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FRAUEN
05.12.2019

Franziska Harsch: „Das Spiel lenken“

In der Hinrunde stand Mittelfeldspielerin Franziska Harsch in jeder Begegnung auf dem Platz. Im Interview spricht die 22-Jährige über die Höhepunkte der vergangenen Monate, die Position im defensiven Mittelfeld und den Start in die Rückrunde gegen den FF USV Jena am Sonntag (14 Uhr im Dietmar-Hopp-Stadion).

Hallo Franzi! Die Hinrunde hätte für euch kaum besser laufen können. Was war in dieser erfolgreichen Halbserie dein persönliches Highlight?

„Da fällt mir als erstes der Sieg gegen den FC Bayern ein. Ich glaube, aus mir ist nach Abpfiff selten so die Freude herausgeplatzt, wie nach diesem Spiel. Wir hatten uns schon gegen Wolfsburg das Ziel gesetzt, etwas zu holen und waren dann doch recht chancenlos. Gegen München wollten wir dann endgültig wissen, wo wir stehen. Der Sieg hat bestätigt, dass wir auf einem richtig guten Weg sind und auch solche Gegner schlagen können. Es war ein hochspannendes Spiel, beinahe hätte ich am Ende sogar noch mit einem Eigentor den Ausgleich gemacht. Für mich war dieser Sieg ein echtes Highlight. Aber auch der 7:0-Erfolg gegen die SGS Essen war etwas Besonderes. Dieses Spiel hat unglaublich viel Spaß gemacht. Man schießt nicht einfach mal so sieben Tore, schon gar nicht gegen Essen, das war einfach verrückt.“

Ihr habt in elf Spielen 28 Punkte geholt, so viele wie noch nie. Wie realistisch ist es, das in der Rückrunde zu bestätigen?

„Das haben wir selbst in der Hand. Jede muss am Ball bleiben und jeden Tag weiter Vollgas geben. Nur so können wir unsere Ziele erreichen. Ich bin überzeugt, dass wir eine sehr gute Rückrunde spielen können, denn das Glück, was wir bisher vielleicht in dem ein oder anderen Spiel hatten, haben wir uns auch erarbeitet. Wir haben in der Hinrunde aus jedem Spiel Erkenntnisse gewonnen, die uns weiterbringen werden.“

Aufgrund der Verletzung von Fabienne Dongus bist du auf die Position im defensiven Mittelfeld gerückt. Wie interpretierst du diese Rolle?

„Feststeht, dass man eine Spielerin nicht eins zu eins ersetzen kann. Fabi kann auf dieser Position viele ihrer Fähigkeiten einbringen, die wichtig für unser Spiel sind. Ich versuche dennoch nicht, sie nachzuahmen. Wichtig ist es auf dieser Position, ein Teamplayer zu sein. Man arbeitet viel für die Mannschaft, muss sich einsetzen und aufreiben. Das, so würde ich sagen, können wir beide sehr gut. Man muss das Spiel lenken, es verlagern, schnell machen oder Ruhe reinbringen. Ich kann im Passspiel meine Stärken einbringen und versuche im Spielaufbau immer präsent zu sein.“

Zwei Spiele stehen für euch vor der Winterpause noch an. Es geht gegen die beiden Aufsteiger, die ihr im Sommer deutlich geschlagen habt.

„Wir konzentrieren uns darauf, was wir auf den Platz bringen wollen. Egal ob Jena oder Wolfsburg, wir erarbeiten uns immer einen Matchplan, den wir dann umsetzen wollen. Der sieht je nach Gegner natürlich anders aus, aber wir haben immer neue Aufgaben, an die wir uns auch im Training heranarbeiten. Deshalb geht die Spannung nicht verloren, man kann nie nachlassen. Wir wollen gegen Jena und Köln viel Zugriff haben und das Spiel lenken. Das Ziel ist, uns Chancen zu erarbeiten und Tore zu erzielen, aber auch die Defensive nicht zu vernachlässigen.“  

Was habt ihr euch für das letzte Heimspiel des Jahres gegen den FF USV Jena vorgenommen?

„Wir wollen auf jeden Fall nochmal drei Punkte holen, um die Rückrunde mit einem Erfolgserlebnis zu starten. Wir möchten einmal mehr beweisen, dass wir auf einem richtig guten Weg sind. Die Hinrunde ist abgehakt, wir haben uns lange genug über die Erfolge gefreut. Jetzt konzentrieren wir uns auf die nächsten Spiele.“

Nach dem Spiel in Köln geht es in die wohlverdiente Winterpause. Hast du schon Pläne für die freien Tage?

„Ich freue mich schon sehr, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Das ist ideal, um runterzukommen. Die Tage an Weihnachten werde ich ganz entspannt angehen, an Silvester werde ich mit Freunden unterwegs sein.“

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