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FRAUEN
17.03.2019

Mit müdem Auftritt zu einem Punkt in Bremen

Am 16. Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga reichte es für die TSG beim SV Werder Bremen nur zu einem 1:1 (0:1). An der Weser wirkte die Mannschaft von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann müde und unkonzentriert, der Ausgleich von Nicole Billa per Foulelfmeter (63.) nach einem Gegentreffer in der ersten Halbzeit (21.) war zwar verdient, bescherte der TSG jedoch nur ein unter dem Strich sogar glückliches Unentschieden.

Taktik & Personal: 

Fünf Tage nach dem furiosen Halbfinaleinzug im DFB-Pokal stand für die TSG am Sonntagvormittag die nächste Aufgabe in der Allianz Frauen-Bundesliga an. Taktisch agierte die Mannschaft von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann im Vergleich zur Partie bei Bayer 04 Leverkusen unverändert, allerdings rückten zwei frische Kräfte in die Anfangsformation. Anne Fühner verteidigte statt Laura Wienroither auf der rechten Seite, Isabella Hartig ersetzte Franziska Harsch im zentralen Mittelfeld. 

Pünktlich zum Anpfiff strahlte sogar die Sonne über den Rasen auf Platz 11 und die TSG erwischte im Schatten des Weser-Stadions einen guten Start. Gegen den kompakt stehenden SV Werder Bremen ließen die Hoffenheimerinnen den Ball laufen und brachten ihren Gegner ins Laufen. Doch schon nach gut zehn Minuten schien die TSG die Geduld zu verlieren. Es fehlte an Bewegung, kaum einen Zweikampf konnte die Ehrmann-Elf für sich entscheiden. Die Unkonzentriertheit nutzten die Gastgeberinnen eiskalt aus. Sofia Nati, die immer wieder gefährliche Schüsse aufs TSG-Tor feuerte, traf aus der Distanz zur Führung für Bremen (21.). Trotz Gegentreffer wachten die Hoffenheimerinnen jedoch nicht auf. Immer wieder schenkte die TSG die Bälle unnötig her, Torchancen ergaben sich auf beiden Seiten nicht. 

Nach der Pause wollte die TSG neues Feuer entfachen, hatte aber schon nach zwei Minuten großes Glück, als Sofia Nati nur die Latte traf. Weiterhin taten sich die Hoffenheimerinnen schwer, aus ihrer Passivität zu kommen, trotz deutlich mehr Kampfgeist wirkte der Auftritt müde und ideenlos. Die größer werdenden Offensivbemühungen wurden nach einer guten Stunde dennoch belohnt. Nicole Billa traf per Strafstoß zum Ausgleich. Mit dem Treffer begann eine Phase, in der der SV Werder Bremen einzubrechen schien, die Angriffe der TSG rollten immer wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeberinnen. Doch die Bremerinnen fingen sich wieder, verteidigten konsequent und sorgten sogar selbst noch für Gefahr. In der Schlussphase kämpfte die TSG um den Siegtreffer, blieb in Bremen aber glücklos. 

Der Spielfilm

11

Erster Warnschuss der Gastgeberinnen! Einen langen Ball lässt Selina Cerci knapp vor dem Strafraum mit dem Rücken zum Tor auf Sofia Nati klatschen, die aus 20 Metern wuchtig abschließt. Ihr Schuss streicht über die Querlatte. 

21

Führung für Bremen. Ein Fehlpass aus der Innenverteidigung landet genau in den Füßen von Angreiferin Sofia Nati, die aus 28 Metern beherzt abzieht. Der Schuss segelt über Martina Tufekovic im TSG-Tor hinweg in den Winkel. Mist!

32

Der SV Werder Bremen setzt Nadelstiche. Giovanna Hoffmann wird an der Strafraumkante angespielt und dribbelt auf Tufekovic zu. Die Bremerin will die TSG-Schlussfrau umkurven, der Winkel wird jedoch zu spitz und nach mehreren Klärungsversuchen bekommen die Hoffenheimerinnen den Ball endlich aus dem Strafraum. 

47

Latte! Sofia Nati probiert es erneut aus der Distanz und wieder wird es richtig gefährlich. Vom Quergebälk springt der Ball zurück ins Feld, schlussendlich klärt Anne Fühner bei viel Trouble im Strafraum. 

50

Nun auch mal die TSG! Maxi Rall wird auf der linken Seite angespielt und zieht mit Tempo in den Strafraum. Aus spitzen Winkel schließt die Nationalspielerin ab, Lena Pauels im SVW-Tor ist aber zur Stelle. 

63

Der Ausgleich!!! Nicole Billa läuft von halbrechts in den Strafraum und wird per Grätsche zu Fall gebracht. Den klaren Elfmeter verwandelt Billa selbst sicher zum 1:1. 

69

Gute Chance für Hoffenheim! Die eingewechselte Jana Beuschlein behauptet an der Mittellinie den Ball, Maxi Rall sammelt die Kugel auf und rauscht in Richtung Werder-Tor. Von Bremens Verteidigerin Luisa Wensing wird sie zwar noch abgedrängt, bringt den Ball aber gut aufs lange Eck. Nur haarscharf streicht der Schuss am Pfosten vorbei. 

80

Glück für die TSG! Selina Cerci erobert auf der rechten Seite stark den Ball, ihre Flanke segelt nur knapp am langen Pfosten vorbei. 

89

Das muss die Führung sein! Nici Billa setzt sich auf dem rechten Flügel durch, die Flanke wird im Zentrum verlängert und landet bei Maxi Rall, die aus acht Metern frei zum Schuss kommt. Der wird jedoch auf der Linie von mehreren tapfer verteidigenden Bremerinnen geklärt. Schade!

Die Zahl des Spiels: 1

Erst drei Punkte sammelte die TSG in der Rückrunde der Allianz Frauen-Bundesliga. Auch beim SV Werder Bremen reichte es für die Mannschaft von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann nach Unentschieden beim 1. FFC Turbine Potsdam (1:1) und der SGS Essen (2:2) nur zu einem Punkt. 

Die Szene des Spiels: 

Es hätte irgendwie ins Bild gepasst, wenn die TSG am Sonntagvormittag auf Platz 11 sogar vom Punkt gescheitert wäre. Doch in der 63. Minute verwandelte Nicole Billa einen an ihr selbst verursachten Foulelfmeter gewohnt sicher zum 1:1. Für die Angreiferin ist es bereits der achte Saisontreffer. 

Daten & Fakten zum Spiel »

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