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FRAUEN
14.11.2019

Fabienne Dongus: „Der Rückenwind hilft“

In der vergangenen Saison verpasste die TSG das Finale des DFB-Pokals nur knapp. Bei Fabienne Dongus hat die Partie gegen den SC Freiburg Spuren hinterlassen. Im Interview spricht die Mittelfeldspielerin über ihre bisherigen Erlebnisse im Pokal, den FF USV Jena und die Vorbereitung auf das Achtelfinale vor heimischer Kulisse.

Hallo Fabi, mittlerweile ist der Winter im Kraichgau angekommen. Wie hältst Du Deine Motivation trotz Dunkelheit, Kälte und Regen hoch?

„Die Tabellensituation und der derzeitige Erfolg sind Motivation genug. Der Rückenwind aus den vergangenen Monaten hilft auf jeden Fall, sich durch die kalte Jahreszeit zu kämpfen. Wir wollen die Überraschungsmannschaft der Liga bleiben, die Rolle macht riesigen Spaß. Dazu müssen wir aber auch jetzt im Winter Gas geben. Der Sommer liegt mir zugegebenermaßen trotzdem ein bisschen mehr.“

Hinter Euch liegt eine kurze Länderspielpause, vor Euch das Achtelfinale des DFB-Pokals. Wie liefen die Vorbereitungen?

„Im Grunde wie auf jedes andere Spiel auch. Zu Wochenbeginn haben wir noch ohne die Nationalspielerinnen trainiert, sie stießen nach ihren Lehrgängen erst am Mittwoch wieder zum Team.“

20 Spiele hast Du im DFB-Pokal bereits bestritten. Was waren Deine Höhen und Tiefen in diesem Wettbewerb?

„Das absolute Highlight war natürlich das Halbfinale in der vergangenen Saison. Gleichzeitig war es aber wohl auch einer der Tiefpunkte, denn die Enttäuschung war groß, dass wir so knapp am Einzug ins Finale gescheitert sind. Dieses Spiel war sehr prägend. Besonders bitter war auch das Aus in der Saison 2016/17 gegen den SV Werder Bremen. Ich war zwar verletzungsbedingt nicht dabei, aber es war das einzige Mal, dass wir uns einem unterklassigen Gegner geschlagen geben mussten.“

Am Sonntag geht es vor heimischer Kulisse gegen den FF USV Jena. Den Bundesliga-Aufsteiger habt ihr im August zum Saisonstart deutlich geschlagen.

„Dabei hat sich der FF USV Jena im Sommer gegen uns gar nicht so schlecht präsentiert. Für uns ist damals mit zwei frühen Treffern einfach viel zusammengelaufen. Es ist schwer einzuschätzen, wie sich das Spiel ohne diese Tore entwickelt hätte. Jena ist immer für einen Treffer gut und hat eine gute Spielanlage. Wir wissen, dass wir Favorit sind und so gehen wir auch ins Spiel. Wir haben das Selbstbewusstsein zu sagen, dass wir fußballerisch die bessere Mannschaft sind. Unser Gegner wird aber alles reinwerfen und uns bestrafen, wenn wir überheblich sind.“

Im Spieltagsflyer Pressing wird in der Rubrik „Entweder oder“ gefragt: Meisterschaft oder Pokalsieg? Was wäre Deine Antwort?

„Ich würde die Meisterschaft nehmen. Dazu bedarf es nämlich viel Kontinuität, man muss über ein ganzes Jahr hinweg beweisen, was man kann. Für den Pokalsieg reichen fünf Siege. Außerdem spielt dabei auch das Losglück eine Rolle. Wir hoffen natürlich, dass wir wieder möglichst weit kommen, gehen aber nicht jedes Spiel mit dem Gedanken an, dass wir unbedingt ins Finale müssen. Deshalb ist auch für Samstag erstmal das Ziel, in die nächste Runde zu kommen.“

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