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CAMPUS
11.03.2020

Hoffenheimer I-Team mit Freude und Offenheit am Ball

Seit vergangenem Herbst gibt es im Breitensportangebot der TSG das I-Team, in dem Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung einmal pro Woche gemeinsam Fußball spielen können. Die bisherigen Teammitglieder sind mit viel Spaß dabei und freuen sich über weitere Fußballbegeisterte.

Einen kleinen Hindernisparcours überwunden, Anlauf genommen und mit einem gezielten Schuss die Hütchenkegel umgeschossen – der 16-jährige Michael jubelt kurz und läuft dann schnell wieder zu seinen Mitspielern vom I-Team zurück, um mit Mercan abzuklatschen, der nun probiert, mit seinem Versuch die stehengebliebenen Hütchen zu treffen. Dass der Spaß beim wöchentlichen Training des neu geschaffenen I-Teams an erster Stelle steht, ist in der Hoffenheimer Sporthalle auf dem TSG AOK Campus nicht zu übersehen. „Der Leistungsgedanke nimmt hier nur eine sehr untergeordnete Rolle ein“, sagt auch Nicola Junghans von „Anpfiff ins Leben“, die gemeinsam mit Malte Knöll, der sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei „Anpfiff“ absolviert, die Trainingseinheiten des Teams leitet.

Als Angebot für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung und im Alter von acht bis 16 Jahren wurde das I-Team im Herbst aus der Taufe gehoben. Ähnliche Mannschaften gibt es bereits in Walldorf und Heidelberg. Um auch in Hoffenheim ein I-Team zu haben, schrieb der TSG AOK Campus gemeinsam mit „Anpfiff“ das Projekt aus und im Oktober fand die erste Trainingseinheit statt.

Offener und toleranter Umgang miteinander

Seitdem spielen anfangs vier, mittlerweile fünf Jungs regelmäßig unter Anleitung auf dem Campus der TSG Fußball. Der jüngste ist acht, der älteste 16 Jahre alt. Der 15-jährige Mercan Uslu aus Waibstadt ist von Anfang an dabei: „Mein Lehrer hat mich gefragt, ob ich da mitmachen will und dann habe ich meine Eltern gefragt“, erzählt Mercan, dem die Einheiten viel Spaß machen. „Am besten gefällt es mir, wenn wir kleine Wettkämpfe machen. Aber schön finde ich auch, dass wir uns hier alle gut verstehen.“

Das ist auch Nicola Junghans wichtig: „Mittlerweile sind die Jungs schon ein richtiges Team geworden. Sie gehen sehr offen und tolerant miteinander um und nehmen immer wieder Rücksicht aufeinander.“ Das Training gestaltet Junghans, die früher selber Fußball gespielt hat, abwechslungsreich. „Wir schauen, dass wir immer ein bisschen was anderes machen. Aber in der Regel fangen wir mit einem Aufwärmspiel an und dann kommen verschiedene Übungen zum Dribbeln, Passen und Schießen.“

Weitere Spielerinnen und Spieler gesucht

Neben dem Spaß geht es für die TSG auch darum, die koordinativen Fähigkeiten und grundlegende, sportartübergreifende Fertigkeiten zu fördern. Darüber hinaus hat das I-Team aber auch eine soziale Funktion. „Solche Angebote sind aus meiner Sicht enorm wichtig, um Berührungsängste abzubauen, das soziale Miteinander zu stärken und die Freude am Fußball und an der Bewegung generell zu fördern“, sagt Nicola Junghans.

Die Anpfiff-Mitarbeiterin ist genauso wie FSJler Malte Knöll mit Begeisterung und viel Fürsorge bei der Sache. Das I-Team ist eine Herzensangelegenheit des Breitensports der TSG und der Übungsleiter von "Anpfiff ins Leben" und kommt bei den Spielern auch als solche an. So ist die Begeisterung für den Fußball auch hier zu spüren. Für die Zukunft würden sich die beiden Trainer noch über Zuwachs für ihre Mannschaft freuen – vor allem über ein paar Mädchen. Trainiert wird immer mittwochs zwischen 17 und 18 Uhr in der Sporthalle neben der Grundschule am Großen Wald in Hoffenheim.

Ein langfristiges Ziel hat Nicola Junghans auch: „Es wäre schön, wenn wir es irgendwann schaffen würde, eine kleine Spielrunde mit den anderen I-Teams aufzubauen.“

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