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AKADEMIE
11.01.2019

Wertvoller Austausch mit Christoph Metzelder

In den Genuss eines dreistündigen Gesprächs mit dem 47-fachen Nationalspieler und Vizeweltmeister von 2002, Christoph Metzelder, sind die Cheftrainer der U23, U19 und U17 sowie Direktor Nachwuchs Dirk Mack gekommen. Marco Wildersinn, Marcel Rapp und Danny Galm tauschten sich mit dem ehemaligen Profi von Real Madrid, Borussia Dortmund und Schalke 04 über aktuelle Tendenzen im Jugendfußball genauso aus wie über die Rolle der Medien oder das Auftreten als Trainer in der Öffentlichkeit.

Dass der mittlerweile 38-Jährige Christoph Metzelder den Akademie-Trainern Einblicke in verschiedene Bereiche geben konnte, ließ schon ein Blick auf seine aktuellen Aufgaben vermuten. So ist der frühere Innenverteidiger momentan als Fernsehexperte für Sky, als Referent und als Geschäftsführender Gesellschafter einer Sportmarketing-Agentur tätig und engagiert sich in seiner Stiftung. Darüber hinaus bringt er sich bei seinem Heimatverein TuS Haltern auch noch als Erster Vorsitzender sowie als Cheftrainer der U19 ein, die er mittlerweile bis in die zweithöchste Spielklasse, die Westfalenliga, geführt hat. Beim Drittligisten Preußen Münster sitzt Metzelder zudem im Aufsichtsrat.

Der ehemalige Nationalspieler kennt also viele Perspektiven. Zudem hat er in seinen 13 Jahren als Profi in der Bundesliga und der Primera División einiges erlebt und vor allem viele Trainer kennengelernt. Aus seinen Erfahrungen mit Trainern wie Matthias Sammer, Felix Magath, Ralf Rangnick, Bernd Schuster oder Manuel Pellegrini leitete er wertvolle Tipps für die TSG-Trainer ab. So betonte Metzelder etwa, wie wichtig es ist zu überzeugen: „Wenn das klappt, entsteht ein ganz besonderes Gefühl zwischen Mannschaft und Trainer.“

„Fußballlehrer oder CEO?

Auch die Entwicklungen nach dem Ende seiner aktiven Karriere verfolgt der 178-malige Bundesligaspieler aufmerksam. „Die Spieler führen mittlerweile ein Eigenleben und sind durch die sozialen Netzwerke zum Teil schon eigene Medienhäuser. Als Trainer auf diese Spieler noch Zugriff zu haben, ist eine große Herausforderung.“

Mit der Rolle der Trainer beschäftigt sich Metzelder genau. Seine Sicht von außen hat ihn zu der Erkenntnis kommen lassen, dass man sich als Trainer genau überlegen muss, wie man wahrgenommen werden will. „Will ich eher Fußballlehrer oder CEO sein?“ Gemeint ist damit, ob sich ein Trainer eher auf die fußballspezifischen Aufgaben konzentriert oder darauf, seine Mannschaft und seinen Stab zu managen.

Austausch als Teil der Trainerausbildung

Für die Philosophie der TSG in Bezug auf ihre Trainer findet der Vizeweltmeister nur lobende Worte: „Für mein Empfinden ist dieser Weg, sich die Trainer selbst im Verein auszubilden, genau der richtige.“

Im regen Austausch mit den drei Akademie-Trainern und dem Direktor Nachwuchs Dirk Mack wurden auch Themen wie die Rolle der Medien, die Mentalität von Spielern, die Entwicklung des Jugendfußballs oder der richtige Umgang mit Spielern von heute angerissen. Für Mack, der Metzelder nach Hoffenheim eingeladen hatte, war das Treffen im Dietmar-Hopp-Stadion ein voller Erfolg: „Wir wollen unsere Trainer immer besser ausbilden und dazu gehört auch eine Fortbildungsreihe, in der wir verschiedene Persönlichkeiten einladen. Der Besuch von Christoph Metzelder war für unsere Trainer sicherlich ein sehr wertvoller Austausch.“

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