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AKADEMIE
01.11.2019

Traumtore satt: U19 triumphiert im Badenderby

Dank einer beeindruckenden zweiten Halbzeit hat die U19 einen fulminanten Badenderby-Sieg gegen den Karlsruher SC gelandet. Am Ende stand es nach größtenteils stark herausgespielten Toren 6:0 (1:0) für die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp. Marvin Weiß traf doppelt, außerdem waren Lukas Schappes, Quincy Butler, Amid Khan Agha und Kevin Krüger erfolgreich. Die Gäste kassierten kurz vor der Halbzeit eine Gelb-Rote Karte.

Die TSG musste im Baden-Derby kurzfristig auf Toptorjäger Maximilian Beier und Linksverteidiger Kerim Çalhanoğlu verzichten. Cheftrainer Marcel Rapp bot stattdessen Max Geschwill links in der Viererkette und U17-Angreifer Turan Çalhanoğlu im Sturm auf. Beide brachten von Beginn an gute Impulse in das Spiel der Kraichgauer, sodass die Ausfälle nicht allzu sehr ins Gewicht fielen.

Der KSC pushte sich vom Anstoß weg lautstark nach vorne, das Kommando jedoch übernahm sofort die TSG. Eine erste gute Chance ließ Amid Khan Agha nach Vorlage von Quincy Butler noch liegen (6.), doch kurze Zeit später klingelte es doch noch im Karlsruher Kasten: Lukas Schappes, neben Çalhanoğlu zweite Sturmspitze, erhielt von der rechten Seite den Ball im Strafraum und ließ Paul Löhr im Karlsruher Tor mit seinem Abschluss keine Chance (10.).

Karlsruher Platzverweis kurz vor der Halbzeit

Die Führung verwaltete die Rapp-Elf nun, doch weitere Chancen wollten sich zunächst nicht ergeben. Das galt jedoch auch für die Gäste, die zwar immer mal wieder vor das Tor von TSG-Keeper Daniel Klein kamen, ohne jedoch die ganz große Torgefahr auszustrahlen. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurde das Spiel zerfahrener, weil sich auf beiden Seiten häufiger Fehlpässe und Ungenauigkeiten einschlichen. Çalhanoğlus Flachschuss aus 16 Metern war zwei Minuten vor der Pause die beste Offensivaktion der ersten Halbzeit nach dem Führungstreffer, jedoch gleichzeitig sichere Beute für KSC-Keeper Löhr.

Kurz vor der Pause schwächten sich die Karlsruher dann selbst: Der erst kurz zuvor verwarnte Innenverteidiger Mihailo Trkulja unterband einen schnellen Hoffenheimer Angriff, indem er Khan Agha festhielt und Schiedsrichter Tobias Bauch hatte keine andere Wahl als die Gelb-Rote Karte zu ziehen. Somit gingen die TSG-Junioren mit dem guten Gefühl der Führung und Überzahl in die Kabine.

Traumhaft kombiniert, eiskalt abgeschlossen

Spielerisch legten die Rapp-Schützlinge in der zweiten Halbzeit noch mal einiges zu – und das machte sich schnell bezahlt. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff setzte Melesse Frauendorf mit einem stark getimten Ball auf die rechte Seite Butler in Szene, der direkt die Linie weiter zu Khan Agha passte. Butler startete sofort in den Strafraum durch und erhielt die Kugel von Khan Agha zurück, sodass der US-Amerikaner aus sieben Metern mit seinem ersten Saisontor zum 2:0 treffen konnte.

Die TSG kombinierte sich nun traumhaft sicher durch die Karlsruher Reihen und ließ nur vier Minuten später den nächsten Treffer folgen: Wieder war Khan Agha der Ausgangspunkt, der sich mit Marco John im Strafraum den Ball zuspielte, bis John von links mit seinem Querpass erneut Khan Agha fand, der nur noch einzuschieben brauchte.

Die Krönung dann das 4:0: Der eingewechselte Kevin Krüger und Butler kombinierten sich stark auf der enorm agilen rechten Hoffenheimer Seite durch und fanden am Ende im Zentrum den ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Marvin Weiß, der sich den Ball mit dem ersten Kontakt hochlegte und spektakulär per Seitfallzieher traf (82.).

Weiß gelingen zwei Jokertore

Nicht weniger schön das 5:0 – und wieder war Weiß der Protagonist. Mit einem satten Rechtsschuss aus 18 Metern knallte er den Ball an den linken Innenpfosten, von wo er ins Netz sauste (84.). Die Rapp-Elf hatte jedoch immer noch nicht genug und sprühte weiter nur so vor Spielfreude. Den Schlusspunkt setzte Krüger, der im Strafraum den Ball perfekt von Schappes vorgelegt bekam und aus kurzer Distanz zum 6:0 vollendete (87.).

Rapp hatte nach dem vierten Erfolg hintereinander und dem höchsten U19-Heimsieg unter ihm als Cheftrainer kaum etwas auszusetzen an dem Auftritt seiner Mannschaft: „Das war eine gute Leistung von uns, denn wir waren sehr effektiv und das Spiel drohte zu keiner Zeit zu kippen. In der zweiten Halbzeit haben wir toll herausgespielte Tore erzielt und viele gute Aktionen gehabt. Von daher sind wir zufrieden.“

 

TSG 1899 Hoffenheim – Karlsruher SC 6:0 (1:0)
Hoffenheim: D. Klein – Mele. Frauendorf, Curda, Sejdinović (78. Nzongo), Geschwill (58. Krüger) – Onana (78. Landwehr) – Butler, Khan Agha, John – Schappes, T. Çalhanoğlu (58. Weiß).
Karlsruhe: Löhr – Rabold, Braun, Trkulja – Meier (58. Allgeier), Kias – Trivunic, Herm – Kahriman (58. Breithaupt), I. Hoffmann (66. J. Hoffmann) – Kronemayer (73. Galjen).
Tore: 1:0 Schappes (10.), 2:0 Butler (51.), 3:0 Khan Agha (55.), 4:0 Weiß (82.), 5:0 Weiß (84.), 6:0 Krüger (87.). Zuschauer: 450. Schiedsrichter: Tobias Bauch (Sillenbuch). Karten: Gelb-Rot für Trkulja (45.); Gelb für Mele. Frauendorf, Onana.

Daten & Fakten zum Spiel »

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