchen bewiesen. Sekunden nach der Einwechslung hatte Schipplock die Schusschance zur Vorentscheidung, doch Santana warf sich in letzter Sekunde dazwischen und rettete zur Ecke (69.). Klopp zog seine letzte Option. Mohamed Zidan kam für Kagawa (75.). Doch von den Dortmunder kam in der Folge nur noch wenig, Hoffenheim bestimmte die Partie und hatte durch den eingewechselten Dominik Kaiser die nächste Chance, doch sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei (83.) - die letzte Aktion in einer kurzweiligen Partie.

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