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FRAUEN
12.09.2019

Isabella Hartig: „Wir waren schon nah dran“

Drei überzeugende Siege feierte die TSG zum Saisonstart in der Bundesliga und im DFB-Pokal. Am Sonntag (14 Uhr) wartet auf Isabella Hartig und ihre Teamkolleginnen nun der amtierende Deutsche Meister VfL Wolfsburg. Im Interview spricht die Mittelfeldspielerin über das Selbstbewusstsein der TSG, die Qualitäten der Wölfinnen und die Chancen auf einen Punktgewinn.

Hallo Isi, Glückwunsch zum Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Wie groß war die Erleichterung, die Aufgabe souverän gemeistert zu haben?

„Auch wenn wir den Gegner ernstgenommen haben und wussten, dass wir Wetzlar nicht im Vorbeigehen schlagen, was es eine Pflichtaufgabe. Uns war klar, dass eine ordentliche Leistung hermuss, um ins Achtelfinale einzuziehen. Das haben wir von der ersten Minute an gezeigt, deshalb haben wir am Ende deutlich gewonnen. Es tat gut, wieder ein paar Tore zu schießen und uns Selbstbewusstsein zu holen.“

17 Tore in drei Pflichtspielen, das ist ein dickes Ausrufezeichen. Habt ihr im Sommer in eurem Offensivspiel einen weiteren Schritt nach vorne gemacht?

„Auf jeden Fall. Die gute Ausbeute und die überzeugenden Auftritte sind aber nicht nur Resultat des kontinuierlichen Trainings. Man sieht auch, dass wir eine eingespielte Truppe sind, das haben wir einigen Teams voraus. Im Spiel können wir uns aufeinander verlassen. Wir wissen, wer welche Laufwege geht und welche Stärken wir bei unseren Mitspielerinnen einsetzen können. Dadurch haben wir immer den entscheidenden Gedankenvorsprung. Dennoch können wir uns in diesem Bereich weiter verbessern. In der Analyse zeigt sich immer wieder, dass wir einige Aktionen noch besser lösen und so noch mehr Torchancen kreieren können.“

Am Wochenende geht es für euch als Tabellenführer zum VfL Wolfsburg. Bringt dich diese Aussage ein wenig zum Schmunzeln?

„Na klar. Wir wissen schließlich, dass uns noch Einiges fehlt, um auch am Ende ganz oben zu stehen. Dennoch haben wir aus dem Saisonstart viel Selbstbewusstsein mitgenommen und damit fahren wir am Wochenende nach Wolfsburg.“

Der VfL Wolfsburg holte in der vergangenen Saison das Double und startete ebenfalls mit zwei Siegen in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga.

„Wolfsburg gehört zur Weltspitze, ist mit hervorragenden Spielerinnen besetzt, allein eine Pernille Harder kann den Unterschied in einem Spiel ausmachen. Aber nicht nur die individuelle Klasse ist enorm, auch im Verbund agieren sie gut. Wir wissen also, dass wir am Sonntag auf einen richtig starken Gegner treffen und dass Einiges zusammenkommen muss, dass wir dort Punkte holen. Trotzdem haben wir noch im Hinterkopf, dass wir in der vergangenen Saison nah dran waren. Wolfsburg wird nichts außer einem Sieg wollen, für drei Punkte müssen sie uns aber erstmal schlagen.“

Was wird am Sonntag der entscheidende Faktor sein?

„Wir müssen von Anfang an bissig sein und dürfen Wolfsburg keinen Raum lassen. Dazu brauchen wir viel Disziplin, jeder muss seine Aufgaben erledigen. Wir dürfen aber nicht nur defensiv denken, sondern müssen auch in der Offensive mutig sein. Wir haben viel Tempo im Team, davon können wir profitieren. Entscheidend wird aber auch sein, ob das Glück auf unserer Seite ist und ein Schuss von Wolfsburg mal nur an den Pfosten geht.“

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