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02.12.2018

U19 deutlich, aber unter Wert geschlagen

Mit 1:5 (1:3) unterlag die U19 am Sonntagmittag im Derby dem VfB Stuttgart. Beim Tabellenführer der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest ging die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp zwar durch Tim Linsbichler in Führung, doch danach sorgten ein Eigentor, Standardsituationen und individuelle Fehler für die klare Niederlage.

So deutlich wie noch nie musste sich die TSG-U19 dem Nachwuchs des VfB Stuttgart in der A-Junioren-Bundesliga geschlagen gegeben. Im Robert-Schlienz-Stadion zeigte die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp zwar eine spielerisch ansprechende Leistung, effizienter und am Ende auch glücklicher waren jedoch die Schwaben, die damit nach zuletzt fünf TSG-Siegen in Stuttgart mal wieder einen Derby-Heimsieg für sich verbuchen konnten.

Die TSG fand schnell in die Partie und dominierte die Anfangsphase. Auch die Defensive stand und so kamen die Gastgeber aus der Landeshauptstadt zunächst so gut wie gar nicht vor das Tor von „Hoffe“-Keeper Daniel Klein. Auf der anderen Seite schlug Tim Linsbichler nach einer Standardsituaton zu, in deren Folge es zu einem Gewühl im Strafraum kam und der Österreicher am schnellsten schaltete.

Knackpunkte Elfmeter und Platzverweis

Die Führung hielt jedoch nur sechs Minuten. Dann flog eine Stuttgarter Ecke in den TSG-Strafraum, wo Tobias Heiland klären wollte, jedoch stattdessen unglücklich ins eigene Tor traf. „Zu diesem Zeitpunkt kam der Gegentreffer aus dem Nichts“, sagte TSG-Trainer Rapp. Aus dem Spiel heraus entwickelte der VfB weiterhin kaum Gefahr, doch mit Standardsituationen waren die Schwaben weiterhin erfolgreich. So setzte Verteidiger Florian Kleinhansl in der 37. Minute einen Freistoß in den Winkel.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann so etwas wie der Knackpunkt der Partie: TSG-Kapitän Benjamin Wallquist zog im Eins-gegen-Eins ein Foul, das blöderweise im Strafraum stattfand und vom Schiedsrichter als gelbwürdig beurteilt wurde. Es war Wallquists zweite Verwarnung, weshalb er Gelb-Rot sah und die TSG die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl absolvieren musste. Zu allem Überfluss verwandelte VfB-Mittelfeldmann Per Lockl den Strafstoß auch noch zum 3:1-Pausenstand.

Dajaku-Doppelpack in zweiter Halbzeit

Entmutigen ließen sich die Kraichgauer durch die Unterzahl und den Zwei-Tore-Rückstand jedoch nicht und so begannen sie auch den zweiten Durchgang forsch und mit Selbstvertrauen. Das gefällige Spiel der Gäste mündete jedoch – ähnlich wie in der Vorwoche gegen Mainz 05 – zu selten in gefährlichen Aktionen vor dem gegnerischen Tor.

Hinzu kamen individuelle Fehler, die den VfB zu weiteren Toren einluden. So fing VfB-Toptorjäger Leon Dajaku nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff einen Rückpass der TSG ab und stellte auf 4:1. In der 58. Minute nutzte der deutsche U18-Nationalstürmer zudem einen Ballverlust der Rapp-Elf zum fünften Treffer und seinem siebten Saisontor.

Nächste Woche zu den Bayern

Trotz der schmerzhaft deutlichen Niederlage war TSG-Chefcoach Rapp mit seiner Mannschaft nicht unzufrieden. „Die Jungs haben es gut gemacht, aber Fußball ist eben ein Ergebnissport, bei dem man Tore schießen muss. Wir haben mutig gespielt, uns nicht hängen gelassen und versucht, fußballerische Lösungen zu finden.“

In der Tabelle ist die TSG nach der Niederlage im Mittelfeld angekommen. Der Rückstand auf Platz eins beträgt elf Punkte und ist damit genauso groß wie der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. In der kommenden Woche geht es zum letzten Bundesligaspiel vor der Winterpause zum Nachwuchs des FC Bayern München.

 

VfB Stuttgart – TSG 1899 Hoffenheim 5:1 (3:1)
Stuttgart: Hornung – Cetinkaya, Aidonis, Kleinhansl, Mack, Lockl (82. Maier), Mistl (46. Hottmann), Egloff (73. Reutter), Kopf, Dajaku, Grimm (62. Djermanović).
Hoffenheim: Klein – Görlich, Nitzl (46. Landwehr), Curda, Wallquist, Geschwill, Onana, Elmkies, Heiland (60. Schappes), Stojilković (46. Tubluk), Linsbichler (70. Khan Agha).
Tore: 0:1 Linsbichler (23.), 1:1 Heiland (29., Eigentor), 2:1 Kleinhansl (37.), 3:1 Lockl (45.+1, Elfmeter), 4:1 Dajaku (47.), 5:1 Dajaku (58.). Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Felix Brandstätter (Passau). Karten: Gelb-Rot für Wallquist (45.+1); Gelb für Mack, Mistl, Grimm, Hottmann / Görlich, Geschwill.

 

Daten & Fakten zum Spiel »

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