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AKADEMIE
25.08.2019

U17 behält weiße Weste und Spitzenposition

Die gute Nachricht vorweg: Die U17 ist auch nach dem vierten Spieltag der Bundesliga Süd/Südwest noch ungeschlagen, ohne Gegentor und Spitzenreiter. Doch so richtig freuen wollte sich Trainer Danny Galm nach dem 0:0 gegen den FC Bayern München nicht: "Wir hätten uns vor allem im zweiten Abschnitt für unsere gute Leistung belohnen müssen, nehmen aber natürlich den Punkt gerne mit."

Unter der Kraichgauer Hitzeglocke erwischten die Hoffenheimer den besseren Start und gaben gegen die sehr defensiv eingestellte Elf von Ex-Weltmeister Miroslav Klose zumindest optisch den Ton an. Erstmals gefährlich wurde es, als Melkamu Frauendorf nach fünf Minuten über links in den Strafraum eindrang. Allerdings wurde seine flache Hereingabe geblockt und in einen Konter umgewandelt, den aber der aufmerksame Florian Bähr unterband. Die TSG blieb am Drücker, doch immer wieder klärte ein Bayern-Spieler – erst gegen Armindo Sieb, anschließend gegen Rolands Bočs – zur Ecke (12.).

Die beste Gelegenheit des ersten Abschnitts hatte erneut Frauendorf, der durch den FCB-Riegel durchgeschlüpft war, sich dann aber zu viel Zeit nahm und in letzter Sekunde von Liam Morrison abgegrätscht wurde (16.). Nach der Trinkpause (25.) fand dann die Klose-Elf nach und nach in die Partie. In der 34. Minute hatte TSG-Schlussmann Nahuel Noll seinen großen Auftritt, als er gegen den frei vor ihm auftauchenden Marcel Wenig mit der Fußspitze klärte – die Bayern-Bank hatte hier den Torschrei schon auf den Lippen. Turbulent wurde es noch einmal in der Nachspielzeit, als erneut Frauendorf auf der linken Seite durchgebrochen war und nach einem Zweikampf zu Boden ging. Für den Unparteiischen Vincent Schandry regelkonform.

"Wir haben es heute besser gemacht als im Heimspiel gegen Mainz", so Galm. "Nur leider waren wir in der letzten Linie nich konsequent genug und sind zudem das eine oder andere Mal unnötig ins Abseits gelaufen."

Armindo Sieb im Pech / Latte rettet Punkt

Hatten die Münchner die Schlussphase der ersten Hälfte besser im Griff gehabt, so übernahmen nach dem Wiederanpfiff wieder die Hausherren das Kommando, taten sich aber weiterhin gegen die dicht gestaffelte Abwehrreihe schwer. Sieb probierte es aus der Distanz (43.), verfehlte aber knapp. Kurz darauf ergab sich eine Drei-gegen-Eins-Situation für die Hoffenheimer, doch Sanyangs Versuch, die freistehenden Sieb oder Nick Breitenbücher zu bedienen, wurde geblockt (49.). "Wir waren 25 Minuten richtig stark, haben es hier aber verpasst, den Lucky Punch zu setzen", fasste Galm die zweiten 45 Minuten zusammen.

Großes Pech hatte Sieb, der seinen Fuß in einen Klärungsversuch bekam, der Abpraller flog in hohem Bogen auf das verwaiste Bayern-Tor, prallte einen Meter vor der Linie auf – und flog anschließend über die Latte (51.). Jetzt wäre die Führung verdient gewesen. Aber die Torchancen nahmen nun ab. Eine gab es noch – und die war dafür richtig gut. Von Turan Çalhanoğlu auf die Reise geschickt, lief Sanyang alleine auf Bayern-Keeper Johannes Schenk zu, schoss ihn aber an, anstatt ihn zu umkurven oder die Kugel besser zu platzieren (69.).

Das war es aus Hoffenheimer Sicht. Immerhin blieb der Galm-Elf die Enttäuschung erspart, trotz Überlegenheit mit leeren Händen da zu stehen, was beinahe der Fall gewesen wäre. Doch der Kopfball des eingewechselten Lucas Copado, Sohn des (anwesenden) ehemaligen TSG-Profis Francisco Copado, klatschte zwei Minuten vor Schluss nur an die Latte. In der Nachspielzeit gab es noch einmal einen Freistoß au zentraler Position für die Münchner. Luft anhalten – doch Yusuf Kabadayi beförderte das Spielgerät deutlich über das Tor.

"Wenn uns das 1:0 gelingt, glaube ich nicht, dass die Bayern bei diesen Temperaturen noch einmal zurückkommen. Leider ist es uns nicht gelungen. Das ist erst mein zweites Unentschieden als U17-Trainer", stellte Galm fest. "Aber diesen einen Zähler nehmen wir auch gerne mit."

TSG Hoffenheim – FC Bayern München 0:0 (0:0)
Hoffenheim: Noll – König, N. Mehr, V. Lässig, Melk. Frauendorf, Sieb, Sanyang (71. E. Mehr), Bočs (41. Breitenbücher), Bähr, Campanile, Ðurić (62. T. Çalhanoğlu).
Bayern: Schenk – Reinelt, Morrison, Denk, Kabadayi, Motika, Mamedova (57. Aitamer), Krätzig (35. Neziri), Brückner, Brekner, Wenig (57. Fust).
Zuschauer: 250. Schiedsrichter: Vincent Schandry. Karten: Gelb für Sanyang, V. Lässig.

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