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15.01.2018

5 aus 250: Baumanns Bundesliga-Highlights

Gegen Werder Bremen absolvierte Oliver Baumann im Alter von 27 Jahren sein 250. Bundesliga-Spiel - "eine schöne Hausnummer", sagt er selbst. 119 dieser Partien absolvierte der Keeper für die TSG Hoffenheim, 131 für den SC Freiburg. Anlässlich seines Jubiläums blickt die Nummer 1 der TSG auf fünf besondere Spiele, die sich im Gedächtnis eingebrannt haben, zurück.

8. Mai 2010, 34. Spieltag: SC Freiburg vs. Borussia Dortmund

"Das war mein erstes Bundesliga-Spiel. Ich war 19. Jahre alt und habe am Nachmittag vor der Partie erfahren, dass ich spielen darf. Für beide Teams ging es um nichts mehr, weshalb ich schon vorher auf einen Einsatz gehofft hatte. Ich war dann schon ein bisschen nervös, aber das war eher ein positives Gefühl der Vorfreude. Geschlafen habe ich in der Nacht vor dem Spiel erstaunlich gut und auf dem Platz war es dann einfach schön. Das klingt vielleicht zu abgezockt, aber ich habe mich einfach darauf konzentriert, Fußball zu spielen. Ich habe versucht, mich voll auf das Spiel zu konzentrieren. Wir haben 3:1 gewonnen - das war schon ein ganz ordentlicher Start in die Bundesliga für mich (lacht). Lucas Barrios hat damals gegen mich getroffen. Das vergesse ich auch nicht."

baumann bundesliga debut 2010

11. Mai 2013, 33. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth vs. SC Freiburg

"Dieses Spiel war völlig verrückt, Freude und Ekstase pur. Wir haben mit Freiburg damals die Teilnahme an der Europa League klar gemacht. Das an sich war schon absolut außergewöhnlich, aber der Spielverlauf hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Fürth ging, soweit ich mich erinnere, in der dritten oder vierten Minute in Führung. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel gedreht - Jonathan Schmid und Max Kruse haben getroffen. Und dann gab es in der Nachspielzeit plötzlich Elfmeter für die Fürther. Djurdjic hat geschossen, ich hab den Ball gehalten und wir waren in Europa. Ich wusste, um was es geht. Ich wusste, dass ich diesen Ball halten muss. Alle sind nach Abpfiff auf mich zugekommen und haben sich auf mich gestürzt. Danach war ja auch noch die Champions League möglich - im direkten Duell mit Schalke. Da haben wir leider den Kürzeren gezogen. "

7. Mai 2016, 33. Spieltag: Hannover 96 vs. TSG Hoffenheim

"Die Partie in Hannover werde ich nie vergessen, weil es einfach total komisch war, was dort passiert ist. Julian Nagelsmann hatte im Februar als Cheftrainer übernommen und wir hatten uns vor dem Spiel in Hannover eine gute Ausgangsposition erspielt, um den Klassenerhalt nach einer ganz schwierigen Saison perfekt zu machen. Auf dem Platz lief dann ehrlich gesagt wenig zusammen und wir haben 0:1 verloren. Ich war nach Spielende enttäuscht, weil ich dachte wir haben jetzt gegen Schalke am letzten Spieltag ein echtes Endspiel vor uns. Aber dann kam unser Torwarttrainer Michael Rechner mit seinem Handy zu mir und hat mir die Tabelle gezeigt. Wir hatten es geschafft. Ich habe es zuerst gar nicht verstanden, weil ich nicht über eine Niederlage nachgedacht hatte. Bremen und Frankfurt spielten am letzten Spieltag gegeneinander - es konnte uns nur noch einer überholen. Wir waren drin geblieben. Mit einer Niederlage. Das war total seltsam."

3. Dezember 2016, 13. Spieltag: TSG Hoffenheim vs. 1. FC Köln

"Wir haben zuhause 4:0 gewonnen und einfach ein richtig gutes Spiel gemacht. Mark Uth hat kurz vor Schluss das 4:0 erzielt und da wollte ich einfach mit meinem Team feiern. Ich bin über den kompletten Platz gerannt und habe ganz vorne, direkt neben dem Kölner Tor, mit den Jungs gefeiert. Das war ein fast perfekter Nachmittag, an dem wir uns als Einheit gezeigt haben. Deshalb wollte ich bei der Mannschaft sein, das Gefühl des Sieges genießen. Diese Geschlossenheit hat uns in der ganzen Saison ausgezeichnet und ich hatte das Gefühl, ich kann mit dem Jubel ein Zeichen setzen. Der eine oder andere Kölner fand das nicht so gut, aber da mussten sie durch."

baumann jubel kolen 4 0

21. April 2017, 30. Spieltag : 1. FC Köln vs. TSG Hoffenheim

"Europa. Wieder Europa. Diesmal mit der TSG. Und es war wieder ein dramatisches Ende eines Spiels. Diesmal musste ich aber keinen Elfmeter halten (lacht). Kerem Demirbay hat in der 93. Minute das 1:1 geschossen. Das war schon ganz großes Kino. Zumal wir etwas geschafft haben, was der TSG Hoffenheim noch nie gelungen war. Der Einzug in einen internationalen Wettbewerb war geschafft. Die Freude war riesig. Den Kampf mit Dortmund um Rang drei konnten wir letztlich nicht für uns entscheiden, aber Rang vier am Ende der Saison war ganz besonders. Wir konnten gegen Liverpool später Champions-League-Luft schnuppern und davon wollen wir alle künftig mehr."

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