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FRAUEN
21.11.2019

Maximiliane Rall: „Es ist großartig“

Im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den FF USV Jena machte Maximiliane Rall mit einem Doppelpack und einer überzeugenden Leistung auf sich aufmerksam. Im Interview spricht die Mittelfeldspielerin über ihre Form, das Wunschlos für die nächste Pokalrunde, die anstehende Partie gegen den 1. FFC Frankfurt (Freitag ab 19.15, live auf Eurosport und Magenta Sport) und die Hinrunde.

Hallo Maxi, Glückwunsch zu deinem Doppelpack am Samstag. Du hast einen sehr befreiten und mutigen Eindruck gemacht.

„Ja, es läuft endlich wieder besser bei mir, ich habe wieder richtig Spaß am Fußball. Das sieht man auch im Spiel: Man probiert etwas, geht ins Eins-gegen-Eins und riskiert auch mal was. Ich hatte zuletzt mit Motivationsproblemen zu kämpfen, habe mich nicht fit und antriebslos gefühlt. Konsequenz war, dass meine Leistungen nicht mehr gestimmt haben und zurecht habe ich mich dann auch auf der Bank wiedergefunden. Das hat mir aber wieder Schwung gegeben, ich möchte etwas zu unserem derzeitigen Erfolg beitragen. Das, was für viele wie die alte Maxi aussah, hat sich auch für mich wie die alte Maxi angefühlt.“

Wie zufrieden warst du mit dem Spiel gegen den FF USV Jena?

„Die erste Halbzeit war sehr gut. Nach der Pause haben wir sicherlich kein Offensiv-Feuerwerk mehr gezündet, wir waren nicht mehr so zwingend. Unter dem Strich war es aber beeindruckend, dass wir viele verschiedene Tore erzielt haben – Eckball, Freistoß, Konter und durch strukturiertes Spiel nach vorne. Das zeigt unsere Variabilität.“

Nun steht ihr im Viertelfinale des DFB-Pokals. Hast du ein Wunschlos für die nächste Runde?

„Ich wünsche mir einen unterklassigen Gegner, auch wenn das für uns ein Auswärtsspiel bedeutet. Man sagt zwar immer, dass man sowieso jeden schlagen muss, um sich den Pokal zu holen, aber gegen den VfL Wolfsburg muss es im Viertelfinale nicht unbedingt gehen.“

Mit dem Erfolg im Pokal bleibt die Niederlage in Wolfsburg der bisher einzige Makel in eurer Bilanz. Wie ärgerlich ist dieses Spiel im Nachhinein?

„Überhaupt nicht, denn Wolfsburg hat absolut verdient gegen uns gewonnen. Meiner Meinung nach spielt der VfL in einer eigenen Liga und es muss schon sehr viel passieren, dass man die Wölfinnen schlägt.“

Mit dem 1. FFC Frankfurt trefft ihr am Freitag auf einen Gegner, mit dem ihr Euch immer auf Augenhöhe gemessen habt. Wie geht ihr die Partie an?

„Für uns ist es trotz der Tabellensituation immer noch eines der klassischen 50:50-Spiele. Wir haben im bisherigen Saisonverlauf immer wieder unsere Durchschlagskraft in der Offensive bewiesen, das hebt uns ein wenig vom FFC ab. Auch von unserem spielerischen Konzept sind wir Frankfurt einen kleinen Schritt voraus. Wir wollen von der ersten Minute an zeigen, dass wir die bessere Ausgangslage haben. Der FFC hat aber ohne Zweifel eine richtig gute Mannschaft und wir stellen uns auf ein enges Spiel ein. Der Biss und der Wille werden am Freitagabend ganz entscheidend sein.“

Anschließend trefft ihr zum Hinrunden-Abschluss vor heimischer Kulisse auf den 1. FFC Turbine Potsdam. Ist bei Euch schon angekommen, dass ihr die Vize-Herbstmeisterschaft holen könntet?

„Man rast von Spiel zu Spiel, spricht immer von „Momentaufnahmen“ und dass man nur Schritt für Schritt an die nächste Begegnung denkt. Aber wir müssen uns mal schütteln und sagen: ‚Schaut Euch die Tabelle an, das was wir schon erreicht haben ist großartig.‘ Das kann man kaum begreifen, dabei hätten wir allen Grund zum Feiern. Unser nächstes Etappenziel ist, dass wir die zwei verbleibenden Spiele der Hinrunde gewinnen. Der nächste Schritt sind dann die Duelle vor der Winterpause.“

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