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ALLGEMEIN
14.11.2019

Ticketschwarzmarkt: Ordnungsgeld gegen Viagogo

Das Landgericht Heidelberg hat ein Ordnungsgeld von 12.000 Euro gegen Viagogo verhängt. Bereits im Februar 2019 hatte das Landgericht Heidelberg auf Antrag der TSG Hoffenheim eine einstweilige Verfügung gegen den Anbieter erlassen.

Viagogo wurde darin die Werbung mit falschen angeblichen Originalpreisen für Heimspiele der TSG verboten. Da der Anbieter das gerichtliche Verbot bislang ignorierte, hat das Landgericht Heidelberg nun ein Ordnungsgeld in Höhe von 12.000 € gegen die Plattform festgesetzt. Weitere könnten folgen.

Die TSG und die gesamte Abteilung um Ticketingleiter Thorsten Baller begrüßen die Entscheidung: „Wir freuen uns über die erneute gerichtliche Bestätigung unseres Vorgehens auch gegen diese Plattform, die unseren Fans und uns seit längerer Zeit massive Schwierigkeiten bereitet. Wir können weiterhin nur vor Käufen überteuerter und möglicherweise ungültiger Tickets auf dieser und ähnlichen, nicht autorisierten Plattformen warnen. Private Verkäufer, die ihre Tickets zu fairen Konditionen aufgrund persönlicher Verhinderungen weitergeben wollen, können hierzu die offizielle TSG-Ticketbörse nutzen.

Kampf gegen den Ticketschwarzmarkt

Rechtsanwalt Dr. Markus Schütz von der Kanzlei SCHÜTZ Rechtsanwälte, die die TSG auch im Kampf gegen den Ticketschwarzmarkt unterstützt, ist ebenfalls überzeugt: „Ein Vorgehen von Vereinen und Veranstaltern gegen diesen (und vergleichbare) Anbieter ist möglich und wird auf Dauer erfolgreich sein, wie unter anderem die aktuelle Entscheidung des LG Heidelberg zeigt. Es bedarf dazu aber eines langen Atems, wie ihn die TSG im Laufe des Jahres bereits bewiesen hat. Zudem ist Viagogo bekannt dafür, dass sie alle juristischen Möglichkeiten ausschöpfen, um eine wirksame Durchsetzung von Ansprüchen möglichst lange hinauszuzögern. Wir erwarten daher einen längeren Fortgang auch des laufenden Hauptsacheverfahrens.“

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