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AKADEMIE
01.12.2018

U17 setzt Siegesserie in Stuttgart fort

Die Stimmung auf der Heimfahrt von Stuttgart war hervorragend. Wie nach Siegen üblich, stimmte der U17-Tross im Bus DJ Ötzis „A Mann für Amore“ an und feierte den 4:1 (2:1)-Erfolg beim VfB gebührend. Für die Mannschaft von Danny Galm ist es - vor den Augen eines Weltmeisters - bereits der sechste Dreier in Serie, entsprechend war der Trainer voll des Lobes für sein Team.

Zwischendurch verlor Galm sogar für kurze Zeit den Überblick und wusste nicht, wieviel es steht. Vor allem der zweite Durchgang hatte den 32-Jährigen ins Schwärmen gebracht. „Da war heute sehr viel Action drin. Wir hatten starke Umschaltmomente, perfekte Spielzüge, waren sehr gierig und haben defensiv so gut wie nichts zugelassen. Das haben sich die Jungs toll erarbeitet.“ Es ist das erste Mal überhaupt, dass eine U17-Mannschaft der TSG in einer Bundesliga-Saison sechs Punkte gegen den VfB holt.

In der Anfangsphase dieser Derbys, das mit Sami Khedira einen prominenten Zuschauer hatte, bedurfte es allerdings einer Glanzparade Ian Werners, um nicht in Rückstand zu geraten. Doch die Hoffenheimer ließen sich durch nichts und niemanden beirren. Zwar verstolperte Max Beier kurz darauf in aussichtsreicher Position den Ball, doch mit dieser ersten Gelegenheit war die Galm-Elf im Spiel und ging wenige Minuten später in Führung, als Mert Özkaya nach einem Foul an Kevin Krüger den fälligen Freistoß – wie schon eine Woche zuvor gegen Augsburg – direkt verwandelte (8.).

Pech hatten die Hoffenheimer beim Ausgleich, als der Ball nach einer Hereingabe von der rechten Seite pingpongartig durch den Strafraum flipperte und schließlich über Melayro Bogardes Bein im TSG-Tor landete (25.). Der Schiedsrichter wertete das im Spielberichtsbogen als ein Eigentor des Niederländers. Kurz vor der Pause gingen die Galm-Schützlinge jedoch erneut in Führung. Nach einem Standard landete der Ball bei Bogarde, der ihn irgendwie zu Melesse Frauendorf brachte, der wiederum am schnellsten schaltete und das Spielgerät zur Pausenführung über die Linie drückte (39.).

Breiter Kader als Grundlage des Erfolgs

Die Hoffenheimer kamen selbstsicher und willensstark aus der Halbzeitbesprechung und erhöhten bald auf 3:1. Nach einem schönen Chipball von Benjamin Sejdinović in den Lauf von Beier lupfte dieser ihn aus 20 Metern über den herauseilenden VfB-Keeper Tobias Werdich (48.). Mit diesem Treffer war die Gegenwehr des VfB gebrochen, von den Platzherren kam im Anschluss nicht mehr viel.

Den Schlusspunkt setzte Melesse Frauendorf mit seinem zweiten Treffer. Sein eingewechselter Bruder Melkamu hatte den Ball erobert und Mert Özkaya am Ende einer sehenswerten Umschaltaktion auf den Torschützen weitergeleitet – das 4:1 war natürlich die endgültige Entscheidung (71.).

Chancen, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten, waren da. Fabian Messina, der nach seiner Schlüsselbeinverletzung erstmals wieder von Beginn an spielte, ließ eine gute Gelegenheit liegen, Kerim Çalhanoğlu hatte bei einem Pfostenschuss Pech. „Die erste Halbzeit war recht ausgeglichen, doch im zweiten Durchgang haben die Jungs sehr aggressiv gespielt und sich die drei Punkte verdient“, jubelte Galm.

Tabellenführer Bayern München gewann gegen die SpVgg Unterhaching 3:0 und bleibt mit drei Zählern Vorsprung auf die TSG auf Platz eins. „Es war wichtig, den Druck auf die Bayern aufrecht zu erhalten“, so Galm, der die Erfolge der vergangenen Wochen auf den sehr breiten Kader zurückführt: „Die Jungs haben sich in allen Bereichen weiterentwickelt, im Moment läuft es richtig gut. Aber wir müssen jetzt am Ball bleiben und dafür sorgen, dass es so weitergeht.“

VfB Stuttgart – TSG 1899 Hoffenheim 1:4 (1:2)
Stuttgart: Werdich – Krasniqi, Suver, Schumann, Hägele (51. Sensoy), Goeggel, Meyer, Münst, Sifayin (63. Knappe), Hummel, Katsianas-Sanchez (78. Arslan).
Hoffenheim: Werner – Bogarde, Sejdinović, K. Özkaya, Krüger, M. Özkaya, Messina (63. Seitz), Mele. Frauendorf, K. Çalhanoğlu (53. Melk. Frauendorf), Beier (72. Sieb), John (75. Weiß).
Tore: 0:1 M. Özkaya (8.), 1:1 Bogarde (25., Eigentor), 1:2 Mele. Frauendorf (39.), 1:3 Beier (48.), 1:4 Mele. Frauendorf (71.). Zuschauer: 250. Schiedsrichter: Joel Maurice Jung (Winnweiler). Karten: Gelb für M. Özkaya.

 

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