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AKADEMIE
27.10.2018

U17 mit zweitem Viererpack in drei Tagen

Mit einem auch in der Höhe verdienten 4:1 (1:1)-Erfolg bei den Stuttgarter Kickers beendete die U17 ihre „Englische Woche“ in der Bundesliga Süd/Südwest, aus der sie sechs Punkte mitnahm. Wie schon vor drei Tagen im Derby gegen den KSC (4:2) traf die Elf von Trainer Danny Galm vier Mal ins Schwarze. Marvin Weiß zeichnete sich auf der Waldau als zweifacher Torschütze aus.

„Die Jungs haben eine gute Leistung gezeigt, auch wenn es bei diesen Platzverhältnissen sicherlich nicht einfach war“, bilanzierte Galm nach der Partie. Sein Team fand gut ins Spiel und erarbeitete sich erste Möglichkeiten, doch Armindo Sieb kam einen Schritt zu spät, Kerim Çalhanoğlu hatte bei einem Lattentreffer Pech. Kurz vor der Pause fiel dann aber doch noch das 1:0, als Marvin Weiß nach einem Zuspiel von Topaz Kronmüller aus zentraler Position per Drehschuss erfolgreich abschloss (34.). „Das war eigentlich gar keine echte Chance, aber zu diesem Zeitpunkt dennoch hochverdient“, so Galm.

Darauf, dass die Kickers vornehmlich mit langen Bällen operieren würden, waren die Hoffenheimer bestens eingestellt. Einmal aber zog die TSG-Defensive doch den Kürzeren: Praktisch mit dem Pausenpfiff segelte ein Freistoß in den Strafraum, den Muhamed Sanyang mit dem Kopf zum Ausgleich verwertete (40.). Die Stuttgarter waren durch ihr giftiges Nachsetzen und mit ihrem guten Umschaltspiel stets gefährlich, dennoch entsprach das Remis zur Halbzeit nicht ganz dem Spielverlauf.

Drei Tore in acht Minuten

Mit der Maßgabe, einfach konsequent so weiterzumachen, wie im ersten Durchgang, blieben die Hoffenheimer auch nach dem Wiederanpfiff am Drücker, wobei die Hausherren nun durch den Ausgleich Morgenluft witterten und ihrerseits die Führung suchten. TSG-Schlussmann Michael Gelt verhinderte dann auch mit zwei starken Paraden das 2:1. „Unsere Defensive stand alles in allem gut, aber Michael war da, als er gebraucht wurde“, lobte Galm.

Dann schlug die TSG in acht Minuten drei Mal zu und sorgte doch noch für klare Verhältnisse. Das 2:1 kam genau zum richtigen Zeitpunkt und zerstörte den Glauben der Kickers, den Hoffenheimern vielleicht doch ein Bein stellen zu können. Aus halblinker Position schweißte Melesse Frauendorf die Kugel mit dem linken Fuß in den Winkel. „Vielleicht sein bislang schönstes Tor“, mutmaßte Galm.

Marco John nach Flanke von Sieb (57.) und wiederum Weiß, der nach Kombination über die rechte Seite am ersten Pfosten vollstreckte (62.), machten nur wenige Minuten später den Sack endgültig zu. Çalhanoğlu, der ein zweites Mal die Latte traf, hätte sogar für ein noch deutlicheres Endergebnis sorgen können.

„Die drei Punkte sind hochverdient. Mich freut, dass sich die Jungs nicht durch den Ausgleich kurz vor der Pause haben beirren lassen“, sagte Galm, der nach dem Schlusspfiff seine Spieler Max Beier, Benjamin Sejdinović, Kevin Krüger und Kaan Özkaya in Richtung Nationalmannschaft verabschiedete.

In der Tabelle sprangen die Hoffenheimer kurzfristig auf Platz zwei. Doch das spielt derzeit eine untergeordnete Rolle, zumal Mainz und Augsburg noch nachziehen können. „Unsere volle Konzentration gilt dem nächste Spiel bei Eintracht Frankfurt“, versicherte Galm.

Stuttgarter Kickers – TSG 1899 Hoffenheim 1:4 (1:1)
Stuttgart: Otto – Tomani (68. Herberth), Rudloff, Freitas, Schwemmle, Kececi, Sanyang, Michaltsis (72. Cavallo), Yeboah (59. Geljic), Heckmann, Baroudi.
Hoffenheim: Gelt – Bogarde, Sejdinović, Kronmüller, Krüger, Mele. Frauendorf (63. Schmitten), John, Melk. Frauendorf (68. Herth), K. Çalhanoğlu, Sieb (57. Beier), Weiß.
Tore: 0:1 Weiß (34.), 1:1 Sanyang (40.), 1:2 Mele. Frauendorf (54.), 1:3 John (57.), 1:4 Weiß (62.) Zuschauer: 80. Schiedsrichter: Dominik Fober (Herrieden). Karten: Gelb für Sejdinović.

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