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FRAUEN
01.12.2019

Mit Kantersieg zur Vize-Herbstmeisterschaft

Mit einem starken Auftritt und einem verdienten 5:1 (2:1) gegen den 1. FFC Turbine Potsdam sicherte sich die TSG am 11. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga die Vize-Herbstmeisterschaft. Nach der Führung der Potsdamerinnen (12.) schoss Nicole Billa ihr Team mit einem Dreierpack (14., 32., 59.) zurück ins Spiel. Isabella Hartig schraubte das Ergebnis mit zwei Treffern (72., 76.) in die Höhe. Durch den deutlichen Sieg beendet die TSG ihre bisher beste Halbserie mit 28 Punkten und bleibt ärgster Verfolger des VfL Wolfsburg.

Taktik & Personal:

Zum Abschluss der Hinrunde empfing die TSG bei frostigen Temperaturen den 1. FFC Turbine Potsdam im Dietmar-Hopp-Stadion. Gegen den Tabellensechsten setzte Chef-Trainer Jürgen Ehrmann auf die Anfangsformation, die sich in der Vorwoche ein Unentschieden beim 1. FFC Frankfurt erkämpft hatte. Im Tor startete Janina Leitzig für die verletzte Martina Tufekovic, im defensiven Mittelfeldzentrum ersetzte Franziska Harsch die ebenfalls verletzte Fabienne Dongus. Anne Fühner und Maximiliane Rall besetzten die offensiven Positionen auf den Außenbahnen, im Zentrum sollten Lena Lattwein, Isabella Hartig und Nicole Billa für Gefahr sorgen.

In Hoffenheim begegneten sich am 11. Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga zwei agile und mutige Teams. Die TSG erarbeitete sich von Beginn an leichte Vorteile und befreite sich mit präzisen Kombinationen aus dem Druck der Potsdamerinnen. Auch in der Offensive war das Team von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann gefährlich, doch in der Anfangsphase fehlte die Zielstrebigkeit vor dem Tor. In Führung gingen nach zwölf Minuten die Gäste, die ebenfalls mit viel Tempo in die Partie starteten. Nur zwei Zeigerumdrehungen später glich die TSG verdient aus, Nicole Billa traf zum 1:1. Anschließend erarbeiteten sich die Hoffenheimerinnen immer mehr Spielanteile, mit viel Spielfreude kombinierte sich die TSG immer wieder leichtfüßig durch die Reihen der Potsdamerinnen, die in dieser Phase nur selten zu Angriffen ansetzten. In der 32. Minute nutzte Nicole Billa eine der vielen guten Möglichkeiten zur verdienten Führung. Mit dem Treffer kamen die Gäste wieder besser ins Spiel und sorgten mit temporeichen Angriffen ebenfalls für Gefahr. Im Dietmar-Hopp-Stadion ging es in einer intensiven Partie nun hin und her. Kurz vor der Pause hatte die TSG die große Chance, die Führung auszubauen, doch es ging mit dem 2:1 in die Halbzeit. 

Nach der Pause begann Potsdam druckvoll und drängte die TSG in ihre eigene Hälfte. Allerdings verteidigten die Hoffenheimerinnen konzentriert, sodass gute Chancen der Gäste ausblieben. Die TSG startete immer wieder Konter, kam aber ebenfalls nicht entscheidend vor das Tor. In der 59. Minute setzte Sarai Linder ihr Tempo auf der rechten Außenbahn hervorragend ein und legte nach einem Pass von Maxi Rall quer zu Nicole Billa, die mit ihrem dritten Treffer auf 3:1 erhöhte. Die Partie verlor im Anschluss an Struktur, blieb aber gut. Die Turbine biss sich an der Defensive der Hoffenheimerinnen die Zähne aus, die Ehrmann-Elf bekam auf der Gegenseite viele Räume, spielte jedoch zu unpräzise. Mit einem direkt verwandelten Freistoß sorgte Isabella Hartig endgültig für klare Verhältnisse (72.), nur vier Minuten später staubte die Mittelfeldspielerin nach einem Eckball ab und erzielte das 5:1 (76.). Trotz des deutlichen Ergebnisses blieb die Partie auch in der Schlussphase intensiv und temporeich, Treffer fielen allerdings nicht mehr. "Diese Begegnung hat unsere Hinrunde perfekt widergespiegelt", betonte Chef-Trainer Jürgen Ehrmann. "Wir haben tollen Fußball geboten, hatten einen guten Gegner, der das hohe Tempo mitgegangen ist, haben uns aber letztendlich verdient durchgesetzt."

Der Spielfilm

9

Der erste gefährliche Abschluss der Gäste! Potsdam spielt sich über die rechte Seite und der Ball landet vor den Füßen von Marie Höbinger, die von der Strafraumkante flach abzieht. Ihr Schuss streift am langen Pfosten vorbei.

12

Führung für die Turbine. Wieder geht es über die rechte Seite, ein flacher Pass ins Zentrum kommt durch zu Lara Prasnikar, die den Ball elf Meter vor dem Tor kurz annimmt und ins linke Toreck drischt. Mist!

14

Der schnelle Ausgleich! Lena Lattwein stoppt einen Konter der Potsdamerinnen und Anne Fühner treibt das Leder durchs Zentrum nach vorne. Auf engstem Raum steckt sie durch zu Nicole Billa, die den Ball geschickt mitnimmt und frei vor Turbine-Torfrau Vanessa Fischer auftaucht. Die Angreiferin schiebt die Kugel präzise in die linke Ecke. Stark!

28

Das muss die Führung für die TSG sein! Nicole Billa lässt im Zentrum durch, Franziska Harsch bedient Isabella Hartig, die aufs Tor der Potsdamerinnen zusteuert. Ihr Schuss ist aber zu zentral. Schade!

29

Wieder eine tolle Möglichkeit! Nicole Billa bekommt 30 Meter vor dem Tor den Ball in den Fuß gespielt und läuft mit viel Tempo Richtung Strafraum. In der Gefahrenzone wird die Österreicherin von links unter Druck gesetzt, bringt den Ball aber wuchtig aufs Tor. Turbine-Schlussfrau Vanessa Fischer kann den Schuss mit der Hand gerade noch um den linken Pfosten lenken. 

32

Da ist es, das verdiente 2:1!!! Nach einem Eckball der Turbine kontert die TSG über Sarai Linder und Isabella Hartig, die den Ball durchsteckt zu Anne Fühner. Die muss zwar das Tempo rausnehmen, doch trotz heranstürmender Potsdamerinnen bringt die Mittelfeldspielerin die Kugel zu Nicole Billa, die im Strafraum freisteht und mit ihrem zweiten Treffer für die Führung sorgt. 

45

Es geht hin und her, Maxi Rall hat den dritten Treffer auf dem Fuß. Von Isabella Hartig bekommt sie den Ball an der Strafraumkante in den Lauf gelegt, Fischer im Tor der Potsdamerinnen lenkt den wuchtigen Schuss aber entscheidend ab. Schade!

59

Dreierpack! Stark! Die TSG erhöht auf 3:1! Maxi Rall und Sarai Linder spielen sich in höchstem Tempo über die rechte Seite. Linder zieht mit großen Schritten in den Strafraum und legt perfekt ab für Nicole Billa, die aus zwölf Metern eiskalt bleibt und die Kugel flach ins linke Toreck schiebt. 

70

Potsdam ist weiter bemüht! Erst scheitert Prasnikar nach einer Hereingabe von der rechten Seite per Direktabnahme aus kurzer Distanz, dann versucht es Sarah Zadrazil aus 20 Metern. Den Schuss fängt TSG-Torhüterin sicher aus der Luft. 

72

4:1!!! Die TSG kontert immer wieder gefährlich, Maxi Rall wird an der Strafraumkante zu Fall gebracht. Isabella Hartig tritt an und zirkelt den Ball aus halbrechter Position mit ihrem starken linken Fuß gefühlvoll in den Winkel. Super!

76

Wieder schlägt die TSG zu! 5:1! Nach einem Eckball von der linken Seite köpft Franziska Harsch das Leder gefährlich aufs Tor. Vanessa Fischer ist zwar zur Stelle, klärt den Ball aber vor die Füße von Isabella Hartig, die die Kugel über die Linie drückt. 

82

Wieder die TSG! Chantal Hagel zieht aus 22 Metern ab, ihr Schuss geht knapp über das Tor. Schade!

85

Chance für Potsdam! Sophie Weidauer wird im Strafraum gut freigespielt, schießt den Ball aber aus der Drehung deutlich links neben das Tor von TSG-Schlussfrau Janina Leitzig.

Die Szene des Spiels:

Der 1. FFC Turbine Potsdam startete nach knappem Pausen-Rückstand schwungvoll in den zweiten Durchgang. Doch die TSG ließ sich von der Drangphase der Gäste überhaupt nicht aus der Ruhe bringen, strahlte Sicherheit und Souveränität aus. Und zu einem perfekten Zeitpunkt erstickten die Hoffenheimerinnen die Hoffnungen der Turbine im Keim. Mit viel Tempo spielten sich Maxi Rall und Sarai Linder, die in der Hinrunde durch konstant starke Leistungen auf sich aufmerksam machte, in der 59. Minute über die rechte Seite und Angreiferin Nicole Billa, einmal mehr Aktivposten im Spiel der Hoffenheimerinnen, vollendete den schönen Angriff zum vorentscheidenden 3:1. Ein tolles Tor!

Die Zahl des Spiels: 28

Die TSG bleibt das Überraschungsteam der laufenden Spielzeit. Schon zum Saisonstart überzeugten die Hoffenheimerinnen in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga mit mutigem Offensiv-Fußball und großer Spielfreude, für die über die gesamte Hinrunde konstant guten Leistungen belohnte sich das Team von Chef-Trainer Jürgen Ehrmann mit 28 Punkten und dem zweiten Tabellenplatz. "Das ist zum jetzigen Zeitpunkt auch absolut verdient", lobte Ehrmann. "Unser Ziel bleibt die 40-Punkte-Marke, dazu fehlen uns noch zwölf Zähler. Wenn wir diese geholt haben, können wir neue Ziele definieren."

Daten & Fakten zum Spiel »

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