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26.09.2019

Lena Lattwein: „Höhenflug meilenweit entfernt“

Nach ihrer Sprunggelenksverletzung feierte Lena Lattwein am Sonntag gegen die SGS Essen ihr Comeback im TSG-Trikot. Im Interview spricht die 19-Jährige über den deutlichen Sieg gegen die SGS, die Stärken ihres Teams, die Einladung zu den anstehenden EM-Qualifikationsspielen und das Baden-Derby gegen den SC Freiburg (Sonntag, 14 Uhr).

Hallo Lena, nach vier Wochen Pause aufgrund einer Sprunggelenksverletzung bist Du nun zurück auf dem Platz. Wie lief Dein Comeback?

„Definitiv richtig gut! Das Ergebnis gegen die SGS Essen war natürlich überragend. Ich habe mich gefreut, dass ich wieder ein paar Spielminuten sammeln durfte, zusätzlich ist mir dann sogar noch ein Tor geglückt. Die vergangenen Wochen in der Reha waren eine tolle Erfahrung, die Therapeuten haben einen super Job gemacht und ich habe viel mitgenommen. Aber jetzt bin ich einfach froh, zurück am Ball und bei der Mannschaft zu sein.“

Der Saisonstart war ohne Zweifel furios. Spätestens seit dem Sieg gegen die SGS Essen ist die TSG in aller Munde. Was macht euch momentan so stark?

„Das Spiel gegen Essen lief genau so, wie wir es uns erhofft hatten. Unser Plan ging genau auf, in der ersten Halbzeit war jeder Schuss ein Treffer. Wir haben unsere Gäste zwar einige Male zu einem Tor eingeladen, die Chancen blieben aber ungenutzt. Dieses Glück gehört zu einem so deutlichen Sieg dann eben dazu. Wir haben unsere Spielprinzipien, an denen wir schon lange arbeiten, verinnerlicht. Wir gehen mit einem Plan ins Spiel, können diesen jedoch auch umbauen, wenn etwas nicht passt. Ein Vorteil ist, dass wir eingespielt sind. Außerdem sind alle extrem fleißig und arbeiten individuell, das spiegelt sich auch in der Teamleistung wieder.“

Am Dienstag hast Du erneut eine Einladung des DFB erhalten. Auch Isabella Hartig steht im Kader der Nationalmannschaft für die anstehenden Qualifikationsspiele, Tabea Waßmuth und Maxi Rall halten auf Abruf bereit. Was hast Du Dir für den Lehrgang vorgenommen?

„Ich habe mich auf jeden Fall gefreut, dass ich wieder dabei bin. Mindestens genauso groß war aber die Freude, dass wir zu viert auf der Kaderliste stehen. Wir haben mit unserer Spielweise auf uns aufmerksam gemacht, das ist auch am DFB nicht vorbeigegangen und ist eine tolle Belohnung. Ich will Spaß haben und Gas geben!“

Bevor es zur Nationalmannschaft geht, steht am Sonntag noch das Liga-Duell mit dem SC Freiburg an. Der Sport-Club ist ein Gegner, mit dem ihr euch in den vergangenen Jahren immer auf Augenhöhe gemessen habt. Wie schätzt Du die Kräfte-Verhältnisse für Sonntag ein?

„Ich rechne nach wie vor mit einem 50:50-Spiel. Zwar lief unser Start deutlich besser als der der Freiburgerinnen, ich zweifle aber nicht an der spielerischen Klasse und an der individuellen Qualität unseres Gegners. Der Sport-Club ist mit einem neuen Trainer in die Saison gegangen, das muss sich wohl erst einspielen. Wir wissen, dass wir einen kleinen mentalen Vorteil haben, aber uns erwartet ein aggressiver Gegner, der gegen uns sicherlich punkten will.“

Nach dem deutlichen Sieg gegen die SGS Essen strotzt ihr sicherlich vor Selbstvertrauen. Wie bewahrt euch Chef-Trainer Jürgen Ehrmann vor einem möglichen Höhenflug?

„Von einem Höhenflug sind wir meilenweit entfernt. Wir haben hier in Hoffenheim noch keinen Namen, stehen mit beiden Füßen im normalen Leben und kriegen gar nicht viel von der Aufmerksamkeit mit. Wir haben uns zwar Selbstbewusstsein erarbeitet, sehen uns nun aber nicht in jedem Spiel als haushohen Favoriten. Deshalb bedarf es in diesem Bereich wenig Arbeit von unserem Trainer.“

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