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FRAUEN
15.10.2018

U20 verschenkt Sieg in der Nachspielzeit

Trotz Punktgewinn überwog auf Seiten der TSG am Sonntag nach der Partie der U20 gegen den FSV Gütersloh die Enttäuschung. Beim 2:2 (1:1) dominierte die Mannschaft von Siegfried Becker und Lena Forscht insbesondere in der ersten Halbzeit, belohnte sich durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit (90. +1) aber nicht mit drei Punkten.

„Wenn man seine Chancen nicht nutzt, ist es sehr schwer, so ein Spiel zu gewinnen“, resümierten Siegfried Becker und Lena Forscht, Trainerteam der U20 der TSG, nach dem ernüchternden 2:2 (1:1) gegen den FSV Gütersloh. Im heimischen Ensinger Stadion fand die U20 am fünften Spieltag der 2. Bundesliga schnell ins Spiel und setzte in der Offensive Akzente. Gleich zwei Mal gab Jenny Klein Warnschüsse auf das Tor der Gütersloherinnen ab, die ihr Ziel aber knapp verfehlten. Nach zehn Minuten wurde es dann auch auf der Gegenseite gefährlich, als Fatma Sakar nach einem Konter des Gegners in höchster Not klären musste. Nach einer knappen Viertelstunde belohnte sich die TSG für ihr munteres Offensivspiel. Ein Schuss von Meryem Cal knallte vom Pfosten zurück ins Feld, Laura Wienroither schaltete am schnellsten, scheiterte zwar im ersten Versuch noch an FSV-Schlussfrau Sarah Rolle, drückte das Leder dann aber mit dem Kopf zur Führung über die Linie. Am Spielgeschehen änderte der Treffer jedoch nichts. Gütersloh konzentrierte sich auf die Defensivarbeit, startete aber immer wieder gefährliche Konter. Einen davon nutzte Angreiferin Isabelle Wolf zum Ausgleich (29.). „Wir waren im Grunde spielbestimmend und haben gute Aktionen nach vorne initiiert, diese dann aber nicht konsequent genug ausgespielt und genutzt“, so Becker und Forscht. Zwar ergaben sich auf beiden Seiten bis zum Halbzeitpfiff weitere Chancen, es blieb jedoch beim 1:1.

Nach der Pause wurde die Partie zerfahrener und die TSG verlor den roten Faden in ihrem Spiel. Der FSV Gütersloh kroch langsam aus seinem Schneckenhaus und zeigte mehr Mut in der Offensive. In einer turbulenten Phase des Spiels, in der sich ein offener Schlagabtausch entwickelte, ging die U20 erneut in Führung. Nach einem schönen Pass von Paulina Krumbiegel steuerte Annika Eberhardt allein auf das Gütersloher Tor zu und vollendete zum 2:1. „Anschließend haben wir es nicht geschafft, unsere Ballbesitzphasen auszuweiten, um dem Gegner den Schneid abzukaufen“, haderte das U20-Trainerteam. „Wir haben unsere Kompaktheit und Struktur verloren und waren phasenweise sehr unsortiert.“ So passte es ins Bild, dass der FSV Gütersloh in der Nachspielzeit zum Ausgleich kam. Eine Flanke köpfte Wolf in die Maschen (90. +1). Noch vor Abpfiff hatte dann Chantal Hagel die Chance, die drohende Punkteteilung abzuwenden, sie scheiterte jedoch an der gut reagierenden Rolle im Gütersloher Kasten. „Das Unentschieden fällt unter die Kategorie Lehrgeld bezahlen“, resümierten Becker und Forscht. „Wir haben in den Zweikämpfen gut dagegengehalten und waren technisch überlegen, sodass man wieder einmal gesehen hat, was in der Mannschaft steckt. Für den Aufwand müssen wir uns in Zukunft aber belohnen.“

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