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17.10.2019

Martina Tufekovic: „Ausstrahlung ist entscheidend“

Mit mehreren Glanztaten rettete TSG-Torhüterin Martina Tufekovic ihrem Team am vergangenen Samstag drei Punkte gegen den FC Bayern München. Im Interview spricht die 25-Jährige über ihre Leistung, die anhaltende Erfolgswelle und die Begegnung gegen Bayer 04 Leverkusen (Freitag, 19.15 Uhr, live auf Eurosport).

Hallo Martina, Du hast am Samstag gegen den FC Bayern München mit einer starken Leistung den Sieg festgehalten. Was geht einem durch den Kopf, wenn man sein Team in der Nachspielzeit wieder und wieder retten muss?

„Wenn man weiß, dass noch vier Minuten zu spielen sind und es eine Führung gegen den FC Bayern München zu verteidigen gilt, ist man einfach voller Adrenalin. Man versucht die Mannschaft nochmal anzupeitschen, um für Entlastungsangriffe zu sorgen. Jede Situation, in der der Ball nicht in Tornähe ist, tut richtig gut. Am Ende gab es nochmal zwei richtig gefährliche Abschlüsse zu entschärfen, da muss man schon richtig fokussiert sein, um die zu parieren. Im Eins-gegen-Eins ist die Ausstrahlung ganz entscheidend, man muss ruhig bleiben.“

Nach sechs Spieltagen seid ihr als Tabellenzweiter bereits das Überraschungsteam der Saison. Was hat sich in den vergangenen Wochen für euch verändert?

„Eigentlich nicht viel. Wir haben den Fokus nicht verloren, sondern arbeiten weiter an unseren Aufgaben. Wir haben in den vergangenen Monaten nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht, das ändert aber nichts an unserer Einstellung. Wir wollen jeden Gegner schlagen, nehmen aber kein Spiel auf die leichte Schulter, denn das wäre fatal. Wir haben vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen, davon lassen wir uns aber nicht blenden und beschäftigen uns nicht damit.“

Das Wort „Champions League“ nimmt trotz des Siegs gegen München also niemand in den Mund?

„Natürlich träumt man ein bisschen davon, schließlich läuft es gerade wirklich gut. Aber der Weg bis dorthin ist unglaublich lang, deshalb wird das bei uns kaum thematisiert.“

Am Freitag geht es nach Leverkusen, Chef-Trainer Jürgen Ehrmann hat vor einem gefährlichen Gegner gewarnt. Auf was stellt ihr euch ein?

„Wir sind uns sicher, dass Leverkusen mutig auftreten wird und sich nicht verstecken wird, auch wenn wir als Favorit ins Spiel gehen. Im vergangenen Jahr mussten die Werkself-Frauen gleich mehrere Niederlagen gegen uns einstecken, sie werden sich revanchieren wollen. In Leverkusen erwartet uns eine schwierige Aufgabe.“

Welche Besonderheiten hat so eine Partie für dich als Torhüterin?

„Es geht immer darum, in jeder Situation fokussiert zu sein. Wir wollen uns sicher hinten raus kombinieren. Dass wir das können, haben wir in den bisherigen Spielen bewiesen. Oft sieht unser schnelles Kurzpassspiel in Strafraumnähe haarsträubend aus, aber wir sind uns bei jeder Aktion zu 100 Prozent sicher, dass sie funktioniert.“

Nach der Partie in Leverkusen geht es gegen den SC Sand und den MSV Duisburg: zwei besonders unangenehme Gegner. Was habt ihr euch für die anstehenden drei Spiele vorgenommen?

„Uns erwarten drei schwierige Gegner, gegen die wir aber unbedingt punkten wollen. Wir werden uns gut auf die Spielweise von Sand und Duisburg einstellen. Wenn wir dann unsere Leistung bringen, werden wir auch weiter erfolgreich sein. Unter dem Strich sind neun Punkte aus den drei Spielen unser Ziel, das wird aber sehr schwer.“

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