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AKADEMIE
21.09.2019

U19 dominiert Freiburg und verliert dennoch

Eine starke Leistung und weitgehende Dominanz haben der U19 am sechsten Spieltag der A-Junioren-Bundesliga gegen den SC Freiburg nicht gereicht, um Punkte einzufahren. Mit 0:2 (0:1) unterlag die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp den Breisgauern und musste damit die erste Saisonniederlage in der Liga hinnehmen.

Cheftrainer Marcel Rapp hatte seine Startformation gegenüber dem 1:1-Unentschieden bei der SpVgg Greuther Fürth auf vier Positionen verändert: Für Fabian Messina, Marvin Weiß und Lukas Schappes, die allesamt auf der Bank Platz nahmen, sowie den rotgesperrten Marco John durften bei sommerlichen Temperaturen im Dietmar-Hopp-Stadion Melesse Frauendorf, Thomas Selensky, Amadou Onana sowie Startelfdebütant Noah Botić beginnen. Die TSG versuchte, dem Spiel früh ihren Stempel aufzudrücken und hatte in der ersten Halbzeit leichte Feldvorteile, die sich auch in einem Chancenplus manifestierten.

Bereits in der 2. Minute verfehlte Botić mit einem Drehschuss aus 15 Metern das Tor nur knapp, eine Viertelstunde später stand erneut der australische U18-Nationalspieler im Mittelpunkt, als er nach einer Kopfballablage von Maximilian Beier fünf Meter vor dem Tor nur knapp am Ball vorbeirutschte. Die verdiente Führung hatte auch Quincy Butler auf dem Fuß, nachdem ihn an der Strafraumgrenze ein Zuspiel von Kerim Çalhanoğlu erreichte. Doch den Flachschuss des US-Amerikaners aufs kurze Eck parierte SC-Keeper Noah Atubolu (20.).

Nach den ersten durchaus engagierten 20 Minuten ließ der Druck der Kraichgauer jedoch etwas nach und in der 34. Minute gingen sogar die Gäste in Führung, die bis dahin lediglich eine gute Schusschance durch Noah Weißhaupt in der 6. Minute zu verzeichnen hatten. Wieder war es der agile Weißhaupt, der links im Strafraum an den Ball kam, mit Tempo in Richtung Grundlinie ging und den Laufweg von TSG-Rechtsaußen Benedikt Landwehr kreuzte. Nach einem Kontakt ging der Freiburger Angreifer zu Boden und Schiedsrichter Marcel Rühl entschied auf Strafstoß. Gegen Falko Michels platzierten Flachschuss in die linke Ecke hatte Daniel Klein im TSG-Tor keine Chance, obwohl er in der richtigen Ecke war.

Spiel auf ein Tor nicht belohnt

Die 1:0-Führung retteten die Gäste aus dem Breisgau in die Pause, aus der die TSG mit neuem Mut und viel Zug nach vorne kam. Allerdings tat sich die Rapp-Elf schwerer als im ersten Durchgang, zu Torchancen zu kommen. In der 59. Minute dann doch eine ganze große: Nach einem Eckball von Landwehr fiel der Ball sieben Meter vor dem Tor herunter. Innenverteidiger Melayro Bogarde stand goldrichtig, doch sein Schuss ging genau auf Torwart Atubolu und somit nicht ins Tor.

Weitere große Ausgleichschancen blieben im Anschluss aus, obwohl die TSG die Partie in der Zwischenzeit zu einem Spiel auf ein Tor gemacht hatte. Nur vereinzelt konnten sich die Freiburger befreien. So etwa in der 68. Minute, als Klein in höchster Not gegen Weißhaupt rettete. Zehn Minuten vor dem Ende hätte Joker Marvin Weiß beinahe Atubolu im Freiburger Tor düpiert, als diesem ein 18-Meter-Schuss von Weiß durch die Finger rutschte, der Ball aber übers Tor flog. Die Entscheidung dann zwei Minuten vorm Ende der regulären Spielzeit: Ein langer Ball landete auf der linken Freiburger Angriffsseite beim eingewechselten Robin Hinrichsen, der sich gegen zwei TSG-Verteidiger behauptete und Klein aus spitzem Winkel überwinden konnte.

Mit der Niederlage ging die TSG-U19 erstmals seit vier Duellen gegen den SC Freiburg und zum ersten Mal in diese Saison leer aus. Für Rapp angesichts des Auftretens seiner Mannschaft ein äußerst unglückliches Ergebnis: „Wir hatten viele Chancen, machen aber kein Tor. So ähnlich war es auch schon letzte Woche in Fürth. Natürlich kann man sagen, wir hatten einfach kein Glück, aber ich glaube, wenn man es richtig gut macht, braucht man auch kein Glück“, so der enttäuschte Cheftrainer der TSG-U19, der sogleich die Marschroute für die nächsten Wochen vorgab. „Wir müssen trainieren und die Jungs müssen einfach besser werden.“

 

TSG 1899 Hoffenheim – SC Freiburg 0:2 (0:1)
Hoffenheim: Klein – Mele. Frauendorf, Bogarde, Curda, K. Çalhanoğlu (57. Sejdinović) – Onana (70. Eitelwein) – Selensky (78. Weiß), Butler – Landwehr, Botić (61. Schappes) – Beier.
Freiburg: Atubolu – Tauriainen, Rosenfelder, Schmidt, Domröse – Dietz – Michel (63. Keckeisen), Gindorf (81. Maier) – Furrer, Weißhaupt (70. Hinrichsen) – Kehrer (63. Ezekwem).
Tore: 0:1 Michel (34., Foulelfmeter), 0:2 Hinrichsen (88.). Zuschauer: 120. Schiedsrichter: Marcel Rühl (Wettenberg). Karten: Gelb für Kehrer, Gindorf, Atubolu, Hinrichsen, Schmidt, Maier.

Daten & Fakten zum Spiel »

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