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AKADEMIE
22.02.2020

U19 biegt Rückstand um und schlägt Fürth

Dank einer kräftigen Leistungssteigerung hat die U19 ihr Heimspiel in der A-Junioren-Bundesliga gegen Greuther Fürth mit 3:1 (0:1) gewonnen. Nach schwacher erster Halbzeit sorgten die eingewechselten Marvin Weiß und Yannick Eitelwein sowie Kerim Čalhanoğlu mit ihren Treffern für den Heimerfolg.

Mit Torwart Michael Gelt und Innenverteidiger Ebenezere Nzongo hatte TSG-Trainer Marcel Rapp zwei Startelfdebütanten aufgeboten. Aufgrund zahlreicher Ausfälle saßen zudem nur vier Feldspieler auf der Bank. Die sieglosen Gäste aus Fürth begannen im Dietmar-Hopp-Stadion mutig und suchten ihr Heil sofort im Weg nach vorne. Der TSG fehlte es zunächst an Inspiration und Esprit. Die Konsequenz: In der 11. Minute jubelten die Greuther. Über die linke Seite hatten sich die Gäste mit einem Doppelpass durchgespielt, sodass Mittelfeldspieler Chris-Stephan Dierke frei vor Gelt auftauchte. Der Keeper bekam zwar noch eine Hand an den Ball, dieser trudelte aber dennoch über die Linie.

Auf eine wütende Gegenreaktion der Akademie-Junioren mussten Cheftrainer Rapp und die Zuschauer anschließend vergeblich warten. Stattdessen hätten die Gäste sogar erhöhen können, nachdem sie zwei Mal von der TSG dazu eingeladen worden waren. Erst ermöglichte ein ungenauer Pass im Spielaufbau einen schnellen Fürther Gegenstoß, an dessen Ende Stürmer Amer Habibovic frei vor Gelt an einer starken Parade des Keepers scheiterte (29.). Dann vertändelte Nzongo als letzter Mann den Ball und ermöglichte dem Fürther Juho Ojanen einen Freilauf aufs Tor, der erneut von Gelt in höchster Not gestoppt wurde (39.). „Wir hätten uns über ein 0:2 oder sogar 0:3 zur Pause nicht beschweren dürfen. Mitch hat uns da im Spiel gehalten“, so Rapp.

Der U19-Cheftrainer reagierte noch vor der Pause und brachte mit Marvin Weiß einen frischen Spieler und ehemaligen Fürther in die Partie. Unmittelbar danach hatte die TSG dann ihre beste Phase und ihre größten Chancen. Nach einer starken Einzelaktion links im Strafraum hatte Quincy Butler zunächst das Auge für Amid Khan Agha im zentralen Rückraum, doch dessen Flachschuss strich knapp am rechten Pfosten vorbei (42.). Zwei Minuten später nahm Innenverteidiger Noah König eine abgewehrte Hereingabe aus 18 Metern direkt aus der Luft. Der Ball senkte sich gefährlich, landete aber auf dem Tornetz.

Butlers starke Einzelaktion läutet Aufholjagd ein

So ging es mit dem 0:1-Rückstand in die Pause, die Rapp dazu nutzte zwei weitere Wechsel vorzunehmen. Fürs zentrale Mittelfeld brachte er Fabian Messina, für den Angriff Yannick Eitelwein. „Das, was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, genügte in keinster Weise unseren Ansprüchen. Vor allem technisch und emotional war das deutlich zu wenig“, sagte der Chefcoach, dessen Mannschaft mit Beginn der zweiten Halbzeit jedoch deutlich mehr Dominanz und Zug zum Tor zeigte.

Der eingewechselte Messina führte sich gleich stark ein, fing einen Fürther Ball ab und setzte sofort Butler auf der rechten Seite in Szene. Dessen Hereingabe ins Zentrum war perfekt für Lukas Schappes, doch der Fürther Keeper Jasper Rump rettete seiner Mannschaft mit einer starken Parade die Führung (49.). Drei Minuten später war Rump erneut zur Stelle, als er einen Kopfball von Amadou Onana aus dem Winkel fischte.

Der Lohn für das Engagement folgte in der 57. Minute und war einer ganz starken Aktion von Butler zu verdanken. Der US-Amerikaner zog von der rechten Seite aus dynamisch an fünf Gegenspielern vorbei und hatte dann noch einen herrlichen Außenristpass für Weiß auf der linken Seite im Fuß. Auch der Abschluss von Weiß konnte sich sehen lassen und der Ball schlug im rechten Winkel ein.

Drittes Tor symptomatisch für verbesserte Einstellung

Die Rapp-Elf wollte nun unbedingt das Spiel drehen und einen Heimsieg einfahren. Die zwingenden Chancen der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs blieben in der Folge jedoch erst einmal aus. Čalhanoğlus Freistoßflanke von der linken Seite, die Butler am zweiten Pfosten mit der Fußspitze knapp am Tor vorbeispitzelte, blieb lange Zeit die beste Gelegenheit auf das 2:1.

Die Schlussphase brachte schließlich aber doch noch die Erlösung. Neun Minuten vor dem Ende bediente der eine Joker, Eitelwein, den anderen Joker, Weiß, der den Ball wiederum weiter zu Čalhanoğlu links in den Strafraum passte. Der Linksaußen legte jede Menge Wucht in seinen Schuss und donnerte den Ball in die Maschen. Fünf Minuten später dann der endgültige K.o. für die tapferen Gäste, nachdem Eitelwein sich den Ball erkämpft hatte, in den Strafraum gezogen war und den Ball souverän die linke Ecke gelegt hatte.

Am Ende war dann auch Rapp mit dem Spiel halbwegs versöhnt, auch wenn er die erste Halbzeit nicht vergessen hatte. „Man hat gesehen, dass wir noch an vielen Dingen arbeiten müssen, aber in der zweiten Halbzeit war es deutlich besser. Die Tore waren daher folgerichtig und am Ende haben wir verdient gewonnen. Symptomatisch für das verbesserte Auftreten war für mich das dritte Tor, als Yannick Eitelwein unbedingt den Ball erobern und das Tor machen wollte.“

 

TSG 1899 Hoffenheim – SpVgg Greuther Fürth 3:1 (0:1)
Hoffenheim: Gelt – König, Nzongo (41. Weiß), Sejdinović – Landwehr (46. Messina), K. Čalhanoğlu – Onana – Khan Agha (46. Eitelwein), John – Schappes (87. Malonga), Butler.
Fürth: Rump – Dinyer, Köstler, Löblein, Oppelt – Kamm – Dierke, Torlak – Sauer (70. Schories) – Habibovic (59. Fetahu), Ojanen.
Tore: 0:1 Dierke (11.), 1:1 Weiß (57.), 2:1 K. Čalhanoğlu (81.), 3:1 Eitelwein (86.). Zuschauer: 150. Schiedsrichter: Stefan Ebe (Kluftern). Karten: Gelb für König, Onana, Messina / Dierke, Löblein, Dinyer, Schories.

Daten & Fakten zum Spiel »

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