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28.10.2010

Spitzenspiel in der Rhein-Neckar-Arena: Hoffenheim empfängt Hannover 96

Ein Spitzenspiel jagt das nächste. In dieser seltsamen Saison sind damit aber nicht Partien zwischen Bayern München und Schalke 04 gemeint. Am 10. Spieltag trifft Mainz 05 auf Borussia Dortmund und 1899 Hoffenheim empfängt Hannover 96. Beide verdienen aktuell den Titel „Spitzenspiel“. Erster gegen Zweiter und Vierter gegen Dritter.

16 Punkte liegen auf dem Konto von Hannover 96, 13 Tore hat die Elf von Trainer Mirko Slomka erzielt. Neun davon haben die Angreifer Ya Konan und Mohammed Abdellaoue gemacht. Die Annahme, das Spiel der Roten sei von diesen beiden abhängig, ist nicht so weit hergeholt. „96 hat natürlich Selbstvertrauen und kontert gut. Aber das Team verlässt sich auf Ya Konan", sagt auch Boris Vukcevic. Damit liegt der 20-Jährige nicht verkehrt. Drei Partien haben die Niedersachsen bisher verloren, gegen Wolfsburg und St. Pauli hat Ya Konan nicht getroffen, gegen die Bayern war er verletzt. Auch Ralf Rangnick weiß, dass Hannover ein sehr ausgeglichenes und laufstarkes Team hat und nicht umsonst auf dem dritten Platz steht. Zu großen Respekt vor den beiden Stürmern sollte Hoffenheim aber nicht haben. Selbst mit Blick auf den momentanen Notstand der Defensivkünstler. „Es waren Lücken da, die am Sonntag besser nicht da sein sollten", gab Rangnick zu. Im Pokal gegen Ingolstadt hat die wiederum neu formierte Viererkette aber zu null gespielt.

Zwei Stützen, zwei Fragezeichen

Wie die Abwehrreihe gegen 96 aussehen wird, kann noch nicht vorhergesagt werden. Klar ist allerdings, dass Josip Simunic wegen seiner Verletzung nicht im Kader steht. Auch Isaac Vorsah hatte noch Probleme. Bei ihm darf man aber hoffen, dass es für einen Einsatz reicht. Ein Teil der Innenverteidigung wird Marvin Compper sein, der in den letzten beiden Partien in Dortmund und gegen Ingolstadt überzeugte. „Compper ist auf dem Weg zu alter Form. Er hat zwei richtig gute Spiele gemacht: nicht nur als Kommandeur und Organisator der Abwehr, sondern auch als Zweikämpfer", lobte ihn sein Coach. Neben Compper ist Kapitän Andreas Beck auf der rechten Abwehrseite fester Bestandteil der Verteidigung. Auf der linken Seite steht allerdings noch ein Fragezeichen. Die Entscheidung wird wohl zwischen Christian Eichner und Andreas Ibertsberger fallen, sollte letzterer bis Sonntag wieder fit sein. Tom Starke sieht die Sache mit seinen Vorderleuten nüchtern: „Die Viererkette stellt sich fast von alleine auf."

Auf Ba ist Verlass

In der Offensive hat Ralf Rangnick dagegen keine personellen Engpässe zu beklagen. Selbst nach dem Aussetzer von Vedad Ibisevic im Pokalspiel hat der Trainer die Qual der Wahl. Zwar ist Ibisevic drei Spiele gesperrt - das gilt aber nur für den Pokalwettbewerb. In der Liga kann Rangnick auf den Bosnier zurückgreifen. Dennoch hat der Fußballlehrer bemerkt, dass die vergangenen Spiele ohne Ibisevic gut liefen. „Die letzten Spiele ohne Vedo haben wir stark gespielt", fügt aber gleich hinzu: „Vielleicht spielt Ibisevic von Anfang an, vielleicht kommt er von der Bank und vielleicht entscheidet er dann das Spiel mit einem Tor für uns." Für einen Treffer ist der Angreifer immer gut. Überzeugend agierten zuletzt Demba Ba und Peniel Mlapa. Die beiden Stürmer ergänzen sich wunderbar. Mlapa sorgt mit seiner Schnelligkeit für die Vorlagen, während Ba in der Mitte wartet und die Bälle verwertet. Der Senegalese traf in den vergangenen vier Bundesligapartien und erzielte auch das einzige Tor beim Pokalsieg gegen Ingolstadt.

Daten und Fakten zum Spiel

Gute Bilanz für Hoffenheim. In vier Begegnungen fuhren die Kraichgauer drei Siege ein und spielten einmal unentschieden. Die letzte Partie in der Rhein-Neckar-Arena entschied die Rangnick-Elf mit 2:1 für sich. Auf Tore dürfen sich die Anhänger der Hoffenheimer einstellen. 1899 traf in den vergangenen 13 Ligaspielen ins Schwarze.

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